Orals Geg­ner sind Fürth und die Ge­duld

KSC-Trai­ner braucht drin­gend ei­nen Er­folg

Pforzheimer Kurier - - SPORT - Von un­se­rem Re­dak­ti­ons­mit­glied Re­né Dan­kert GE­SETZT: An­grei­fer Di­mi­tris Dia­man­ta­kos. Fo­to: GES

Karlsruhe. Es steht nicht mehr, aber auch nicht we­ni­ger auf die­sem Spiel als in all je­nen da­vor: Drei Punk­te wer­den der Preis für den Ge­win­ner sein, soll­te das Zweit­li­ga-Tref­fen des Karls­ru­her SC mit der Spvgg Greu­ther Fürth am Abend (18.30 Uhr) im Wild­park­sta­di­on tat­säch­lich ei­nen her­vor­brin­gen. Das Team des gast­ge­ben­den Li­ga-15. braucht den op­ti­ma­len sta­tis­ti­schen Mehr­wert da­bei noch et­was drin­gen­der als die zwei Plät­ze bes­ser po­si­tio­nier­ten Klee­blät­ter, die 17 Zäh­ler und da­mit fünf mehr als die Heim­elf auf ihr Kon­to ge­kle­ckert ha­ben.

Für den KSC-Ka­pi­tän Dirk Or­lis­hau­sen geht es im Flut­licht-Match auch um die Fra­ge der Glaub­wür­dig­keit. „Es ist ein emi­nent wich­ti­ges Spiel für uns, in dem wir zu zei­gen ha­ben, dass wir nicht nur Phra­sen dre­schen“, sag­te der Tor­wart. Das 0:0 in Lau­tern soll da­nach „nicht als klei­nes Leuch­ten“wahr­ge­nom­men wer­den, son­dern als er­in­ne­rungs­wür­di­ge Etap­pe auf dem Weg ei­ner ver­meint­li­chen Bes­se­rung. Da­zu brau­chen die Blau-Wei­ßen ge­gen die mit star­ken Of­fen­siv­spie­lern be­stück­te Trup­pe des Ru­then­beck-Nach­fol­gers Ja­nos Ra­do­ki, des­sen Ein­stand ge­gen Bie­le­feld (2:1) glück­te, so ei­ni­ges: Die glei­che Zwei­kampf­in­ten­si­tät wie im Süd­west-Der­by – und bes­ten­falls pro­ba­te­re Plä­ne für ihr of­fen­si­ves Ge­trie­be, in dem Di­mi­tris Dia­man­ta­kos als Spit­ze ge­setzt sein dürf­te.

To­mas Oral wä­re der Ers­te, der Or­lis­hau­sens For­de­run­gen un­ter­schreibt. Ein Trai­ner par­tout oh­ne Er­folg ist ir­gend­wann nur noch ein Trai­ner oh­ne Ar­gu­men­te. Man muss­te nicht ein­mal zwi­schen den Zei­len hö­ren, dass Oral den Zeit­geist an sei­nem Ar­beits­platz ein­zu­schät­zen weiß. „Im Mo­ment ist un­ser Geg­ner ein biss­chen die Ge­duld“, war ein Satz, den er ges­tern fal­len ließ. Oral ahnt, dass er drin­gend Er­geb­nis­se braucht – im Prin­zip auch al­le drei Punk­te ge­gen Fürth.

Das vor­letz­te Heim­spiel des Jah­res dürf­te Oral in et­wa in dem tak­ti­schen und per­so­nel­len Mus­ter an­ge­hen wie er das auf dem Bet­zen­berg ge­tan hat­te. Nur der ge­sperr­te Mo­ritz Stop­pel­kamp ist da­bei aus­zu­klam­mern. Für ihn könn­te En­ri­co Va­len­ti­ni in die Start­elf rü­cken, was be­dingt, dass er sei­nen Wie­der­ein­stieg ins Te­am­trai­ning gut ver­kraf­tet hat. Oral selbst ließ wie ge­habt al­les of­fen. Dass er sich von nie­man­dem ger­ne in die Kar­ten schau­en lässt, weiß man hier ja längst. Der Sicht­schutz­zaun am Trai­nings­platz, er er­füllt nun­mehr den von ihm ge­wünsch­ten Zweck, näm­lich Spä­her an­de­rer Clubs recht­zei­tig zu ent­de­cken. Mit Ma­rin Sver­ko (18) und Mat­thi­as Ba­der (19) ist auf den Au­ßen­po­si­tio­nen in der Vie­rer­ket­te am Abend beim KSC eben­so wie­der von Be­ginn an zu rech­nen wie mit dem Rou­ti­nier Mar­tin Stoll ne­ben Bjar­ne Tho­el­ke in der In­nen­ver­tei­di­gung. Von der Ab­ge­klärt­heit des 33 Jah­re al­ten Stoll hät­te man beim FCK pro­fi­tiert, gab Oral zu.

Burk­hard Reich wird als Te­am­ma­na­ger von sei­nen Auf­ga­ben ent­bun­den blei­ben. Die Fol­gen des Zer­würf­nis­ses, das in Lau­tern da­rin gip­fel­te, dass Oral den Ex-Pro­fi aus dem Team-Um­feld ver­wies, sind noch ak­tu­ell. „Wir be­las­sen das jetzt mal wie in Kai­sers­lau­tern“, ver­füg­te Oral. Die An­ge­le­gen­heit wer­de im Win­ter in ei­nem „Ge­spräch un­ter sechs Au­gen“ge­klärt, kün­dig­te der neue Sport­di­rek­tor Oli­ver Kreu­zer an.

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