Bot­schaf­ter aus In­di­en

Pforzheimer Kurier - - ENZKREIS - Gu­ri­jt Singh Von un­se­rer Mit­ar­bei­te­rin Su­san­ne Roth

Schöm­berg (PK). Drei Ta­ge wird der in­di­sche Bot­schaf­ter Gu­ri­jt Singh (Fo­to: PK) in den ers­ten De­zem­ber­ta­gen den Nord­schwarz­wald be­su­chen. Das teilt der Par­la­men­ta­ri­sche Staats­se­kre­tär und CDU-Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te Hans-Joa­chim Fuch­tel mit.

In Schöm­berg wird Sei­ne Ex­zel­lenz am Sonn­tag, 4. De­zem­ber, ab 11 Uhr die Gr­ab­stät­te von Nitin­dra Nuth Gun­gu­ly, En­kel des be­rühm­ten ben­ga­li­schen Phi­lo­so­phen und No­bel­preis­trä­gers Ra­bin­dra­nath Ta­go­re, be­su­chen, der 1932 wäh­rend ei­nes Re­ha­bi­li­ta­ti­ons­auf­ent­hal­tes in Schöm­berg ver­stor­ben ist. An­schlie­ßend be­sucht der Bot­schaf­ter den Weih­nachts­markt von Schöm­berg und den Baum­wip­fel­pfad bei Bad Wild­bad. Im Mit­tel­punkt steht ab Frei­tag der Kon­takt zur hei­mi­schen Wirt­schaft. Der Spit­zen­di­plo­mat wird auf Ein­la­dung der Spar­kas­se Pforz­heim Calw vor Un­ter­neh­mern und Füh­rungs­kräf­ten in de­ren Ge­schäfts­räu­men in Calw spre­chen. „In­di­en wird 2025 das be­völ­ke­rungs­reichs­te Land der Er­de sein“, be­tont Fuch­tel, „die be­reits be­ste­hen­den Kon­tak­te in wirt­schaft­li­cher und kul­tu­rel­ler Hin­sicht müs­sen des­halb aus­ge­baut und ver­tieft wer­den. Ich freue mich, dass der in­di­sche Bot­schaf­ter mei­ne Ein­la­dung an­ge­nom­men hat und drei Ta­ge bleibt.“

Enz­kreis/Pforz­heim. So viel ver­steht der Laie dann auch: Es han­delt sich um ra­san­te Ge­fähr­te, die mit Hil­fe ei­nes klu­gen Kop­fes noch strom­li­ni­en­för­mi­ger die Na­se samt Fah­rer vorn ha­ben sol­len. Da­für hat der jun­ge Mann sein Stu­di­um des Ma­schi­nen­baus und der Pro­duk­ti­ons­ent­wick­lung an der Hoch­schu­le Pforz­heim nicht gera­de ver­nach­läs­sigt, aber doch et­was aus­ge­dehnt und sich in sei­nen Ne­ben­job bei Por­sche ver­tieft. Hat sich trotz­dem ge­lohnt, denn für sei­ne Simulation „strö­mungs­in­du­zier­ter Schwin­gun­gen“in Zu­sam­men­hang mit Lüf­tungs­git­tern – so sei­ne Ba­che­lor-The­sis in ver­kürz­ter Form – nimmt der in­zwi­schen pro­mo­vie­ren­de Chris­ti­an Rom­mel­fan­g­er aus Kus­ter­din­gen-Wank­heim

