Rä­te bil­li­gen un­bü­ro­kra­ti­sche Hil­fe

Was­ser­ge­büh­ren für Be­trof­fe­ne des St­ei­ner Stark­re­gens im Ju­ni wer­den teil­wei­se er­las­sen

Pforzheimer Kurier - - ENZKREIS - Von un­se­rer Mit­ar­bei­te­rin Ul­ri­ke Faul­ha­ber

Kö­nigs­bach-St­ein. „Das Stark­re­ge­ner­eig­nis am Abend des 7. Ju­ni im Orts­teil St­ein ist uns al­len noch in Er­in­ne­rung, die vie­len Zei­chen der So­li­da­ri­tät aber auch“, sag­te Bür­ger­meis­ter Hei­ko Genth­ner bei der öf­fent­li­chen Ge­mein­de­rats­sit­zung im St­ei­ner Bür­ger­saal am Di­ens­tag­abend. „Um un­se­ren Bür­ge­rin­nen und Bür­gern auch in die­sem Be­reich ein Zei­chen der So­li­da­ri­tät zu zei­gen, soll­te als Ein­zel­fall­ent­schei­dung ein Tei­ler­lass der Was­ser- und Ab­was­ser­ge­büh­ren er­fol­gen“, so der Schul­tes. Mög­lichst un­bü­ro­kra­tisch sol­le das ge­sche­hen. Und das sieht auch der Ge­mein­de­rat so. Ein­stim­mig ent­schied das Gre­mi­um, dass die Be­trof­fe­nen auf An­trag ei­nen Er­lass der ent­stan­de­nen Mehr­auf­wen­dun­gen für Was­se­r­und Ab­was­ser­ge­büh­ren in Hö­he von fünf Ku­bik­me­tern je Haus­halt er­hal­ten.

So­fern ei­ne hö­he­re „Mehr-Ent­nah­me“als fünf Ku­bik­me­ter ge­gen­über dem Durch­schnitt der Vor­jah­re nach­voll­zieh­bar be­legt wer­den kann, er­folgt auf An­trag ei­ne Gut- schrift in Hö­he von ma­xi­mal zehn Ku­bik­me­tern je Haus­halt. An­trä­ge, die es auch in den Bür­ger­bü­ros der Ge­mein­de gibt, müs­sen bis spä­tes­tens 31. De­zem­ber 2016 ge­stellt wer­den. So­fern Mie­ter be­trof­fen sind, de­ren Was­ser- und Ab­was­ser­ge­büh­ren vom Ver­mie­ter ab­ge­rech­net wer­den, er­folgt die Gut­schrift durch Über­wei­sung des ent­spre­chen­den Be­tra­ges di­rekt an die Mie­ter. Bei fünf Ku­bik­me­tern be­trägt der Geld­wert der Gut­schrif­ten für Was­ser- und Schmutz­was­ser­ge­büh­ren ins­ge­samt 20,09 Eu­ro, bei zehn Ku­bik­me­tern 40,19 Eu­ro. Eben­falls ein­stim­mig folg­te der Ge­mein­de­rat dem aus­führ­lich be­grün­de­ten An­trag der Ko­or­di­na­to­rin für früh­kind­li­che Bil­dung und Er­zie­hung, Ute Drei­er, die Stel­le der Lei­te­rin der fünf­grup­pi­gen evan­ge­li­schen Ki­ta „Stor­chen­nest“in St­ein zu 90 Pro­zent vom Grup­pen­dienst frei­zu­stel­len. Das sind 23 Pro­zent mehr als bis­her. In der ak­tu­el­len Si­tua­ti­on wür­de das be­deu­ten, dass die­se zu­sätz­li­chen neun St­un­den auf zwei be­reits vor­han­de­ne Teil­zeit­stel­len auf­ge­teilt wer­den und zu ei­ner Auf­sto­ckung der St­un­den­de­pu­ta­te der päd­ago­gi­schen Fach­kräf­te füh­ren. Die da­durch be­ding­te Er­hö­hung des Be­triebs­kos­ten­zu­schus­ses müs­se bei der Haus­halts­pla­nung 2017 be­rück­sich­tigt wer­den. Ei­nig war sich das Gre­mi­um auch dar­über, die Ver­wal­tung zu be­auf­tra­gen, für die Ge­mein­de Kö­nigs­bach-St­ein so­wie die Jagd­ge­nos­sen­schaft Kö­nigs­bach-St­ein die An­wen­dung des Pa­ra­gra­fen 2b UStG durch Op­ti­ons­er­klä­rung ge­gen­über dem Fi­nanz­amt Pforz­heim auf den 1. Ja­nu­ar 2021 hin­aus­zu­schie­ben. Wie Ge­mein­de­käm­me­rer Man­fred Schlei­cher er­läu­ter­te, er­wei­se sich die Tat­sa­che als pro­ble­ma­tisch, dass in der ge­setz­li­chen Neu­re­ge­lung ei­ne gan­ze Rei­he von un­be­stimm­ten Be­griff­lich­kei­ten ver­wen­det wer­den, die we­der im Ge­setz selbst, noch in der Ge­set­zes­be­grün­dung hin­rei­chend deut­lich er­läu­tert wer­den. „Noch ist nicht klar, wel­che Be­rei­che der Ge­mein­de durch das neue Ge­setz um­satz­steu­er­pflich­tig wer­den.“

DIE AUF­RÄUM­AR­BEI­TEN nach dem Ju­ni-Hoch­was­ser in St­ein schla­gen sich auch auf den Was­ser­zäh­lern der Ge­schä­dig­ten nie­der. Die Ge­mein­de über­nimmt ei­nen Teil der Kos­ten. Archivfoto: Faul­ha­ber

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.