Ge­burt an Hei­lig­abend

Pforzheimer Kurier - - ENZKREIS -

Das wa­ren mei­ne denk­wür­digs­ten Weih­nachts­fes­te:

Zwei be­mer­kens­wer­te Er­eig­nis­se zu Weih­nach­ten sind Rein­hold Auer aus Ham­berg in Er­in­ne­rung ge­blie­ben: Der 69-Jäh­ri­ge ist ei­ner der bei­den dienst­äl­tes­ten Ge­mein­de­rä­te mit 41 Jah­ren im Neu­hau­se­ner Gre­mi­um ne­ben Gün­ter Holz­hau­er mit ge­nau­so vie­len Di­enst­jah­ren. Am 31. Ok­to­ber 1987 starb sei­ne Mut­ter mit 59 Jah­ren. Das über­schat­te­te auch das Weih­nachts­fest, das erst­mals oh­ne sie ge­fei­ert wer­den muss­te. Zehn Jah­re spä­ter dann kam die En­ke­lin Nad­ja an Hei­lig­abend zur Welt. „Weih­nach­ten ist bei uns seit je­her ein Fa­mi­li­en­fest“, er­zählt Auer. Die Fa­mi­lie trifft sich meist beim Ehe­paar Auer und fei­ert zu­sam­men. Am frü­hen Nach­mit­tag wird der Ge­burts­tag von Nad­ja ge­fei­ert und dann am Abend das Weih­nachts­fest. Wenn die Christ­met­te in Ham­berg statt­fin­det, wird auch die be­sucht, mit al­len zu­sam­men. Weil die El­tern von Rein­hold Auer aus dem frü­he­ren Ju­go­sla­wi­en stam­men, gibt es an Hei­lig­abend die „Kol­baß“, das ist ei­ne un­ga­risch-ju­go­sla­wi­sche Pa­pri­ka-Brat­wurst. Schon rich­tig def­tig. Da­zu kommt Meer­ret­tich. „Die En­kel ha­ben sich im­mer amü­siert, wenn der Opa beim Meer­ret­tich­ras­peln Trä­nen in den Au­gen hat­te“, er­zählt Auer.

Rein­hold Auer er­in­nert sich noch ger­ne, als er im Ur­laub in Süd­ti­rol über Weih­nach­ten von der Mit­ter­nachts­mes­se zu sei­ner Un­ter­kunft lief und der Schnee un­ter den Schu­hen knirsch­te. Das war für ihn ein Ge­fühl von wirk­li­cher Weih­nacht.

Mit Rein­hold Auer, Mit­glied im Neu­hau­se­ner Ge­mein­de­rat, sprach Heinz Rich­ter.

REIN­HOLD AUER ver­bin­det Weih­nach­ten mit zwei be­son­de­ren Er­eig­nis­sen. Fo­to: Rich­ter

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