Po­li­zist im Ver­dacht

Pforzheimer Kurier - - SÜDWESTECHO -

Stutt­gart (dpa/lsw). Ein Po­li­zist aus dem Süd­wes­ten steht un­ter dem Ver­dacht, der Reichs­bür­ger­be­we­gung an­zu­ge­hö­ren – nun läuft ein Dis­zi­pli­nar­ver­fah­ren ge­gen ihn. Der Be­am­te wur­de von sei­nen bis­he­ri­gen Auf­ga­ben ent­bun­den, sag­te ein Spre­cher von In­nen­mi­nis­ter Tho­mas Strobl (CDU). Su­s­pen­diert sei er je­doch nicht. Al­ter und Ein­satz­ort woll­te das Mi­nis­te­ri­um aus Grün­den des Per­sön­lich­keits­schut­zes nicht nen­nen.

Reichs­bür­ger er­ken­nen die Bun­des­re­pu­blik nicht an. Sie be­haup­ten, das Deut­sche Reich be­ste­he bis heu­te fort. Mit­te Ok­to­ber hat­te ein

Dis­zi­pli­nar­ver­fah­ren ge­gen Reichs­bür­ger

49-Jäh­ri­ger, der sich selbst als „Reichs­bür­ger“be­zeich­net, in Ge­or­gens­g­münd bei Nürn­berg auf Po­li­zis­ten ei­nes Spe­zi­al­ein­satz­kom­man­dos ge­schos­sen und da­bei ei­nen 32-jäh­ri­gen Be­am­ten töd­lich ver­letzt. Die Ver­dachts­fäl­le so­ge­nann­ter Reichs­bür­ger neh­men in­ner­halb der Po­li­zei bun­des­weit zu.

Au­ßer­dem sind fünf ba­den-würt­tem­ber­gi­sche Po­li­zis­ten we­gen ei­ner mög­li­chen ex­tre­mis­ti­schen Hal­tung im Fo­kus des In­nen­mi­nis­te­ri­ums, wie die­ses mit­teil­te. Auch ge­gen sie lau­fen Dis­zi­pli­nar­ver­fah­ren. Bei den Be­am­ten be­ste­he der Ver­dacht ei­ner ex­tre­mis­ti­schen Hal­tung oder ei­nes frem­den­feind­li­chen Hin­ter­grunds. All­ge­mein sind nach of­fi­zi­el­len An­ga­ben sol­che Fäl­le sel­ten, in de­nen Po­li­zis­ten im Ver­dacht ste­hen, ge­gen ih­re Pflicht zur Ver­fas­sungs­treue ver­sto­ßen zu ha­ben. Sie lie­gen im ein­stel­li­gen Be­reich.

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