Nicht lus­tig

Pforzheimer Kurier - - POLITIK -

Ein Mit­ar­bei­ter des Ver­fas­sungs­schut­zes wur­de als Is­la­mist ent­tarnt. Da­zu die fol­gen­den Kom­men­tar­aus­zü­ge:

Für Re­gis­seur Hel­mut Dietl wä­re es ver­mut­lich der will­kom­me­ne Stoff zu ei­ner herz­haf­ten und zu­gleich bei­ßen­den Sa­ti­re ge­we­sen, Ar­beits­ti­tel „Al­la­hu Ak­bar. Ein Is­la­mist beim Ver­fas­sungs­schutz“. Dass sich tat­säch­lich ein re­li­gi­ös mo­ti­vier­ter Fa­na­ti­ker beim deut­schen In­lands­ge­heim­dienst ein­schlei­chen konn­te, ist al­ler­dings nicht lus­tig. Of­fen­kun­dig ha­ben die Prüf­me­cha­nis­men für die­sen sehr spe­zi­el­len Ar­beits­platz ver­sagt. Das La­chen bleibt ei­nem im Hal­se ste­cken. Köl­ner Stadt-An­zei­ger

Es gibt wahr­haft selt­sa­me Din­ge in die­sen Zei­ten. Da ar­bei­ten „Reichs­bür­ger“, die den Staat ab­leh­nen, bei der Po­li­zei und Is­la­mis­ten für den Ver­fas­sungs­schutz. Na­tür­lich gab es schon Spio­ne, als Deutsch­land noch ge­teilt war und im Zen­trum des Kal­ten Krie­ges stand. Doch die Fron­ten ver­lie­fen über­sicht­lich. Heu­te ist das an­ders, heu­te herrscht Un­über­sicht­lich­keit. Ei­ne Or­ga­ni­sa­ti­on wie der Ver­fas­sungs­schutz muss sich mit ei­ner Viel­zahl un­ter­schied­li­cher Her­aus­for­de­run­gen be­schäf­ti­gen und ist im Ge­gen­zug na­tür­lich auch Ziel. Nicht nur von Spio­nen aus­län­di­scher Mäch­te, son­dern auch von Is­la­mis­ten und Rechts­ra­di­ka­len.

Mär­ki­sche Oder­zei­tung

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.