Be­treu­ungs­ver­ein be­steht 25 Jah­re

Am heu­ti­gen Frei­tag gibt es ei­nen Fest­akt im Rats­gym­na­si­um – Jus­tiz­mi­nis­ter Hei­ko Maas war be­reits zu Gast

Peiner Allgemeine Zeitung - - Peine -

Der Pei­ner Be­treu­ungs­ver­ein be­steht in die­sem Jahr 25 Jah­re. Es han­delt sich um ei­nen ka­ri­ta­ti­ven Ver­ein, der ge­mein­sam mit haupt- und eh­ren­amt­li­chen Mit­ar­bei­tern Men­schen be­treut.

Die­se sind auf­grund von Krank­heit oder Be­hin­de­rung nicht mehr in der La­ge, ih­re recht­li­chen An­ge­le­gen­hei­ten selbst zu er­le­di­gen und er­hal­ten Un­ter­stüt­zung. Die Be­treu­ung be­inhal­tet Hil­fen bei di­ver­sen An­trä­gen, der Or­ga­ni­sa­ti­on des All­tags und der Pfle­ge, Ver­wal­tung des Ein­kom­mens und des Ver­mö­gens. Be­vor es

Die Be­treu­ung be­inhal­tet Hil­fen bei di­ver­sen An­trä­gen, der Or­ga­ni­sa­ti­on des All­tags und Ver­mö­gens­ver­wal­tung.

zur Hil­fe kommt, muss das Vor­mund­schafts­ge­richt die­se Hil­fe (Be­treu­ung) an­ord­nen. Eben­so ob­liegt dem Ver­ein die Be­glei­tung der eh­ren­amt­li­chen Be­treu­er, auch Rat­su­chen­de be­züg­lich ei­ner Vor­sor­ge­voll­macht kön­nen sich an den Ver­ein wen­den.

„Kon­zept der Ver­ei­ne ist es, ei­ne Be­treu­ung durch haupt­amt­li­che So­zi­al­ar­bei­ter so auf­zu­bau­en, dass sie von Eh­ren­amt­li­chen über­nom­men wer­den kann. Da­durch ist ei­ne bes­se­re per­sön­li­che Be­treu­ung der ein­zel­nen Kli­en­ten mög­lich“, er­läu­ter­te Micha­el Gru­ber, Ge­schäfts­füh­rer des 71 Mit­glie­der zäh­len­den Ver­eins, der seit 2012 auch ein an­er­kann­ter Vor­mund­schafts­ver­ein ist.

In Pei­ne wer­den der­zeit 242 Be­treu­un­gen von acht haupt­be­ruf­li­chen und et­wa 110 Be­treu­un­gen von 100 eh­ren­amt­li­chen Mit­ar­bei­tern durch­ge­führt. Des Wei­te­ren über­nimmt der Ver­ein die Vor­mund­schaft für ins­ge­samt 128 Min­der­jäh­ri­ge, von de­nen 39 un­be­glei­te­te Flücht­lin­ge sind. „Ver­än­der­te Be­din­gun­gen sor­gen für ei­nen enor­men Kos­ten­druck auf die Ver­ei­ne“, weiß Micha­el Gru­ber. Er und vie­le sei­ner Kol­le­gen be­fürch­ten, dass un­ter der ge­ge­be­nen Ge­set­zes­la­ge die Ver­ei­ne aus Geld­man­gel nicht mehr lan­ge exis­tie­ren kön­nen. „Den­noch freu­en wir uns über wei­te­re Frei­wil­li­ge, die eh­ren­amt­lich Zeit auf­wen­den und Zu­wen­dung schen­ken wol­len“, so Gru­ber.

Be­reits En­de Au­gust wa­ren Bun­des­jus­tiz­mi­nis­ter Hei­ko Maas (SPD) und der Pei­ner Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te Hu­ber­tus Heil (SPD) beim Be­treu­ungs­ver­ein zu Gast und dis­ku­tier­ten mit Ge­schäfts­füh­rung, Vor­stand, Mit­ar­bei­tern, Eh­ren­amt­li­chen und ört­li­chen Po­li­ti­kern über das Be­treu­ungs­ver­gü­tungs­ge­setz und das Vor­mund­schafts­ge­setz.

Sein Ju­bi­lä­um fei­ert der Ver­ein heu­te ab 10.30 Uhr mit ge­la­de­nen Gäs­ten in der Au­la des Rats­gym­na­si­ums.

FO­TO: PRI­VAT

Mit­ar­bei­ter des Be­treu­ungs­ver­eins freu­en sich über das Ju­bi­lä­um.

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