Kauf­be­ra­tung Gra­fik­kar­ten

Die Prei­se für Gra­fik­kar­ten sin­ken der­zeit – der idea­le Zeit­punkt, um den PC auf­zu­rüs­ten

PC-WELT - - Inhalt - VON FRIED­RICH STIEMER

Im ers­ten Halb­jahr 2018 er­leb­ten die Gra­fik­kar­ten­prei­se ei­nen über­ra­schen­den Hö­hen­flug: Aber nicht, weil zahl­lo­se Spie­le­be­geis­ter­te sich ei­ne neue GPU kau­fen woll­ten. Son­dern weil vie­le An­wen­der auf den Boom der Kryp­towäh­run­gen wie Bit­co­in auf­spran­gen und sich ei­ne ak­tu­el­le Gra­fik­kar­te hol­ten, um kos­ten­güns­tig ein leis­tungs­fä­hi­ges Mi­ning-sys­tem zu bau­en. In­zwi­schen ist der Bit­co­in-hy­pe ab­ge­flaut. Au­ßer­dem grei­fen Pro­fi-mi­ner nun zu spe­zia­li­sier­ten Kar­ten, die bes­ser für Bit­co­in & Co. ge­eig­net sind.

Auch werden AMD und Nvi­dia bald ih­re neu­en Gpu-ge­ne­ra­tio­nen vor­stel­len, die die ak­tu­el­len Se­ri­en ab­lö­sen werden. Vie­le Händ­ler sen­ken des­halb die Prei­se für ih­re La­ger­be­stän­de, um Platz für kom­men­den Mo­del­len zu schaf­fen.

Doch nicht nur die nied­ri­gen Prei­se spre­chen der­zeit für den Kauf ei­ner Gra­fik­kar­te: Ak­tu­el­le Mo­del­le zeich­nen sich im Ge­gen­satz zu den Vor­gän­gern auch durch ei­ne ho­he Ener­gie­ef­fi­zi­enz aus. Denn selbst Spie­ler le­gen Wert auf ei­nen mög­lichst spar­sa­men und lei­sen PC: Die Her­stel­ler ha­ben auf die­sen Trend re­agiert und re­du­zie­ren die Leis­tungs­auf­nah­me der Gra­fik­kar­ten. Mög­lich wird das vor al­lem durch ver­klei­ner­te Struk­tur­brei­ten bei der Fer­ti­gung der Gra­fik­pro­zes­so­ren. Dar­über hin­aus gibt es noch ei­ni­ge wei­te­re in­ter­es­san­te Tech­ni­ken, die GPUS mitt­ler­wei­le zu bie­ten ha­ben und die wir Ih­nen in die­sem Ar­ti­kel vor­stel­len. Da­mit Sie schnell die pas­sen­de Gra­fik­kar­te für Ihr Sys­tem fin­den, ha­ben wir emp­feh­lens­wer­te Mo­del­le aus al­len Preis­klas­sen in den Ta­bel­len auf den fol­gen­den Sei­ten zu­sam­men­ge­stellt.

Mit­tel­klas­se oder High-end:

Die pas­sen­de Gra­fik­kar­te für Sie

Für ei­ne gu­te Mit­tel­klas­se-gra­fik­kar­te müs­sen Sie ak­tu­ell zwi­schen 200 und 250 Eu­ro aus­ge­ben, Ein­stei­ger-gra­fik­kar­ten kos­ten um die 100 Eu­ro. Wer in Ul­tra-hd oder gar in drei­stel­li­gen Bild­ra­ten (Bil­der pro Se­kun­de) dad­deln möch­te, der muss zur teu­ren Ober­klas­se grei­fen. Mit den neu­en GPUS der Rtx-2000-se­rie von Nvi­dia kommt so­gar noch die Un­ter­stüt­zung für Ray­tra­c­ing hin­zu, was Spie­le un­un­ter­scheid­bar zu Fil­men ma­chen soll – doch da­zu spä­ter mehr. Un­ab­hän­gig da­von, wie hoch Ihr Bud­get für den Gra­fik­kar­ten­kauf ist, gibt es ein paar grund­le­gen­de Emp­feh­lun­gen, die Sie zum pas­sen­den Mo­dell füh­ren: Ho­len Sie sich un­be­dingt ein Mo­dell aus der ak­tu­el­len Ge­ne­ra­ti­on. Die Vor­gän­ger sind zwar der­zeit nicht un­be­dingt schlech­ter und meist et­was güns­ti­ger. Doch ak­tu­el­le Mo­del­le brin­gen zahl­rei­che tech­no­lo­gi­sche Ver­bes­se­run­gen mit, die künf­tig im­mer mehr Spie­le nut­zen werden – das macht Ihr Spiele­sys­tem zu­kunfts­si­che­rer. Glei­ches gilt für die Spei­cher­aus­stat­tung: Hier emp­fiehlt sich ein Mo­dell mit min­des­tens vier Gi­ga­byte Ka­pa­zi­tät. Dies er­mög­licht Ih­nen, ak­tu­el­le Ti­tel wie As­sas­sins Creed Orig­ins und Far Cry 5 mit ei­ner ho­hen Bild­ra­te zu spie­len.

