„Ein Schritt in die rich­ti­ge Rich­tung“

OB Gert Ha­ger spricht bei Ein­wei­hung des neu­en Kin­der­hau­ses in der Red­ten­ba­cher­stra­ße

Pforzheimer Kurier - - PFORZHEIM - Von un­se­rer Mit­ar­bei­te­rin Su­san­ne Roth

Da wi­der­spricht kei­ner der zahl­rei­chen Zu­hö­rer, die sich in ei­nem licht­durch­flu­te­ten Raum des Neu­baus in der Red­ten­ba­cher­stra­ße 97 im Nord-Os­ten von Pforz­heim ge­setzt ha­ben: Ober­bür­ger­meis­ter Gert Ha­ger – gleich­zei­tig im Auf­sichts­rat der Pforz­hei­mer „Bau und Grund“– be­zeich­net das ihn um­ge­ben­de zwei­ge­schos­si­ge Bau­werk als „ei­nen wich­ti­gen Schritt in die rich­ti­ge Rich­tung“.

„Es gibt nichts Drin­gen­de­res, als Ge­bäu­de wie die­se“, sagt er im Hin­blick auf die Ein­wei­hung des von der Pforz­hei­mer Woh­nungs­bau­ge­sell­schaft rea­li­sier­ten Ob­jekts, in dem im Lauf des kom­men­den Jah­res bis zu 100 Kin­der be­treut wer­den. Ge­kos­tet hat das Gan­ze 3,2 Mil­lio­nen Eu­ro. Der OB sagt das auch im Be­wusst­sein sei­ner stark wach­sen­den Stadt, die mit ei­nem „6 000 Ein­woh­ner-Plus in den ver­gan­ge­nen 18 Mo­na­ten“sei­ner Mei­nung nach die am stärks­ten wach­sen­de Stadt in Ba­denWürt­tem­berg, ja so­gar in Süd­deutsch­land ist. „Das hat den Vor­teil, dass wir ei­ne jun­ge Stadt wer­den. Mit den Fach­kräf­ten von mor­gen.“Bei der mo­ne­tä­ren Un­ter­stüt­zung sol­cher Pro­jek­te wis­se das Stadt­ober­haupt sei­nen Ge­mein­de­rat hin­ter sich. Vor 2008 sei dies noch schwie­rig durch­zu­set­zen ge­we­sen. „Heu­te ist es um­ge­kehrt.“Die Stadt ha­be ei­nen gro­ßen Be­darf an sol­chen Ein­rich­tun­gen, der gro­ße Zu­zug ha­be je­doch al­le Pla­nun­gen „über den Hau­fen ge­wor­fen“. Nun hofft er, dass auch durch die Jo­han­na-Wit­tum-Be­rufs­schu­le die drin­gend be­nö­tig­ten Er­zie­her greif­bar sind.

Die La­ge des Kin­der­hau­ses an dem (nicht leicht zu be­bau­en­den) Hang in di­rek­ter Nach­bar­schaft zum Ke­p­ler-Gym­na­si­um be­zeich­net Gert Ha­ger als op­ti­mal, ge­ra­de hier sei der Be­darf an Kin­der­be­treu­ung sehr hoch.

Bau- und Grund-Ge­schäfts­füh­rer Wilfried Wi­busch weiß, dass von der Stadt nicht nur schö­ne Wor­te kom­men, son­dern auch fi­nan­zi­el­le Un­ter­stüt­zung. Auch ver­hehlt er nicht die För­de­rung durch das Land. Und das Woh­nungs­bau­un­ter­neh­men hät­te nach sei­nen Wor­ten auch gleich Woh­nun­gen da­ne­ben ge­schaf­fen, „aber die Lei­tun­gen zu ver­le­gen wä­re dann doch zu teu­er ge­wor­den“.

Wilfried Wi­busch freut sich nicht nur, dass der wich­tigs­te Mit­ar­bei­ter in Gestalt des Schutz­en­gels gan­ze Ar­beit ge­leis­tet hat, son­dern auch dar­über, dass die Ar­bei­ter­wohl­fahrt Nord­schwarz­wald die Ein­rich­tung un­ter ih­re Fit­ti­che nimmt.

Für AWO-Ge­schäfts­füh­re­rin Ma­nue­la Bit­zer ist es nicht nur des­halb ein be­son­de­rer Tag. „Ich bin hier sehr oft als Kind bei mei­nen Groß­el­tern ge­we­sen, mein Va­ter ist in der Nord-Ost-Stadt ge­bo­ren wor­den“, er­zählt sie.

Der Tag der of­fi­zi­el­len Ein­wei­hung ist nicht nur den Red­nern vor­be­hal­ten, die noch un­mö­blier­ten Räu­me wer­den auch gleich von den­je­ni­gen in Be­sitz ge­nom­men, für die sie er­rich­tet wur­den: Kin­der aus den Fa­mi­li­en­zen­tren Ost und der AWO so­wie Grund­schü­ler tan­zen, zei­gen Kick­bo­xen und las­sen bun­te Luft­bal­lons mit Herz­chen und Frie­dens­zei­chen gen De­cke stei­gen.

BUN­TE LUFT­BAL­LONS, die dann an die De­cke der neu­en Kin­der­ta­ges­stät­te in der Red­ten­ba­cher Stra­ße stei­gen dür­fen, er­freu­en die Gäs­te bei der Ein­wei­hungs­fei­er. Foto: Roth

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