Land­kreis Pei­ne rech­net mit elf Mil­lio­nen Eu­ro Jah­res­über­schuss

Spre­cher Kühn: „In­fra­struk­tur und Bil­dungs­land­schaft ver­bes­sern“– Kreis­um­la­ge soll nicht ge­senkt wer­den

Peiner Allgemeine Zeitung - - Peine - VON MICHAE­LA GE­BAU­ER

PEI­NE. Um den Stand­ort des Pei­ner Land­krei­ses für Wirt­schaft und Be­völ­ke­rung at­trak­ti­ver zu ma­chen, sol­len die In­fra­struk­tur so­wie die Be­treu­ungs­und Bil­dungs­land­schaft ver­bes­sert wer­den. Fi­nan­ziert wer­den soll das Gan­ze von ei­nem sat­ten Jah­res­über­schuss, den der Land­kreis vor­aus­sicht­lich in die­sem Jahr er­zie­len wird.

Ers­ten Hoch­rech­nun­gen zu­fol­ge könn­te der Kreis ei­nen Über­schuss von elf Mil­lio­nen Eu­ro er­zie­len. Grund da­für sei­en hö­he­re Schlüs­sel­zu­wen­dun­gen des Lan­des, wie Kreis- Spre­cher Hen­rik Kühn sagt. „Auch die Stadt Pei­ne und die kreis­an­ge­hö­ri­gen Ge­mein­den ha­ben in der Sum­me hö­he­re Schlüs­sel­zu­wei­sun­gen be­kom­men, so dass in der Fol­ge die Kreis­um­la­ge vom Be­trag ge­stie­gen ist.“

Wei­ter­hin ha­be sich im Lau­fe die­ses Jah­res her­aus­ge­stellt, dass die Auf­wen­dun­gen für Flücht­lin­ge durch sin­ken­de Fall­zah­len deut­lich ge­rin­ger aus­fal­len wer­den, als noch im No­vem­ber 2016 ab­zu­se­hen war. „Zu­dem wur­den auch die Er­stat­tungs­leis­tun­gen des Lan­des als Fol­ge ei­ner Er­mitt­lung der durch­schnitt­li­chen Auf­wen­dun­gen 2016 um fast 1200 Eu­ro pro Flücht­ling er­höht“, er­klärt Kühn.

Ei­ne Sen­kung der Kreis­um­la­ge sei al­ler­dings nicht ge­plant. „Da wir auf­grund der noch vor­han­de­nen Kas­sen­kre­di­te in Hö­he von ak­tu­ell 46 Mil­lio­nen Eu­ro und der im Lan­des­ver­gleich un­ter­durch­schnitt­li­chen Steu­er­kraft ab­seh­bar nicht in der La­ge sein wer­den, die Kreis­um­la­ge zu sen­ken, wol­len wir die ein­ma­li­ge fi­nan­zi­el­le Son­der­si­tua­stän­dig ti­on des lau­fen­den Haus­halts­jah­res nut­zen, um die Stadt Pei­ne und die kreis­an­ge­hö­ri­gen Ge­mein­den bei der Wei­ter­ent­wick­lung ih­rer In­fra­struk­tur zu un­ter­stüt­zen“, be­grün­det Kühn die Ent­schei­dung im Kreis­haus.

Wei­ter­hin be­tont er, dass der Kreis­tag die Hö­he der Kreis­um­la­ge fest­set­ze und nicht der Land­tag da­für zu- sei. „Letz­te­res ver­mu­tet of­fen­sicht­lich der Kreis­tags­ab­ge­ord­ne­te Oli­ver West­phal von der AfD, so wie er sich in der PAZ zu sei­nen Zie­len als Kan­di­dat für den nie­der­säch­si­schen Land­tag ge­äu­ßert hat“, sagt der Kreis­Spre­cher und be­rich­tigt: „Die Ver­tei­lung des vor­ge­se­he­nen Zu­schus­ses er­folgt nach ei­nem Schlüs­sel, der ei­nen Mit­tel­wert aus Ein­woh­ner­und Kreis­um­la­ge­an­teil dar­stellt. Es ist vor­ge­se­hen, die­sen Vor­schlag im Rah­men ei­ner Nach­trags­haus­halts­sat­zung dem Kreis­tag am 25. Ok­to­ber zur Be­schluss­fas­sung zu­zu­lei­ten.“

Der Über­schuss soll Stadt und Ge­mein­den bei der Wei­ter­ent­wick­lung der In­fra­struk­tur un­ter­stüt­zen.

FO­TOS: AR­CHIV

Das Pei­ner Kreis­haus: Die Ver­wal­tung geht da­von aus, dass der Land­kreis ei­nen ho­hen Über­schuss er­zielt.

Hen­rik Kühn

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