Hin­ter­grund

Pforzheimer Kurier - - ZEITGESCHEHEN -

Bis ins Jahr 2006 gab der deut­sche Staat bis zu 11,4 Mil­li­ar­den Eu­ro im Jahr für die Ei­gen­heim­zu­la­ge aus. Da­nach wur­de die Sub­ven­ti­on für selbst­ge­nutz­tes Wohn­ei­gen­tum er­satz­los ge­stri­chen. Doch auch oh­ne den staat­li­chen Zu­schuss gibt es noch heu­te ei­ni­ge be­kann­te und vie­le we­ni­ger be­kann­te Mög­lich­kei­ten, den Bau ei­nes Hau­ses oder den Kauf ei­ner Ei­gen­tums­woh­nung för­dern zu las­sen. Die wich­tigs­ten sind im Fol­gen­den auf­ge­führt: • KfW-För­de­rung: „Die güns­ti­gen Kre­di­te der KfW-Bank las­sen sich leicht in die Bau­fi­nan­zie­rung ein­bin­den“, sagt Chris­ti­ne Heid­mann von der „Ak­ti­on Pro Ei­gen­heim“. Wer neu baut und sich für ein Ener­gie­spar­haus nach KfW-Stan­dards ent­schei­det, er­hal­te zum Bei­spiel aus dem Pro­gramm „Ener­gie­ef­fi­zi­ent Bau­en“ei­nen zins­güns­ti­gen Kre­dit. Da­mit kom­bi­nie­ren lässt sich die För­de­rung aus dem KfWWohn­ei­gen­tums­pro­gramm. Zu­sam­men sind so bis zu 150 000 Eu­ro För­der­kre­dit für das Ei­gen­heim drin, „ei­ne so­li­de Ba­sis für die Bau­fi­nan­zie­rung“, fin­det Heid­mann. • För­de­rung durch die Län­der: „Ob güns­ti­ges Dar­le­hen für den Haus­bau oder Zu­schuss – Bau­her­ren auf dem Weg ins Ei­gen­heim soll­ten un­be­dingt auch die För­der­an­ge­bo­te ih­res Bun­des­lan­des prü­fen“, rät Heid­mann. Die Bun­des­län­der ver­ge­ben ih­re För­der­mit­tel meis­tens über die Lan­des­bank oder die Lan­des­treu­hand­stel­le. • Wei­te­re För­der­mit­tel: Ver­güns­ti­gun­gen beim Grund­stücks­kauf, Zu­schüs­se und Dar­le­hen – „Bau­geld vom Bür­ger­meis­ter“kann sich für Bau­her­ren be­zahlt ma­chen. Vie­le Städ­te und Ge­mein­den un­ter­stüt­zen jun­ge Fa­mi­li­en mit ei­ner För­de­rung beim Haus­bau. Ne­ben die­sen drei grö­ße­ren staat­li­chen An­lauf­stel­len für ei­ne Bau­för­de­rung gibt es noch zahl­rei­che För­de­run­gen in der „Ni­sche“: Ob Erb­bau­rech­te der Kir­chen, ein Dar­le­hen vom Ar­beit­ge­ber oder Bau­geld von Ver­wand­ten hel­fen da­bei, das nö­ti­ge Ei­gen­ka­pi­tal zu­sam­men­zu­brin­gen. • Wohn­ries­ter und Woh­nungs­bau­prä­mie: Das in ei­nem Wohn­ries­terVer­trag an­ge­spar­te Geld kann kom­plett ent­nom­men und in den Haus­bau oder Haus­kauf in­ves­tiert wer­den. Al­ter­na­tiv kön­nen die Ries­terZu­la­gen in die Til­gung ei­nes lau­fen­den Im­mo­bi­li­en­kre­dits flie­ßen. Wei­ter­hin för­dert der Staat mit der Woh­nungs­bau­prä­mie. Ge­för­dert wer­den Bei­trä­ge an Bau­spar­kas­sen, der Er­werb von Ge­nos­sen­schafts­an­tei­len und Bei­trä­ge für Spar­ver­trä­ge für den Bau oder Er­werb von Wohn­ei­gen­tum. Für die För­de­rung darf die Ein­kom­mens­höchst­gren­ze von 25 600 Eu­ro für Al­lein­ste­hen­de und 51 200 Eu­ro für Ehe­paa­re nicht über­schrit­ten wer­den. maw

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