EX­PER­TEN-MEI­NUNG

PCgo - - Test Und Technik -

Beim Ein­satz von Kin­der­schutz-Soft­ware muss man im­mer die Nut­zer­grup­pe mit be­trach­ten. Es gibt kla­re Un­ter­schie­de, wie man ein 6 bis 7 oder ein 9 bis 10 Jah­re al­tes Kind in der di­gi­ta­len Welt be­hü­ten muss. Der Ver­such, al­les was es im In­ter­net gibt, vor ei­nem Schul­kind zu ver­ste­cken, wird über kurz oder lang schei­tern. Das ge­sun­de Mit­tel soll­te re­gie­ren: Der größ­te Teil an Web­sei­ten und In­hal­ten, der für Kin­der nicht ge­eig­net ist, wird ge­blockt. An­de­re Web­sei­ten, die nicht be­son­ders für Kin­der ge­eig­net sind und doch auf­ge­ru­fen wer­den, soll­ten mit dem Kind be­spro­chen wer­den. Je äl­ter ein Kind wird, des­to mehr wird es die El­tern im Um­gang mit den di­gi­ta­len Me­di­en ab­hän­gen. So se­hen es auch vie­le Her­stel­ler und ha­ben die Dis­kus­si­on um Block­ra­ten be­en­det. Sie set­zen dar­auf, dass Kin­der die Schutz-Soft­ware als Hel­fer ak­zep­tie­ren und nicht als Auf­pas­ser, der al­les ver­bie­tet. So ste­hen in vie­len Pro­duk­ten Re­ports und Logs als Ge­sprächs­grund­la­ge für die El­tern be­reit. Kön­nen Kin­der ei­ne Sper­re aus­he­beln, dann kön­nen sie die­se meist auch wie­der selbst ak­ti­vie­ren. Ab die­sem Mo­ment be­kom­men die El­tern gar nichts mehr mit und ha­ben ihr Ziel der di­gi­ta­len Auf­klä­rung ver­fehlt.

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