Mit Speed am Start

Trio pro­biert es wie­der

Pforzheimer Kurier - - SPORT -

Val d‘Isè­re/La­ke Loui­se (dpa). Drei Ski-Wo­che­n­en­den lang muss­ten die deut­schen Speed-Fah­rer ih­ren Kol­le­gen beim Schlän­geln durch die Tor­stan­gen zu­se­hen – nun geht auch in den schnel­len Al­pin-Dis­zi­pli­nen die Sai­son los. So­wohl beim ers­ten Su­per-G der Män­ner am heu­ti­gen Frei­tag in Val d‘Isè­re (12 Uhr) als auch der Frau­en-Ab­fahrt in La­ke Loui­se (20.30 Uhr/MEZ) ste­hen im Team Re­kon­va­les­zen­ten im Fo­kus.

Vik­to­ria Re­bens­burg (27): Zwölf­mal fuhr die Kreu­the­rin in den ver­gan­ge­nen zwei Win­tern in die Ab­fahrt-Top-Ten bei Welt­cups und WM, elf­mal ge­lang ihr das im Su­per-G – ein Speed-Sieg schien nur ei­ne Fra­ge der Zeit. Dann aber ver­letz­te sich die Rie­sen­sla­lom-Olym­pia­sie­ge­rin von 2010 vor dem Sai­son­start am Schien­bein­kopf und stieg nach wo­chen­lan­ger Re­ha erst zu­letzt wie­der in das Rie­sen­tor­lauf-Trai­ning ein. Beim Come­back am ver­gan­ge­nen Wo­che­n­en­de in Kil­ling­ton wur­de sie 19. „Jetzt heißt es für mich, mög­lichst schnell den Wech­sel auf die Speed­ski zu be­werk­stel­li­gen“, sag­te Re­bens­burg.

To­bi­as Ste­chert (31): Der Rou­ti­nier galt lan­ge als gro­ßer Hoff­nungs­trä­ger im Speed-Team, wur­de von Ver­let­zun­gen aber im­mer wie­der zu­rück­ge­wor­fen. Sein letz­tes Welt­cup-Ren­nen be­stritt er im Ja­nu­ar 2015 in Wen­gen mit Platz sie­ben, ehe er auf der Kitz­büh­ler Streif ei­ne Kno­chen­ab­split­te­rung er­litt und seit­dem kei­nen Welt­cup mehr ab­sol­vier­te. Die Sai­son 2015/16 ließ er nach der ins­ge­samt sechs­ten Knie-OP im Au­gust 2015 kom­plett aus, auch um sich kei­nen Druck für das Come­back zu ma­chen. Das steht nun an. „Mich freut es für den Ste­chert To­bi, dem kein Arzt ir­gend­ei­ne Chan­ce ge­ge­ben hat zu­rück­zu­kom­men, dass es ihm so gut geht“, sag­te Bun­des­trai­ner Ma­thi­as Bert­hold. Seit sei­nem De­büt in Val d‘Isè­re im Ja­nu­ar 2007 bringt es Ste­chert auf nur 45 Welt­cup­Starts.

Jo­sef Ferstl (27): In Ab­we­sen­heit von Ste­chert schien Ferstl im Win­ter 2015/16 drauf und dran, bis in die Welt­spit­ze vor­zu­rü­cken. Er ver­kör­per­te die Hoff­nung auf den ers­ten Po­de­strang der deut­schen Män­ner in ei­nem Speed-Ren­nen seit Ste­phan Kepp­lers zwei­tem Platz 2010 beim Su­per-G in Grö­den. Dann aber riss beim Sohn des zwei­ma­li­gen Kitz­bü­hel-Sie­gers Sepp Ferstl im Ab­fahrts­trai­ning in San­ta Ca­te­ri­na das Kreuz­band. We­ni­ge Ta­ge da­vor hat­te er ei­nen viel­ver­spre­chen­den zehn­ten Rang in der Ab­fahrt in Grö­den und da­mit den drit­ten Top-Ten-Platz sei­ner Kar­rie­re er­reicht.

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