So­zi­al­mi­nis­te­rin Rei­mann beim Pa­ri­tä­ti­schen in Pei­ne: „Wir müs­sen neue We­ge ge­hen“

Fei­er zum 40-jäh­ri­gen Be­ste­hen des Ver­ban­des mit vie­len Gäs­ten im Fo­rum – Po­li­ti­ke­rin sprach über Di­gi­ta­li­sie­rung in der Pfle­ge

Peiner Allgemeine Zeitung - - PEINE -

PEI­NE. „Wir ha­ben in der letz­ten Wo­che or­dent­lich ge­fei­ert“, freu­te sich Hei­ke Horr­mann-Brandt, Ge­schäfts­füh­re­rin des Pa­ri­tä­ti­schen Pei­ne, ges­tern beim Ab­schluss der Ju­bi­lä­ums­wo­che. Sei­nen 40. Ge­burts­tag fei­er­te der Ver­band – und auch die nie­der­säch­si­sche So­zi­al­mi­nis­te­rin Dr. Ca­ro­la Rei­mann kam in das Pei­ner Fo­rum, um zu gra­tu­lie­ren.

„Der Pa­ri­tä­ti­sche Pei­ne hat ei­ne ge­wich­ti­ge Be­deu­tung für un­se­re so­zia­le In­fra­struk­tur im Land­kreis Pei­ne“, be­ton­te Land­rat Franz Ein­haus in sei­ner Be­grü­ßungs­re­de. Ne­ben dem Land­rat wa­ren un­ter an­de­rem Bür­ger­meis­ter Klaus Sae­mann, Land­tags­ab­ge­ord­ne­ter Mat­thi­as Möh­le und die Mi­nis­te­rin für So­zia­les, Ge­sund­heit und Gleich­stel­lung, Dr. Ca­ro­la Rei­mann (al­le SPD), zu Gast. Hin­zu ka­men mehr als 100 Ver­tre­ter aus Po­li­tik, Bil­dung und Wirt­schaft so­wie von Mit­glieds­ver­bän­den und Or­ga­ni­sa­tio­nen.

Der Land­rat dank­te dem Pa­ri­tä­ti­schen für ei­ne Ju­bi­lä­ums­wo­che, die ei­nem „klei­nen Feu­er­werk“glich, konn­te aber auch sei­ne di­rek­ten Wor­te in Rich­tung Mi­nis­te­ri­um nicht zu­rück­hal­ten. „Wir müs­sen auch die Ent­wick­lung in

Fei­er­ten 40 Jah­re Pa­ri­tä­ti­scher Pei­ne (v.l.): Henning Esche­mann, Bir­git Eck­hardt, Nie­der­sach­sens So­zi­al­mi­nis­te­rin Dr. Ca­ro­la Rei­mann, Land­rat Franz Ein­haus, Eva Sch­lau­gat, Bür­ger­meis­ter Klaus Sae­mann und Hei­ke Horr­man­nBrandt...

der Zu­kunft im Blick ha­ben und da gibt es ei­ni­ge Be­rei­che, bei de­nen wir noch nicht wis­sen, wo die Rei­se hin­geht“, sag­te Ein­haus.

Und auch die Vor­sit­zen­de des Pa­ri­tä­ti­schen Wohl­fahrts­ver­ban­des Nie­der­sach­sen, Bir­git Eck­hardt, mahn­te: „So­zi­al­po­li­tik darf kei­ne Spar­po­li­tik wer­den.“Sie blick­te auf die eins­ti­gen An­fän­ge des Pa­ri­tä­ti­schen zu­rück, als die ers­ten Mit­glie­der noch in gro­ßen Hen­keltöp­fen Es­sen aus­lie­fer­ten. „Heu­te gibt es Ar­beit ge­nug, nur die Mit­ar­bei­ter feh­len.“

Das der­zeit viel dis­ku­tier­te The­ma Di­gi­ta­li­sie­rung sei ein „wich­ti­ges The­ma“, das aber nicht den Fach­kräf­te­man­gel be­kämp­fen wer­de. „Und auch Ge­sund­heits­ver­sor­gung wird sie nicht

Dr. Ca­ro­la Rei­mann hin­ge­gen sieht in der Di­gi­ta­li­sie­rung gera­de auch im Pfle­ge­und Ge­sund­heits­be­reich gro­ße Po­ten­zia­le. „Gera­de der so­zia­le Be­reich wird neue We­ge brau­chen und die­se auch ge­hen müs­sen“, sag­te die So­zi­al­mi­nis­te­rin.

Vom „För­der­pro­gramm für am­bu­lan­te Pfle­ge im länd­li­chen Raum“über ein „Pro­jekt zur Stär­kung der Mit­ar­bei­ter“bis zum „Ge­sund­heits­ta­blet für psy­chisch kran­ke Men­schen“und „tech­nisch un­ter­stütz­te Wohn­um­ge­bun­gen“stell­te Rei­mann vie­le Pro­jek­te vor, die der­zeit in der nie­der­säch­si­schen Po­li­tik dis­ku­tiert wür­den. „Ich fin­de, die Pfle­ge hat end­lich den Stel­len­wert und die Be­deu­tung in der Öf­fent­lich­keit, den sie ver­dient“, be­ton­te die So­zi­al­de­mo­kra­tin. Und ab­schlie­ßend: „Wir hat­ten noch so viel zu die­sem The­ma in den Ko­ali­ti­ons­ver­trä­gen wie jetzt. Wir wis­sen, dass der Be­darf steigt und wir müs­sen jetzt die Wei­chen stel­len.“ er­set­zen“, so Eck­hardt.

FO­TOS: JA­NI­NE KLU­GE

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