End­la­ger­su­che: Lin­ken-Po­li­ti­ker for­dert Ve­to­recht für Be­völ­ke­rung

Peiner Allgemeine Zeitung - - Peine -

„Atom­müll – Vom Tech­nik- zum Stand­ort­kon­flikt?“Un­ter die­sem Ti­tel stell­te der Lin­ken-Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te Vik­tor Per­li aus Wolfenbüttel vor dem Pei­ner Kreis­ver­band der Par­tei sei­ne The­sen zur Dis­kus­si­on. Er ist auf­ge­wach­sen ne­ben der As­se und hat sich mit der Atom­müll­po­li­tik der ver­gan­ge­nen 40 Jah­re aus­ein­an­der­ge­setzt.

Per­li skiz­zier­te in sei­nem Re­fe­rat, dass die End­la­ger­kom­mis­si­on des Bun­des bis 2031 ei­nen neu­en Stand­ort su­chen soll. Da­mit sei aber der Stand­ort Gor­le­ben nicht vom Tisch, be­ton­te Per­li. We­gen der Er­fah­run­gen mit der As­se plä­dier­te er da­für, dass Atom­müll, egal ob er über- oder un­ter­ir­disch ein­ge­la­gert wer­de, im­mer rück­hol­bar sein müs­se, um nach­fol­gen­den Ge­ne­ra­tio­nen die Mög­lich­keit zu ge­ben, neue Er­kennt­nis­se auch um­set­zen zu kön­nen. Kei­ner kön­ne vor­her­se­hen, was in ei­ni­gen hun­dert Jah­ren ist. Denn es ge­be heu­te kei­ne si­che­re End­la­ge­rung.

Per­li kri­ti­sier­te, dass das Ver­fah­ren der End­la­ger­su­che nicht be­tei­li­gungs­ori­en­tiert sei. Da die Ent­schei­dungs­ho­heit beim Bun­des­tag liegt, gin­gen ju­ris­ti­sche Prü­fun­gen nur über ei­ne Ver­fas­sungs­kla­ge. Er warn­te vor ei­ner „Mit­mach­fal­le“und for­der­te ein Ve­to­recht für die Be­völ­ke­rung. Er ver­tritt die Mei­nung, „dass die End­la­ger­su­che un­ter ei­nem schlech­ten Stern steht, da es bis­her nicht ge­lun­gen ist, die Gor­le­ben- und Atom­kraft­geg­ner für den Ver­hand­lungs­pro­zess zu ge­win­nen“. Den Pei­ner Lin­ken wünsch­te er ei­nen er­folg­rei­chen Land­tags­wahl­kampf.

FO­TO: PRI­VAT

Der Pei­ner Land­tags­kan­di­dat der Lin­ken Jür­gen Eg­gers (l.) mit Vik­tor Per­li, der sei­ne The­sen zur Atom­müll­po­li­tik vor­stell­te.

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