Pforz­hei­mer un­ter Preis­trä­gern

am Mitt­woch den zum ers­ten Mal im Rah­men ei­nes Sti­pen­di­ums vom Ro­ta­ry Club Mühl­acker-Enz­kreis aus­ge­lob­ten Tech­nik­preis ent­ge­gen – und da­mit ei­nen Scheck in Hö­he von 3 000 Eu­ro. „Das macht Spaß, sol­che Stu­den­ten for­dert und för­dert man ger­ne“, so Pro­fes­sor Her­bert Em­me­rich in sei­ner Lau­da­tio. In die­ser zeich­net er das Bild ei­nes Spät­zün­ders nach, der auf dem zwei­ten Bil­dungs­weg zum In­ge­nieur­we­sen fin­det und bei der Bun­des­wehr nach der hö­he­ren Ma­the­ma­tik strebt. Bei der Renn­schmie­de der Hoch­schu­le, die je­des Jahr in­ter­na­tio­nal mit ei­nem in Ei­gen­re­gie ent­wi­ckel­ten „Ra­ser“geht, at­met er nicht nur ben­zin­ge­tränk­te Luft ein, son­dern leckt Tech­ni­kBlut und wird bald Team­lei­ter im Be­reich „Fahr­werk“. Was Chris­ti­an Rom­mel­fan­g­er dann macht, steht laut Em­me­rich nicht im Cur­ri­cu­lum: Er eig­net sich au­to­di­dak­tisch un­ter an­de­rem kom­ple­xe The­men wie Strö­mungs­me­cha­nik und Wär­me­über­tra­gung an, geht Kühl­sys­te­men auf den Grund und ana­ly­siert Ther­mo­dy­na­mik.

Klaus Not­ter, im Vor­stand des Ro­ta­ry Club zu­stän­dig für den Ju­gend­dienst, freut sich, dass sein Vor­schlag des Tech­nik­prei­ses auf frucht­ba­ren Bo­den ge­fal­len ist und nun im Wech­sel mit ei­ner „mu­si­ka­li­schen“Preis­ver­lei­hung al­le zwei Jah­re in­no­va­ti­ve Ide­en und Ide­en­ge­ber im Be­reich Tech­nik un­ter­stützt.

Er stellt au­ßer­dem die bei­den an­de­ren Preis­trä­ger vor, die sich den zwei­ten Platz und da­mit ins­ge­samt 2 000 Eu­ro tei­len: Der Mer­ke­ner Ar­tur Fleisch­hau­er ist Ver­suchs­in­ge­nieur bei der Pforz­hei­mer Fir­ma Wit­zen­mann und hat sich den zwei­ten Platz da­mit ver­dient, in­dem er ein Ver­fah­ren zur Un­ter­su­chung des Reib­ver­schlei­ßes bei er­höh­ten Tem­pe­ra­tu­ren ent­wi­ckel­te. Ei­ne Kon­struk­ti­on, die ne­ben den Rohr-Ofen ge­scho­ben ei­nen Prüf­stand dar­stellt und ex­ak­te Reib­wer­te er­mit­telt. Nun ist es an der Rei­he der nächs­ten Stu­den­ten­ge­ne­ra­ti­on, die Ver­suchs­rei­hen zu star­ten. Wei­te­rer In­ha­ber des zwei­ten Plat­zes ist der Pforz­hei­mer Stef­fen Mei­nin­ger, der das tech­no­lo­gi­sche Po­ten­zi­al hin­sicht­lich In­dus­trie 4.0 für Wit­zen­mann er­kun­det hat. Die glei­chen Ma­schi­nen tei­len sich, so er­klärt es Klaus Not­ter, die Ar­beit in klei­nen Ein­hei­ten auf und nun geht es dar­um, den Pro­zess zwi­schen den ver­netz­ten Ein­hei­ten zu op­ti­mie­ren.

Für Ro­ta­ry-Prä­si­dent Fritz Schä­fer ist die Preis­ver­lei­hung ein wei­te­rer Be­weis, dass Deutsch­land nicht nur ein „Land der Dich­ter und Den­ker“ist, son­dern auch ei­nes der Tüft­ler und Er­fin­der. „Bil­dung und In­no­va­ti­on“sind sei­ner Mei­nung nach der Treib­stoff, der Wirt­schaft und Ge­sell­schaft vor­an­bringt.

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