GPUS mit we­ni­ger Spei­cher eig­nen sich zwar nicht für top­ak­tu­el­le Spie­le, sind aber im­mer­hin noch aus­rei­chend für be­lieb­te Mul­ti­play­er-on­line-ga­mes wie Do­ta 2. Wenn Sie für die nächs­ten Jah­re spei­cher­mä­ßig auf der si­che­ren Sei­te ste­hen wol­len, lohnt sich der Griff zu Mo­del­len mit min­des­tens acht Gi­ga­byte Gra­fik­spei­cher. Doch nicht nur die Men­ge des Gra­fik­spei­chers ist wich­tig, son­dern auch die Band­brei­te der Ver­bin­dung zwi­schen Gra­fi­kRAM und Gra­fik­pro­zes­sor. Beim Spei­cher­typ GDDR5, dem ak­tu­el­len Stan­dard, be­läuft sich die Band­brei­te selbst bei güns­ti­gen Kar­ten auf über 100 Gi­ga­byte pro Se­kun­de. Sie sorgt da­für, dass die GPU schnell und ste­tig mit neu­en In­hal­ten ge­füt­tert wird.

„Mit ei­ner neu­en Gra­fik­kar­te zum Preis von rund 100 Eu­ro kön­nen Sie be­reits ak­tu­el­le Ga­mes spie­len.“

Die bes­te Gra­fik­kar­te für Ih­ren Mo­ni­tor

Am bes­ten se­hen Spie­le aus, wenn Sie sie mit der ma­xi­ma­len Auf­lö­sung lau­fen las­sen, die Ihr Mo­ni­tor be­herrscht. Und die­se Auf­lö­sung be­stimmt den Preis der op­ti­ma­len Gra­fik­kar­te: Für das Spie­len in Full-hd (1920 x 1080 Pi­xel) ge­nügt mitt­ler­wei­le die Leis­tung ei­ner Ein­stei­ger-gra­fik­kar­te. Doch in­zwi­schen ste­hen auf zahl­rei­chen Schreib­ti­schen schon Mo­ni­to­re mit ei­ner hö­he­ren Auf­lö­sung bis zu Ul­tra-hd (3840 x 2160 Pi­xel). Hier muss die GPU für un­ge­brems­ten Spie­le­spaß deut­lich mehr leis­ten, da sie die vier­fa­che Men­ge an Bild­punk­ten be­rech­nen muss. Bis­her gibt es von AMD und Nvi­dia aber nur we­ni­ge Gra­fik­kar­ten, die Spie­le in die­sen Auf­lö­sun­gen flüs­sig dar­stel­len kön­nen. Da­zu zäh­len die AMD Ra­de­on RX Ve­ga 64, die Nvi­dia Ge­force GTX 1080, die GTX 1080 Ti und Ti­tan Xp. Die Nvi­dia-kar­ten schnei­den beim Uhd-ga­ming am bes­ten ab, wo­mit der Her­stel­ler wei­ter­hin an der Spit­ze in Sa­chen 3D-po­wer steht. Der Kon­kur­rent AMD kann mit ei­nem meist bes­se­ren Preis-leis­tungs-ver­hält­nis punk­ten.

Die­se Schnitt­stel­len muss Ih­re Gra­fik­kar­te ha­ben

Für rei­bungs­lo­ses Spie­len in ho­her Auf­lö­sung wie et­wa bei Ul­tra-hd be­nö­ti­gen Sie ne­ben dem rich­ti­gen Bild­schirm auch ei­ne Gra­fik­kar­te mit ei­ner pas­sen­den Vi­deo­schnitt­stel­le. HDMI er­laubt erst ab der Ver­si­on 2.0 ei­ne flüs­si­ge Darstel­lung dank ei­ner Bild­wie­der­hol­ra­te von 60 Hertz. Die Ver­si­on 1.4 hin­ge­gen lie­fert nur 30 Hertz bei Ul­tra-hd-auf­lö­sung. Der Spie­le­ab­lauf ist in die­sem Fall sicht­bar ru­cke­lig.

