Sa­nie­rungs-Agen­da liegt vor­erst auf Eis

Isprin­gen: Fünf Ab­stim­mun­gen zum Aus­bau der Ge­nos­sen­schafts­stra­ße blei­ben oh­ne Er­geb­nis

Pforzheimer Kurier - - ENZKREIS - Von un­se­rem Mit­ar­bei­ter Man­fred Schott

Isprin­gen. Nicht ganz glück­lich ge­lau­fen, so könn­te man die drei­vier­tel­stün­di­ge Dis­kus­si­on im Ge­mein­de­rat um den Aus­bau des öst­li­chen Teils der Ge­nos­sen­schafts­stra­ße zu­sam­men­fas­sen. Nach meh­re­ren Ab­stim­mun­gen stand man letzt­lich oh­ne Er­geb­nis da. Es bleibt al­so al­les wie es ist. Viel­leicht hät­ten Bür­ger­meis­ter Vol­ker Win­kel und der Ver­tre­ter des pla­nen­den In­ge­nieur­bü­ros bes­ser auf die ver­steck­ten Hin­wei­se aus der Mit­te des Gre­mi­ums zur Sa­che und zur For­mu­lie­rung der Ab­stim­mung ge­hört? Aus dem Rat gab es zwar ei­ni­ge Hin­wei­se zur Art der Stra­ßen­sa­nie­rung. Al­ler­dings stell­te aber auch nie­mand ei­nen kon­kre­ten Ab­stim­mungs­an­trag. Es ging zwar im gro­ßen Orts­ge­sche­hen um ei­ne Klei­nig­keit, aber im­mer­hin doch um die bes­se­re Gestal­tung ei­nes Orts­ein­gangs aus Rich­tung Pforz­heim.

Die Ober­flä­che des ge­nann­ten Stra­ßen­teils ab der Ein­mün­dung Karl­stra­ße in Rich­tung Ge­mar­kungs­gren­ze nach Pforz­heim ist man­gels ei­nes fach­ge­rech­ten Un­ter­baus und nach der Ein­le­gung ei­ner Ab­was­ser­lei­tung in ei­nem schlech­ten Zu­stand. Die Stra­ße ist Zu­brin­ger zu Ge­wer­be­be­trie­ben auf dem ehe­ma­li­gen Schot­ter­werks­ge­län­de und zu der Pforz­hei­mer Wohn­sied­lung im Be­reich Krei­de­häl­den/Ob der Krebs­klamm so­wie zu den dor­ti­gen Schre­ber­gär­ten. Gleich­zei­tig dient die schma­le Stra­ße dem Fuß­gän­ger­ver­kehr zwi­schen dem Wohn­ge­biet „Mah­ler“und der Orts­mit­te. Sie ist ei­ner der we­ni­gen ebe­nen Spa­zier­we­ge in Isprin­gen und auch ein be­deu­ten­der Rad­weg im Enz­kreis­ver­bund in Rich­tung Kämp­fel­bach­tal.

Das In­ge­nieur­bü­ro leg­te zwei Pla­nungs­va­ri­an­ten vor. Fa­vo­ri­siert hat es die Ver­schwen­kung des Stra­ßen­ver­lau­fes, um bei der Schaf­fung ei­nes Stra­ßen­un­ter­baus die Wur­zeln meh­re­rer dort ste­hen­der Laub­bäu­me zu schüt­zen. Auch soll­te ei­ne in die Fahr­bahn hin­ein­ra­gen­de Grün­flä­che vor dem dor­ti­gen Kin­der­spiel­platz die Fahr­zeug­ge­schwin­dig­keit ab­brem­sen.

Die­ser Voll­aus­bau mit ge­setz­li­cher Ge­währ­leis­tung durch die bau­aus­füh­ren­de Fir­ma wur­de mit 114 000 Eu­ro ver­an­schlagt. Das war dem Rat zu teu­er. Bei güns­ti­ge­ren Aus­bau­me­tho­den oh­ne Her­stel­lung ei­nes trag­fä­hi­gen Un­ter­grun­des wür­de kei­ne Fir­ma ei­ne Ga­ran­tie über­neh­men, und mit Schä­den kön­ne so­gar in re­la­tiv kur­zer Zeit ge­rech­net wer­den, so der Pla­ner.

Dann wur­de fünf­mal ab­ge­stimmt. Auch die dem Haus­halts­plan­an­satz kos­ten­mä­ßig ent­spre­chen­de Va­ri­an­te mit ei­ner zwölf Zen­ti­me­ter star­ken As­phalt­schicht oh­ne Un­ter­bau fand nicht die Gunst des Gre­mi­ums, weil, so war zu hö­ren, sie nicht vom Gestal­tungs­vor­schlag des In­ge­nieur­bü­ros los­ge­löst war. Laut Ver­wal­tung ging die ers­te Initia­ti­ve zu die­ser Maß­nah­me ins Jahr 2012 zu­rück.

Da­mals ha­be der Ge­mein­de­rat grund­sätz­lich ei­ner Sa­nie­rung zu­ge­stimmt. Im dies­jäh­ri­gen Haus­halt sind für die „De­cken­sa­nie­rung Ge­nos­sen­schafts­stra­ße“55 000 Eu­ro ein­ge­stellt.

DER MA­RO­DE öst­li­che Teil der Ge­nos­sen­schafts­stra­ße steht schon seit 2012 auf dem Sa­nie­rungs­plan. Über die ein­zel­nen Va­ri­an­ten der Sa­nie­rungs­ar­bei­ten konn­ten sich die Ge­mein­de­rä­te al­ler­dings nicht ei­ni­gen. Foto: Man­fred Schott

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