Staats­an­walt­schaft stellt Er­mitt­lungs­ver­fah­ren ein

Ver­ant­wort­li­che der Füh­rungs­aka­de­mie sind er­leich­tert

Pforzheimer Kurier - - SÜDWESTECHO - Von un­se­rem Re­dak­ti­ons­mit­glied Wolf­gang Voigt

Karlsruhe. Die Staats­an­walt­schaft Karlsruhe hat ihr Er­mitt­lungs­ver­fah­ren ge­gen Ver­ant­wort­li­che der in Karlsruhe an­säs­si­gen Füh­rungs­aka­de­mie Ba­denWürt­tem­berg ein­ge­stellt. Das be­stä­tig­te der Spre­cher der An­kla­ge­be­hör­de, To­bi­as Wa­gner, den BNN. Die Staats­an­walt­schaft hat­te we­gen des Ver­dachts der Un­treue ge­gen drei Per­so­nen er­mit­telt, nach­dem im Mai ei­ne an­ony­me Anzeige ein­ge­gan­gen war. Es ging dar­in um das fi­nan­zi­el­le Ge­ba­ren von Ver­ant­wort­li­chen des Hau­ses.

Da­mit hät­ten sich al­le Vor­wür­fe we­gen Un­re­gel­mä­ßig­kei­ten an der Aka­de­mie des Lan­des als un­be­grün­det er­wie­sen und ei­ner Über­prü­fung nicht stand­ge­hal­ten, teil­te die Ka­der­schmie­de mit. Die Füh­rungs­aka­de­mie kön­ne sich nun wie­der un­ein­ge­schränkt den wich­ti­gen Zu­kunfts­auf­ga­ben in der Ver­wal­tung wid­men, er­klär­te der lang­jäh­ri­ge Ge­ne­ral­se­kre­tär, Tho­mas Berg. Er sprach von ei­ner „Be­las­tung für die Ar­beit al­ler Kol­le­gin­nen und Kol­le­gen.“

Er­leich­tert zeig­te sich auch der Prä­si­dent des Hau­ses, Ralph Bürk. Er ha­be nie dar­an ge­zwei­felt, „dass die Vor­wür­fe kei­ne Sub­stanz ha­ben“, sag­te Bürk. „Mich macht aber auch be­sorgt, wie schnell man durch halt­lo­se An­schul­di­gun­gen in ei­ne be­las­ten­de öf­fent­li­che Wahr­neh­mung kom­men kann, die nicht spur­los an Per­so­nen und Ein­rich­tun­gen vor­bei geht“, so der Prä­si­dent wei­ter.

Nach den Wor­ten des plan­mä­ßig aus­schei­den­den Ge­ne­ral­se­kre­tärs Berg kann der St­ab­wech­sel an ei­nen Nach­fol­ger oder ei­ne Nach­fol­ge­rin nun un­be­las­tet voll­zo­gen wer­den. Ges­tern be­riet man in Stutt­gart die Per­so­na­lie, auf de­ren Aus­schrei­bung sich 42 Be­wer­ber ge­mel­det hat­ten. Ei­gent­lich soll­te der ehe­ma­li­ge Ab­ge­ord­ne­te der Grü­nen, Kai Schmidt-Ei­sen­lohr, Nach­fol­ger von Berg wer­den. Er sag­te je­doch ab, da er lie­ber als Ge­schäfts­füh­rer bei der Wirt­schafts­för­der­ge­sell­schaft Ba­den-Würt­tem­berg In­ter­na­tio­nal (BWI) an­heu­ert.

Vor­wür­fe der Un­treue er­wei­sen sich als halt­los

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