Ei­ne Al­ter­na­ti­ve ist die Schnitt­stel­le Dis­play­port 1.2, die aber nicht je­der Mo­ni­tor be­sitzt. Um ei­nem Man­gel an An­schlüs­sen vor­zu­beu­gen, stat­ten AMD und Nvi­dia ih­re Gra­fik­kar­ten be­reits mit bei­den An­schluss­ty­pen aus.

Um auch ul­tra-hoch­auf­ge­lös­te Vi­de­os pro­blem­los ab­zu­spie­len, brin­gen ak­tu­el­le GPUS ei­ne Vi­deo-en­gi­ne mit. Da­mit kön­nen sie Uhd-vi­de­os mit dem Da­ten­über­tra­gungs­stan­dard HEVC (High Ef­fi­cen­cy Vi­deo Co­ding) wie­der­ge­ben. Bei die­sem H.265co­dec be­nö­ti­gen hoch­auf­lö­sen­de Bil­der le­dig­lich halb so viel Band­brei­te wie mit H.264: Das wie­der­um macht aber das De­co­die­ren der Vi­de­os für das Sys­tem an­stren­gen­der, wes­halb äl­te­re Sys­tem da­bei an ih­re Gren­zen sto­ßen.

So­fern Sie über ei­nen ent­spre­chend kom­pa­ti­blen Mo­ni­tor ver­fü­gen, kön­nen Sie mit den ak­tu­el­len Gra­fik­kar­ten auch ei­ne Farb­tie­fe von 10 bis 12 Bit wie­der­ge­ben. So­mit er­hal­ten Sie we­sent­lich ge­naue­re Ab­stu­fun­gen ver­schie­dens­ter Farb­tö­ne.

HDR sorgt für ei­ne bes­se­re Bild­qua­li­tät

Ul­tra-hd wird auf ab­seh­ba­re Zeit die op­ti­ma­le Auf­lö­sung für Spie­le blei­ben. Der nächs­te Schritt zu ei­ner bes­se­ren Bild­qua­li­tät führt des­halb über HDR (High Dy­na­mic Ran­ge): Die­se Tech­nik setzt auf deut­lich hö­he­re Kon­trast­wer­te und ein brei­te­res Farb­spek­trum – das macht nicht nur Fil­me und Se­ri­en an­sehn­li­cher, son­dern auch Spie­le. Spie­le, die HDR un­ter­stüt­zen, sind zum Bei­spiel Far Cry 5, Batt­le­field 1, Call of Du­ty: WWII oder Mass Ef­fect: An­dro­me­da. Al­le ak­tu­el­len Gra­fik­kar­ten un­ter­stüt­zen die Wie­der­ga­be in HDR. Je­doch muss da­für nicht nur das Spiel und die GPU HDR be­herr­schen, son­dern auch der Mo­ni­tor muss zur Tech­nik kom­pa­ti­bel sein.

Noch mehr Leis­tung für Vir­tu­al Rea­li­ty

Ei­nen an­de­ren Weg zum op­ti­ma­len Spie­le­ge­nuss als per­fek­te Bild­qua­li­tät bie­tet Vir­tu­al Rea­li­ty – kurz VR. Da­mit soll das Ge­fühl ent­ste­hen, nicht vor ei­nem Mo­ni­tor sit­zend zu spie­len, son­dern mit­ten ins Spiel­ge­sche­hen ein­zu­tau­chen. Des­halb reicht ein ein­fa­cher Mo­ni­tor zur Wie­der­ga­be nicht, son­dern Sie müs­sen sich ein He­ad Moun­ted Dis­play (HMD) wie zum Bei­spiel die Ocu­lus Rift oder die HTC Vi­ve vor die Stirn span­nen. Bei VR müs­sen Gra­fik­kar­ten die Bild­in­hal­te gleich­zei­tig und ver­zö­ge­rungs­frei auf zwei Bild­schir­men dar­stel­len – für je­des Au­ge ei­nen. Nur so ist ein kom­for­ta­bles und rea­lis­ti­sches Spie­l­er­leb­nis mög­lich, oh­ne die so­ge­nann­te Si­mu­la­ti­on Sick­ness zu ver­ur­sa­chen. Denn ent­steht ei­ne zu ho­he Ver­zö­ge­rung zwi­schen dem Bild­in­halt und der Be­we­gung des Kop­fes, kann das beim Nut­zer Übel­keit ver­ur­sa­chen.

