Ver­schie­den­sein ist nor­mal

Peiner Allgemeine Zeitung - - Peine -

Zum Ar­ti­kel „Roll­stuhl­fah­rer U. Här­tel kri­ti­siert den Kul­tur­ring Pei­ne/ Kul­tur­ring­lei­ter Dr. Renz nimmt Stel­lung“in der PAZ vom 31. Au­gust­schrei­ben Pe­tra und Heinz Kann­gie­ßer:

Trotz der Rück­nah­me: Un­glück­lich bis un­klug wa­ren die vor­he­ri­gen Aus­sa­gen des Herrn Dr. Renz.

Gar un­ver­schämt nimmt sich die Stel­lung­nah­me aus. Mit ei­nem bar­rie­re­ar­men Zu­gang sei be­hin­der­ten Men­schen die Teil­nah­me/ die Teil­ha­be an ei­ner Ver­an­stal­tung oh­ne Be­gleit­per­son mög­lich.

Roll­stuhl­fah­rer wie Herr Här­tel, geis­tig be­hin­der­te Men­schen, psy­chisch be­ein­träch­tig­te Men­schen, Men­schen, die an De­menz er­krankt sind, um nur ei­ni­ge zu nen­nen, sind ex­pli­zit auf ei­ne Be­gleit­per­son an­ge­wie­sen! Amt­lich be­stä­tigt durch den Schwer­be­hin­der­ten­aus­weis mit dem Merk­zei­chen „B“.

Ab jetzt al­so beim Pei­ner Kul­tur­ring nur noch, wenn es die fi­nan­zi­el­le Si­tua­ti­on er­laubt? Seit 2009 be­steht ein Grund­recht auf In­klu­si­on auch in Deutsch­land: ge­mein­sam ver­schie­den sein. Je­der Mensch hat ein Recht dar­auf, da­bei zu sein. Auch mit klei­nem fi­nan­zi­el­len Bud­get. Wir ha­ben ein Bun­des­teil­ha­be­ge­setz seit dem 30. De­zem­ber 2016. Statt des Po­chens auf nicht exis­ten­te Rechts­vor­schrif­ten als Hand­lungs­grund­la­ge wür­de Herrn Dr. Renz und dem Pei­ner Kul­tur­ring mehr so­zia­les En­ga­ge­ment gut zu Ge­sicht ste­hen! Las­sen Sie uns wei­ter für Teil­ha­be strei­ten – statt Men­schen aus­zu­gren­zen.

QDie un­ter die­ser Ru­brik ver­öf­fent­lich­ten Le­ser­brie­fe ge­ben nicht un­be­dingt die Mei­nung der Re­dak­ti­on wie­der. Die Re­dak­ti­on be­hält sich Kür­zun­gen vor.

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