Wis­kandt setzt auf Ex­pan­si­on

Bä­cke­rei und Kon­di­to­rei sol­len in Hu­chen­feld zu­sam­men­wach­sen

Pforzheimer Kurier - - WIRTSCHAFTSREGION - Von un­se­rem Re­dak­ti­ons­mit­glied Edith Kopf

Pforz­heim. Rund 100 Ki­lo­gramm Christ­stol­len ver­blas­sen in der Wir­kung an­ge­sichts der Plä­ne, die Ja­nis Wis­kandt zu prä­sen­tie­ren hat­te beim gest­ri­gen Be­such von Ober­bür­ger­meis­ter Gert Ha­ger. Der Pforz­hei­mer Tra­di­ti­ons­bä­cker will wach­sen. Ge­nau­er ge­sagt soll bald auf 4 000 Qua­drat­me­tern in Hu­chen­feld al­les zu­sam­men­ge­führt wer­den, was bis­lang be­engt auf zwei Stand­or­ten ver­teilt ist. Der 22-jäh­ri­ge Ju­ni­or­chef will weg von gut 250 Qua­drat­me­tern, auf de­nen er nachts zu­sam­men mit durch­schnitt­lich sechs Kol­le­gen sü­ße Stück­chen, Bröt­chen und Brot her­stellt. Jetzt ist das Grund­stück da­für ge­fun­den, um die Bä­cke­rei mit der be­reits in Hu­chen­feld an­ge­sie­del­ten Kon­di­to­rei so­wie der Ver­wal­tung zu­sam­men­zu­füh­ren.

Im Spät­som­mer soll es nach Plä­nen von Ar­chi­tekt Jo­chen Abra­ham los ge­hen, so al­les klappt wie ge­plant. Für die rund 50 Mit­ar­bei­ter – dar­un­ter et­wa zehn Aus­zu­bil­den­de – be­deu­tet das nicht nur, dass sie sich um­ori­en­tie­ren müs­sen. Die Bä­cker kön­nen auch mit at­trak­ti­ve­ren Ar­beits­zei­ten rech­nen.

Wis­kandt setzt auf Ef­fi­zi­enz­stei­ge­rung bei sei­nen Plä­nen. Mü­he­vol­les trepp­auf und trepp­ab mit Mehl­sä­cken auf dem Rü­cken oder Kör­ben vol­ler fri­scher Wa­re muss nicht sein. Auch man­che ein­fa­che Hand­ar­beit lässt sich durch ei­ne Ma­schi­ne er­set­zen, oh­ne das die Qua­li­tät lei­det, ist er über­zeugt. Nur der Alt­bau in der Bleich­stra­ße lässt das nicht zu. Es fehlt dort nicht nur an Platz, er­läu­tert er. Man­cher Hand­griff müs­se auch zu­sätz­lich ge­macht wer­den, weil die back­fer­ti­ge Wa­re bei­spiels­wei­se nicht auf Ble­chen zwi­schen­ge­la­gert wer­den kann, son­dern zu­nächst in Sta­pel­kis­ten ver­packt wer­den muss.

Der künf­ti­ge Fir­men­chef kann auf ei­nem so­li­den Fun­da­ment auf­bau­en mit sei­nen Plä­nen. Als an­de­re in den 1990 Jah­ren zu Back­mi­schun­gen grif­fen, ha­be sein Va­ter kom­plett da­ge­gen ge­ar­bei­tet. Er­geb­nis ist heu­te, „dass ein gro­ßer Kun­den­an­teil ge­zielt kommt“. Dies hät­ten Un­ter­su­chun­gen er­ge­ben. In Hu­chen­feld wird dies zu­künf­tig auch Sonn­tags ge­hen. Denn zu­sam­men mit dem Neu­bau plant Wis­kandt ein Ca­fé mit gro­ßer Au­ßen­ter­ras­se und Sonn­tags­brunch.

Das Bau­vor­ha­ben ist das dicks­te, aber nicht das ein­zi­ge Ex­pan­si­ons­vor­ha­ben. Mit­tel­fris­tig soll es statt vier sechs Fi­lia­len ge­ben. Stand­ort­an­ge­bo­te hat der Bä­cker­meis­ter mit Ab­schluss als Be­triebs­wirt schon auf dem Tisch. Dass er da­für kein Per­so­nal be­kom­men könn­te, be­sorgt ihn nicht. Auch der Kon­di­tor­be­ruf sei eher be­liebt. Nur mit den Bä­ckern ha­pert’s. Ak­tu­ell müs­sen die Leu­te, die jetzt ne­ben al­lem an­de­ren Weih­nacht­li­ches her­stel­len, um 23 Uhr in der Back­stu­be ste­hen. Künf­tig soll es auch mal 2 Uhr wer­den dür­fen, auch wenn die ers­te Wa­re um 4 Uhr das Haus ver­lässt.

Zwi­schen Ofen und Christ­stol­len er­läu­tert Ja­nis Wis­kandt (Zwei­ter von links) ge­gen­über Wirt­schafts­för­de­rer Rei­ner Mül­ler, OB Ha­ger und WSP-Chef Oli­ver Reitz (von links), wo es klemmt in der Back­stu­be. Foto: Wa­cker

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