Zu­dem ist für die Darstel­lung von Vir­tualRea­li­ty-in­hal­ten ei­ne sehr ho­he Bild­ra­te er­for­der­lich, da die Ocu­lus Rift bei 2160 x 1200 Pi­xel 90 Bil­der pro Se­kun­de wie­der­ge­ben kann. Das ist drei­mal so viel wie bei ei­nem Bild­schirm mit 1920 x 1080 Pi­xel. Um all die­sen An­for­de­run­gen oh­ne Pro­ble­me ge­recht zu sein, stat­ten die Her­stel­ler ih­re Gra­fik­kar­ten mit spe­zi­el­ler Vr-tech­no­lo­gie aus. Hier­bei ver­ei­nen sie Op­ti­mie­run­gen in den Be­rei­chen Darstel­lung, Ren­de­ring, Tracking (Po­si­ti­ons­er­fas­sung) so­wie der Zu­sam­men­ar­beit ver­schie­de­ner Gra­fik­schnitt­stel­len wie Di­rec­tx und der GPU. So er­hält der An­wen­der ein über­aus rea­lis­ti­sches und an­ge­neh­mes Vr-er­leb­nis. Wol­len Sie ins Vr­er­leb­nis ein­stei­gen, soll­ten Sie zu ei­ner Amd-kar­te mit „Li­quid­vr“oder ei­nem Nvi­dia-mo­dell mit „Ga­mes­works VR“grei­fen. Ei­nen Ha­ken hat der Vr-trend je­doch noch im­mer: Die not­wen­di­ge Hard­ware ist ex­trem teu­er. Die HTC Vi­ve kos­tet rund 600 Eu­ro. Da­zu emp­fiehlt der Her­stel­ler min­des­tens ei­ne Nvi­dia Ge­force GTX 1060 oder AMD Ra­de­on RX 480, die ab rund 260 Eu­ro kos­ten. Im Spiele­sys­tem soll­te au­ßer­dem ei­ne Mit­tel­klas­se-cpu ste­cken, die Sie ei­nen drei­stel­li­gen Be­trag kos­tet.

War­um Gra­fik­kar­ten im­mer we­ni­ger Strom be­nö­ti­gen

Ne­ben neu­en Tech­no­lo­gi­en zur Darstel­lung ak­tu­el­ler Spie­le kön­nen ak­tu­el­le Gra­fik­kar­ten­mo­del­le stets ei­ne bes­se­re Leis­tung und ei­nen ge­rin­ge­ren Strom­ver­brauch im Ver­gleich zu den Vor­gän­gern für sich ver­bu­chen. Die er­rei­chen die Her­stel­ler durch ei­nen ver­bes­ser­ten Fer­ti­gungs­pro­zess, mit dem sie im­mer mehr Tran­sis­to­ren auf dem Chip un­ter­brin­gen. Da­durch ver­rin­gern

sich die Be­triebs­tem­pe­ra­tu­ren und -span­nun­gen, was wie­der­um hö­he­re Takt­fre­quen­zen und da­mit ei­ne hö­he­re Re­chen­leis­tung er­mög­licht, oh­ne da­bei mehr Strom auf­zu­neh­men.

Ak­tu­el­le Gra­fik­kar­ten-chips im Ver­gleich

Seit Jah­ren lau­tet die wich­tigs­te Fra­ge beim Kauf ei­ner Gra­fik­kar­te: Soll sie ei­nen Gra­fik­pro­zes­sor von AMD oder Nvi­dia ha­ben? Die Gra­fik­chips der bei­den Kon­kur­ren­ten lie­gen in je­der Preis­klas­se na­he bei­ein­an­der, was Leis­tung und Strom­ver­brauch be­trifft. Al­ler­dings gibt es auch ent­schei­den­de Un­ter­schie­de. Wir lie­fern Ih­nen ei­ne Ein­schät­zung der ak­tu­el­len Gpu-ge­ne­ra­ti­on der bei­den Her­stel­ler.

