„An­er­ken­nung für un­se­re Ar­beit“

Stu­die zur Flücht­lings­in­te­gra­ti­on nennt Enz­kreis als bei­spiel­haft

Pforzheimer Kurier - - ENZKREIS -

Enz­kreis (PK). „Das ist ei­ne gro­ße An­er­ken­nung für un­se­re Ar­beit.“Mit die­sen Wor­ten kom­men­tiert Land­rat Karl Rö­ckin­ger die ak­tu­ell ver­öf­fent­lich­te Stu­die „In­te­gra­ti­on von Flücht­lin­gen in länd­li­chen Räu­men“des Deut­schen Land­kreis­tags. Gleich fünf Maß­nah­men der Kreis­ver­wal­tung wer­den dort als „Best Prac­tice“be­zeich­net, al­so als sehr gu­te Bei­spie­le. Da­zu ge­hö­ren die Ar­beits­ge­le­gen­hei­ten in der Ge­mein­nüt­zi­gen Ser­vice- und In­te­gra­ti­ons­ge­sell­schaft (GSI), bei der Asyl­be­wer­ber kon­kre­te Ar­beits­er­fah­run­gen sam­meln kön­nen, kom­bi­niert mit ei­nem Sprach­kurs. Auch die Schu­lun­gen für Eh­ren­amt­li­che ste­hen auf der Best Prac­tice-Lis­te, eben­so wie die Sprach­för­de­rung in Kin­der-Ta­ges­ein­rich­tun­gen und die Bil­dungs­för­de­rung für Schul­kin­der. Das fünf­te Best Prac­tice-Mo­dell ist im Enz­kreis schon wie­der Ge­schich­te: Das „Team Über­gangs­ma­nage­ment“half an­er­kann­ten Asyl­be­wer­bern bei der Su­che nach ei­ner ei­ge­nen Woh­nung.

„Mit der kürz­lich in Kraft ge­tre­te­nen Wohn­sitz­auf­la­ge ist die­ses An­ge­bot hin­fäl­lig ge­wor­den“, sagt Kat­ja Kreeb. Auch ei­ni­ge der an­de­ren Pro­jek­te lau­fen be­reits aus, weil sie durch an­de­re Maß­nah­men er­setzt wur­den. Für die So­zi­al­de­zer­nen­tin ist dies ein Be­leg, wie sehr das Ar­beits­feld Flücht­lings­in­te­gra­ti­on im Um­bruch ist: „Wir müs­sen uns stän­dig an neu­en Rah­men­be­din­gun­gen ori­en­tie­ren und neue, manch­mal un­ge­wöhn­li­che Lö­sun­gen fin­den“, sagt sie. Auch des­halb gibt sie die bun­des­wei­te An­er­ken­nung für die Ar­beit des Land­rats­amts aus­drück­lich an ih­re Mit­ar­bei­ter und al­le Ak­teu­re wei­ter: „Vie­le sind in den ver­gan­ge­nen 18 Mo­na­ten an die Gren­zen und dar­über hin­aus ge­gan­gen“, be­tont sie. Das sieht auch Land­rat Rö­ckin­ger so: „Wenn die Stu­die zum Er­geb­nis kommt, dass Land­krei­se In­te­gra­ti­on kön­nen, ist das auch ein Ver­dienst vie­ler en­ga­gier­ter Men­schen in­ner­halb und au­ßer­halb der Ver­wal­tun­gen des Krei­ses und der Ge­mein­den.“

KAT­JA KREEB UND IHR TEAM: Pe­ter Bork (Team­lei­ter Un­ter­künf­te), die stell­ver­tre­ten­de Lei­te­rin des Amts für Mi­gra­ti­on und Flücht­lin­ge, Cor­du­la All­gai­er-Burg­hardt, so­wie die bei­den In­te­gra­ti­ons­be­auf­trag­ten Isa­bel Han­sen und Re­gi­na Ehris­mann (von links). Foto: PK

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