Dop­pelt gut

Na­tio­nal­spie­ler Fäth kehrt 2018 zu den Lö­wen zu­rück / Heu­te in Zagreb

Pforzheimer Kurier - - SPORT - Von un­se­rem Mit­ar­bei­ter Rein­hard Sogl

Kro­nau/Östrin­gen. Be­vor die Hand­bal­ler der Rhein-Neckar Lö­wen ges­tern mit ei­ner Char­ter­ma­schi­ne von Mannheim nach Zagreb ab­ho­ben zum Grup­pen­spiel in der Cham­pi­ons Le­ague am heu­ti­gen Don­ners­tag (19 Uhr), hat­te die Ge­schäfts­lei­tung des deut­schen Meis­ters den nächs­ten Trans­fer­coup ge­lan­det. Na­tio­nal­spie­ler und Eu­ro­pa­meis­ter Stef­fen Fäth, des­sen Na­me schon seit Ta­gen im Luf­t­raum der Lö­wen her­um­schwirr­te und der be­reits von 2008 bis 2010 das Tri­kot der Ba­de­ner ge­tra­gen hat­te, kehrt im Ju­ni 2018 zu­rück. Der Mann für den Rück­raum, der nach Sta­tio­nen in Gum­mers­bach und Wetz­lar noch ein­ein­halb Jah­re ver­trag­lich an die Füch­se Berlin ge­bun­den ist, un­ter­schrieb bis zum Som­mer 2021.

Der 26-Jäh­ri­ge ist als ech­te Ver­stär­kung ein­zu­stu­fen, denn Fäth ist dop­pelt gut. Der ge­bür­ti­ge Hes­se kann nicht nur die auf halb­links ent­ste­hen­de Lü­cke durch den be­vor­ste­hen­den Ab­schied von Kim Ek­dahl du Rietz schlie­ßen, wo­für auch der erst am Di­ens­tag als künf­ti­ger Zu­gang be­kannt ge­ge­be­ne Ma­ze­do­ni­er Fi­lip Tal­e­ski ei­ne erst­klas­si­ge Op­ti­on ist. Fäth ist au­ßer auf der so­ge­nann­ten Kö­nigs­po­si­ti­on auch in der Rol­le des Spiel­ma­chers ein­setz­bar, in der er bei der EM die Ent­de­ckung im deut­schen Team war.

Die Lö­wen ha­ben al­so ge­wis­ser­ma­ßen ei­nen Kö­nigs­trans­fer ver­trag­lich fi­xiert, denn sie ha­ben in Fäth auch den schon lan­ge ge­such­ten Ver­tre­ter von Re­gis­seur An­dy Schmid ge­fun­den. „Stef­fen hat sich in den letz­ten Jah­ren zu ei­nem der bes­ten Spie­ler in der Bun­des­li­ga auf sei­ner Po­si­ti­on ent­wi­ckelt“, mein­te Trai­ner Ni­ko­laj Ja­cob­sen, der­weil Ge­schäfts­füh­re­rin Jen­ni­fer Ket­te­mann von ei­nem „ab­so­lu­ten Glücks­griff“sprach.

In Berlin kam Fäth nach sei­nem Wech­sel im Som­mer aus Wetz­lar bis­lang noch nicht wie er­hofft zum Zu­ge. „Ich war mit mei­ner Leis­tung in den ver­gan­ge­nen Mo­na­ten nicht zu­frie­den“, räum­te Fäth ein. „Aber die­se Ein­ge­wöh­nungs­zeit in Berlin hat­te kei­ner­lei Ein­fluss auf mei­ne Ent­schei­dung.“Ne­ben dem sport­li­chen Aspekt ha­ben per­sön­li­che Grün­de Fäth zu dem Schritt ver­an­lasst. „In mei­ner Fa­mi­lie gibt es ei­nen schwe­ren Krank­heits­fall, und ich kann bei den Lö­wen wie­der nä­her an mei­ner Hei­mat und bei mei­ner Fa­mi­lie sein“, sag­te Fäth.

Die Ge­gen­wart sieht für die Lö­wen heu­te das Rück­spiel in der Kö­nigs­klas­se beim Grup­pen-Schluss­licht RK Zagreb vor. Dass die Kroa­ten aber mehr kön­nen, ha­ben die Ba­de­ner erst vor drei Wo­chen selbst er­fah­ren beim 25:24-Heim­sieg. Gleich­wohl sind die Lö­wen Fa­vo­rit, zu­mal nach dem 29:26-Sieg bei Var­dar Skop­jen. An die­se star­ke Leis­tung an­zu­knüp­fen, ist die Wunsch­vor­stel­lung von Ja­cob­sen. Un­mit­tel­bar nach dem er­hoff­ten Er­folg wer­den die Lö­wen zu­rück­flie­gen. Schließ­lich sind sie schon am Sams­tag in der Bun­des­li­ga ge­for­dert im Heim­spiel ge­gen Han­no­ver-Burg­dorf.

OBENAUF war kürz­lich in die­ser Sze­ne Stef­fen Fäth im Füch­se-Tri­kot ge­gen­über Kim Ek­dahl du Rietz (links) und Ge­de­on Guar­dio­la. Die Lö­wen aber ge­wan­nen 30:25. Foto: GES

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