AMD Ra­de­on RX 500: Mit­te 2017 brach­te AMD die Gra­fik­kar­ten der Ra­de­on-rx500-se­rie auf den Markt, bei de­nen es sich um leicht ver­bes­ser­te Mo­del­le der vor­an­ge­gan­ge­nen Rx-400-se­rie han­delt. Den GPUS liegt nach wie vor die Po­la­ris-ar­chi­tek­tur zu­grun­de, die AMD im 14-Na­no­me­ter-fin­fet-pro­zess fer­ti­gen lässt. Die Ver­bes­se­run­gen sind schnell auf­ge­zählt: Die Ba­se- und Boost-takt­ra­ten fal­len nun hö­her aus, und der Gra­fik­spei­cher er­hält ei­nen drit­ten Po­wer-sta­te, da­mit er im Mul­ti-mo­ni­tor-be­trieb und im Leer­lauf nicht mit vol­lem Takt lau­fen muss. Die hö­he­ren Takt­ra­ten sor­gen zwar für ei­ne ver­bes­ser­te Spiele­leis­tung im Ver­gleich zu den Vor­gän­gern, je­doch steigt auch der Strom­ver­brauch.

AMD Ra­de­on RX Ve­ga: Im Au­gust 2017 folg­te dann Ver­stär­kung in der Gpu-ober­klas­se in Form der AMD Ra­de­on RX Ve­ga 56 und 64, die vor­ab als hei­ße Kon­kur­ren­ten zu den Nvi­dia Ge­force GTX 1070 und 1080 ge­han­delt wur­den. Bei den Gra­fik­pro­zes­so­ren setzt AMD auf die mitt­ler­wei­le fünf­te Aus­bau­stu­fe der Gcn-ar­chi­tek­tur (Gra­phics Co­re Next), die En­de 2011 auf dem Markt de­bü­tier­te. Die Be­son­der­heit der Ve­ga-gpus ist der neue Spei­cher­typ HBM2 (High Band­with Me­mo­ry, zwei­te Ver­si­on).

Hier­bei wird der Spei­cher di­rekt ne­ben der GPU ge­sta­pelt; zu­sätz­lich be­fin­den sich HBM2 und der Gra­fik­pro­zes­sor auf ei­ner ge­mein­sa­men Chip­flä­che, was flot­te­re Spei­cher­ge­schwin­dig­kei­ten als bei Gd­dr5spei­cher er­mög­licht.

Doch trotz des in­no­va­ti­ven Spei­chers zie­hen die Gra­fik­kar­ten in Tests ge­gen­über den di­rek­ten Kon­kur­ren­ten Nvi­dia Ge­force GTX 1070 und 1080 aber den Kür­ze­ren. Letz­te­re bie­ten oft ei­ne et­was bes­se­re Spiele­leis­tung, ver­brau­chen aber deut­lich we­ni­ger Strom. Hin­zu kommt, dass die Ve­ga-gra­fik­kar­ten auf­grund des Ein­sat­zes von Hbm2-spei­cher sehr teu­er sind – zu teu­er für die ge­zeig­te Pra­xis­leis­tung.

Nvi­dia GTX 1000: Die Gtx-10-se­rie und die da­rin ein­ge­setz­te Gpu-ar­chi­tek­tur Pas­cal ist, ge­mes­sen an den üb­li­chen Pro­dukt­zyk-

