Ge­schich­te der Be­treu­ung

Peiner Allgemeine Zeitung - - Peine -

Schon vor Chris­ti Ge­burt gab es ei­ne of­fi­zi­el­le Über­tra­gung der Be­treu­ung an an­de­re Per­so­nen, wenn Ein­zel­ne ei­ne Zeit lang oder auf Dau­er nicht in der La­ge wa­ren, sich ei­gen­stän­dig um ih­re Be­lan­ge zu küm­mern. Nach der preu­ßi­schen Vor­mund­schafts­ver­ord­nung von 1875 trat 1900 das Ge­setz über die An­ge­le­gen­hei­ten der frei­wil­li­gen Ge­richts­bar­keit in Kraft. Zum 1. Ja­nu­ar 1992 wur­de das Ent­mün­di­gungs-, Vor­mund­schafs­und Pfleg­schafts­recht ab­ge­schafft, nach wel­chem ein An­trag auf Be­treu­ung nicht vom Be­trof­fe­nen selbst ge­stellt wer­den konn­te. Neue ge­setz­li­che Re­ge­lun­gen wur­den er­for­der­lich, um Ge­schäfts­un­fä­hi­ge un­ter be­son­de­ren Schutz zu stel­len, dar­aus grün­de­ten sich bun­des­weit Be­treu­ungs­ver­ei­ne.

Mit dem neu­en so­ge­nann­ten Be­treu­ungs­ge­setz er­hält der Be­treu­te ei­ne bes­se­re Rechts­stel­lung, sei­ne Per­sön­lich­keits­rech­te wer­den ge­stärkt. So er­folgt bei­spiels­wei­se ei­ne per­sön­li­che An­hö­rung der Be­trof­fe­nen, ei­ne per­sön­li­che Be­treu­ung und die Be­treu­er­stel­lung ist be­fris­tet.

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