Mit Por­ti­on Selbst­ver­trau­en

Pforzheimer Kurier - - SPORT -

Herr Freis, mit wel­cher Grund­stim­mung keh­ren Sie dies­mal ins Wild­park­sta­di­on zu­rück?

Freis: Nun: Bei bei­den Teams läuft es ja nicht ganz so, wie zu Run­den­be­ginn er­war­tet wor­den war. Wir sind na­tür­lich nicht zu­frie­den. Durch den Trai­ner­wech­sel vor ei­ner Wo­che von Ste­fan Ru­then­beck zu Ja­nos Ra­do­ki ha­ben wir noch ein­mal ei­nen deut­li­chen Um­bruch er­lebt mit an­de­ren Ab­läu­fen, an­de­rem Rhyth­mus und neu­en In­hal­ten. Es ist si­cher noch nicht all das ein­ge­spielt, was der neue Trai­ner plant. Durch den Sieg ge­gen Bie­le­feld wer­den wir aber ei­ne Por­ti­on Selbst­ver­trau­en mit­brin­gen. An­sons­ten sind Spie­le in Karlsruhe für mich im­mer et­was Be­son­de­res, weil ich mich da eben aus­ken­ne, die Ka­bi­nen und das ei­ne oder an­de­re Ge­sicht noch ken­ne. Es sind ja auch po­si­ti­ve Er­in­ne­run­gen ver­bun­den, ich hat­te da ei­ne schö­ne und er­folg­rei­che Zeit. Der Auf­stieg und die zwei Jah­re Bun­des­li­ga sind na­tür­lich am meis­ten haf­ten ge­blie­ben.

Wie fällt denn Ih­re per­sön­li­che Bi­lanz die­ser Spiel­zeit aus?

Freis: Die ist ziem­lich iden­tisch mit dem Mann­schafts-Fa­zit: Nicht wirk­lich zu­frie­den­stel­lend, weil ich an die Leis­tun­gen des letz­ten Jah­res an­knüp­fen woll­te. Aber das ei­ne geht ja mit dem an­de­ren Hand in Hand. Es ist halt schwie­ri­ger, bei zehn Sai­son­to­ren zu ste­hen mit ei­ner Mann­schaft, die noch nicht rich­tig funk­tio­niert. Aber ich neh­me mich da auch in die Pflicht: Viel­leicht wa­ren mei­ne Leis­tun­gen ja nicht so, dass ich der Mann­schaft ein rich­ti­ges Stück wei­ter­ge­hol­fen hät­te. Ich wür­de mir wün­schen, dass ich bis Weih­nach­ten noch mehr Tor­be­teil­gun­gen aufs Kon­to be­kom­me. Ob To­re oder Vor­la­gen ist egal, aber für ei­nen Of­fen­si­ven ist das im­mer ein Zei­chen, dass man ein gu­tes Spiel ge­macht hat. Kör­per­lich füh­le ich mich fit.

Sie ha­ben Ih­re Mann­schaft ge­gen Bie­le­feld erst­mals als Ka­pi­tän aufs Feld ge­führt, weil Mar­co Ca­li­gi­uri aus­fiel. Wie wer­ten Sie die­se Rol­le?

Freis: Auf dem Platz selbst ist es so wie im­mer, weil ich ja auf­grund mei­ner Er­fah­rung oh­ne­hin im­mer ver­su­che, Ver­ant­wor­tung zu über­neh­men. Aber es ist schon so et­was wie ei­ne klei­ne Be­stä­ti­gung für den Stel­len­wert, den man mitt­ler­wei­le im Verein und auch in­ner­halb der Mann­schaft hat.

Ihr Ver­trag en­det im Som­mer. Gibt es schon Über­le­gun­gen, wie es da­nach wei­ter­geht?

Freis: Ers­te Über­le­gun­gen ha­be ich für mich an­ge­stellt, al­ler­dings sind die noch nicht aus­ge­reift. Es ist noch in al­le Rich­tun­gen al­les of­fen. Ich hof­fe ein­fach, dass mein Kör­per noch ein biss­chen län­ger wei­ter so mit­macht wie mo­men­tan.

sog/Foto: GES

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