len, ­ver­gleichs­wei­se­alt:­ die­ers­te­gra­fik­kar­te­der­ak­tu­ell­noch­er­hält­li­chen­se­rie­führ­teNvi­dia­be­reits­mit­te­2016­ein.­ das­be­deu­tetje­doch­nicht,­dass­die­gra­fik­kar­ten­zu­lahm­für­ak­tu­el­le­ti­tel­sind,­im­ge­gen­teil.­nvi­dia­bie­tet­die­ak­tu­ell­schnells­ten­pi­xel­schub­seran,­die­zu­dem­noch­be­ein­dru­ckend­we­ni­gStrom­ für­ ih­re­ Leis­tung­ be­nö­ti­gen.­ Üb­ri­gens­ lässt­ Nvi­dia­ die­ Pas­cal-chips­ im16-Na­no­me­ter-fin­fet-ver­fah­ren­fer­ti­gen.Nvi­dia RTX 2000: Ganz­ frisch­ von­ Nvi­dias­ind­ die­ Gra­fik­kar­ten­ der­ Rtx-2000-se­rie.Sie­bie­ten­mit­der­neu­en­tu­ring-ar­chi­tek­tur­deut­lich­mehr­spiele­leis­tung­und­zu­sätz­li­che­re­chen­ein­hei­ten­fürs­so­ge­nann­te­ray- trac ing .­ da­mit­ sol len­in­s pie­len­licht,­sc hat­ten­ und­re fle­xio­nen­ fo­to rea­lis­tisch­ um­ge­setzt­ werden­ kön­nen .­ die­se­ tech­nik­ ist­ be­reits­ seit­ län­ge­rem­ in­ com­pu­ter ge­ne­rier­ten­Fil­men­ Stan­dard ,­ wo­ die­ Bil­der­ al­ler­dings­auf­wen­dig­ be­rech­net­ werden­ kön­nen .­ derEin­satz­ von­ echt­zeit-ray­trac ing ,­ wie­ es­ fürSpie­le­ not­wen­dig­ ist ,­ schei­ter­te­ bis her­an­der­ man­geln­den­ re­chen­leis­tung­ der­gpus–­ die­ Nvi­dia­ nun­ mit­ den­ Gra­fik­kar­ten­ derTu­ring-ge­ne­ra­ti­on­lie­fern­will.­um­die­ray- trac ing- fä­hig­kei­ten­ der­ neu­en­ Gra­fik chipsm eh r­in­den­ vor­der­grund­ zu­stel­len ,­ än­der­tNvi dia­ die­ chip be­zeich­nung­ von­gtx­zu­rtx .Dar­über­ hin­aus­ wer den­ die­rtx -2000- gra­fik­kar­ten­ an­stel­le­ von­GDDR5-­w oh l­auchGd dr 6- spei­cher­ nut­zen ,­ der­ mit­ Re­kord­trans­fer­ra­ten­ be­ein­dru­cken­ soll .­ DieSpei­cher band­brei­te­ soll­ dem­nach­ um­ die672­ Gi­ga­byte­ pro­ Se­kun­de­ be­tra­gen,­ was­rund­40­pro­zent­mehr­wä­ren­als­beim­ak­tu­el­len­flagg­schiff­gtx­1080­ti.­

So sieht ei­ne Gra­fik­kar­te oh­ne Kühl­sys­tem aus. In der Mit­te be­fin­det sich der Gra­fik­pro­zes­sor, drum­her­um an­ge­ord­net die Gra­fik­spei­cher­chips, et­was wei­ter rechts die Span­nungs­wand­ler.

Für die ho­he Auf­lö­sung bei Ul­tra-hd er­for­dern Gra­fik­kar­ten ei­ne enor­me Re­chen­leis­tung.

Links ein Bild in HDR im Ver­fah­ren Dol­by Vi­si­on, rechts oh­ne die ak­ti­vier­te Hoch­kon­trast-wie­der­ga­be. Die­se Dol­by-tech­nik kon­kur­riert mit dem Hdr-10-stan­dard.

Nicht nur der Uh­dfä­hi­ge Bild­schirm ist wich­tig für ei­ne flüs­si­ge Wie­der­ga­be, son­dern auch mo­der­ne Vi­deo­an­schlüs­se in der pas­sen­den Ver­si­on.

Die höchs­ten Leis­tungs­an­for­de­run­gen an ei­ne Gra­fik­kar­te stel­len Vr-head­sets. Um un­an­ge­neh­me Ne­ben­ef­fek­te wie Si­mu­la­ti­on Sick­ness zu ver­mei­den, brin­gen ak­tu­el­le GPUS spe­zi­el­le Tech­no­lo­gi­en mit.

Auch die Gra­fik­chip-her­stel­ler ha­ben das Po­ten­zi­al von Vir­tu­al Rea­li­ty be­son­ders für den Ver­kauf ex­trem teu­rer GPUS er­kannt – wie hier ei­ne Prä­sen­ta­ti­on von Nvi­dia be­weist.

Nicht im­mer werden Gpu-ge­ne­ra­tio­nen von Grund auf neu ent­wi­ckelt: Die Ra­de­on-rx-500-se­rie von AMD zum Bei­spiel ist le­dig­lich ein Fein­schliff der vor­an­ge­gan­ge­nen Gra­fik­kar­ten mit Po­la­ris-gpus.

Das Fin­fet-for­mat er­mög­licht mehr Leis­tung bei ei­nem ge­rin­ge­ren Strom­ver­brauch.

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