INFO DU­AL-USE-TOOLS

PCgo - - Report -

Als „Du­al-use-Tools“be­zeich­ne­te Pro­gram­me kön­nen so­wohl für ei­ne Si­cher­heits­ana­ly­se von Netz­wer­ken als auch zur Be­ge­hung von Straf­ta­ten nach §§ 202a, 202b StGB ver­wen­det wer­den. Sie stel­len kei­ne ge­eig­ne­ten Tat­ob­jek­te im Sin­ne des § 202c Abs. 1 Nr. 1 StGB dar. Das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt (BVer­fG) hat im Be­schluss vom 18. Mai 2009 (Az.: 2 BvR 2233/07; 2 BvR 1151/08; 2 BvR 1524/08) fest­ge­stellt, dass die blo­ße Eig­nung ei­nes PC-Pro­gramms für die Be­ge­hung von Straf­ta­ten nach § 202a und § 202b StGB nicht ge­nügt, um ei­ne Straf­bar­keit nach § 202c Abs. 1 Nr. 1 StGB zu be­grün­den. Ei­ne Schad­soft­ware kön­ne zwar ein taug­li­ches Tat­ob­jekt im Sin­ne der ge­nann­ten Vor­schrift sein. In den ver­han­del­ten Fäl­len war je­doch we­der der er­for­der­li­che Vor­satz vor­han­den noch war das Merk­mal des un­be­fug­ten Han­delns in § 202a oder § 202b StGB er­füllt.

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