Rat plä­diert für güns­ti­ge­re Krei­sel-Gestal­tung

Ver­kehrs­in­sel vor dem Orts­aus­gang von Öschel­bronn be­kommt wohl nur ein klei­nes Wap­pen

Pforzheimer Kurier - - ENZKREIS -

Nie­fern-Öschel­bronn (ck). Der Nie­fern-Öschel­bron­ner Ge­mein­de­rat hat sich auf ei­ne Va­ri­an­te zur Gestal­tung des neu­en Kreis­ver­kehrs kurz vor dem Orts­aus­gang von Öschel­bronn in Rich­tung Wurm­berg ver­stän­digt. In der vor­an­ge­gan­ge­nen Sit­zung wa­ren – wie be­rich­tet – ers­te Gestal­tungs­va­ri­an­ten mit ei­nem Brun­nen als Mit­tel­punkt auf­grund der ho­hen Kos­ten durch­ge­fal­len. Land­schafts­ar­chi­tekt Vol­ker Bo­den leg­te jetzt zwei neue Va­ri­an­ten vor. Die zu ge­stal­ten­de run­de Flä­che hat ei­nen Durch­mes­ser von 15,5 Me­tern, was et­wa 190 Qua­drat­me­tern ent­spricht. Zu­sätz­lich gibt es in der Um­ge­bung des Kreis­ver­kehrs noch Au­ßen­flä­chen mit et­wa 160 Qua­drat­me­tern. Die ers­te Va­ri­an­te sieht ne­ben der um­rah­men­den Be­pflan­zung im We­sent­li­chen zwei un­ter­schied­lich gro­ße Wap­pen und drei Ster­nen­s­te­len als Ak­zent vor, so­wie ei­ne Schot­ter­flä­che aus gel­bem Ju­ras­tein. Da­für ver­an­schlag­te der Ar­chi­tekt Kos­ten in Hö­he von rund 74 500 Eu­ro. Die zwei­te Va­ri­an­te ent­hält ne­ben der Be­pflan­zung nur ein klei­ne­res Wap­pen und ist mit güns­ti­ge­rem Mu­schel­kalk ge­schot­tert. Da­für setz­te Bo­den rund 51 000 Eu­ro an. Für die Ne­ben­flä­chen kom­men in bei­den Va­ri­an­ten noch rund 29 000 Eu­ro hin­zu. „Die zwei­te Va­ri­an­te ist ein mi­ni­ma­lis­ti­sches Kon­zept, das sich von den Fol­ge­kos­ten her aber im Rah­men hält“, sag­te Bür­ger­meis­te­rin Bir­git Förs­ter. Ge­mein­de­rat Jür­gen Aydt (SPD) wies dar­auf hin, dass der Ver­kehr von Wurm­berg kom­mend, für Kin­der schwer zu se­hen ist, da für sie die Erd­auf­schüt­tung in der Kreis­mit­te nicht über­schau­bar ist. „Krei­sel sind über­höht, da­mit der Au­to­fah­rer nicht dar­über se­hen kann und ein­fach durch­rauscht“, er­klär­te Orts­bau­meis­ter Franz-Jo­sef Mül­ler. „Wenn wir ihn noch fla­cher ma­chen, er­hö­hen wir da­mit die Ge­schwin­dig­keit und es wird noch ge­fähr­li­cher“, er­gänz­te Förs­ter. Ge­mein­de­rat Hei­ko Rol­ler (FW/FDP) er­klär­te, dass sich die Si­tua­ti­on durch den Bau des Kreis­ver­kehrs we­sent­lich ver­bes­sert ha­be. Schließ­lich wer­den die Fuß­gän­ger auf dem Weg zur Steig­hal­le bes­ser ge­lenkt und es steht au­ßer­dem ei­ne Ver­kehrs­in­sel zwi­schen den Fahrt­rich­tun­gen zur Ver­fü­gung.

Es kam noch der Vor­schlag auf, das Wap­pen in der zwei­ten Va­ri­an­te grö­ßer zu gestal­ten. Förs­ter merk­te da­zu al­ler­dings an, dass die­ses we­sent­lich teu­rer sei. Sie plä­dier­te eher da­für, es klein zu hal­ten und in ei­ni­gen Jah­ren even­tu­ell über die Gestal­tung mit ei­nem Kunst­werk nach­zu­den­ken. Das Gre­mi­um ei­nig­te sich dar­auf die güns­ti­ge­re Va­ri­an­te aus­zu­ar­bei­ten. Zwei Ge­mein­de­rä­te ent­hiel­ten sich. Ent­spre­chen­de Mit­tel sol­len in den Haus­halt für das Jahr 2017 ein­ge­stellt wer­den.

Foto: Ti­lo Kel­ler

DIE GESTAL­TUNG des Kreis­ver­kehrs an der Wurm­ber­ger Stra­ße wird schon län­ger dis­ku­tiert. Der Ge­mein­de­rat spricht sich für die klei­ne Va­ri­an­te aus.

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