Un­garn: Sy­rer ver­ur­teilt

Pforzheimer Kurier - - BLICK IN DIE WELT -

Sze­ge­din (AFP). Ein un­ga­ri­sches Ge­richt hat ei­nen Sy­rer we­gen Rä­dels­füh­rer­schaft bei Zu­sam­men­stö­ßen mit un­ga­ri­schen Si­cher­heits­kräf­ten an der Gren­ze zu Ser­bi­en im ver­gan­ge­nen Jahr zu zehn Jah­ren Ge­fäng­nis ver­ur­teilt. Das Ge­richt in Sze­ge­din be­fand den 40-Jäh­ri­gen ges­tern ei­nes „Ter­ror­akts“für schul­dig, weil er im Sep­tem­ber 2015 Flücht­lin­ge am Grenz­über­gang Rösz­ke per Me­ga­fon da­zu auf­ge­wie­gelt ha­be,

Am­nes­ty In­ter­na­tio­nal: Be­wei­se „un­glaub­lich va­ge“

die Sperr­an­la­ge zu stür­men, die Un­garn zur Ab­wehr von Mi­gran­ten er­rich­tet hat­te. Ei­ni­ge Flücht­lin­ge wa­ren auf Be­am­te los­ge­gan­gen. 15 Si­cher­heits­kräf­te und mehr als hun­dert Flücht­lin­ge wur­den ver­letzt.

Der seit­dem in­haf­tier­te Sy­rer hat­te stets be­strit­ten, zu Ge­walt auf­ge­ru­fen oder Po­li­zis­ten an­ge­grif­fen zu ha­ben. Die Ver­tei­di­gung führ­te aus, ihr Man­dant ha­be sein Me­ga­fon viel­mehr da­zu be­nutzt, be­ru­hi­gend auf die La­ge ein­zu­wir­ken. Der le­gal in Zy­pern le­ben­de Sy­rer er­klär­te, er ha­be sich sei­ner­zeit an die Gren­ze be­ge­ben, um sei­nem Va­ter und sei­ner teil­wei­se blin­den Mut­ter da­bei zu hel­fen, nach We­st­eu­ro­pa zu ge­lan­gen. Am­nes­ty In­ter­na­tio­nal kri­ti­sier­te die von der An­kla­ge vor­ge­tra­ge­nen Be­wei­se als „un­glaub­lich va­ge“.

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