Karls­ru­he hat das Wort

Pforzheimer Kurier - - POLITIK -

Han­no­ver/Karls­ru­he (dpa). Das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt soll die Hö­he der Kin­der­frei­be­trä­ge für Steu­er­zah­ler über­prü­fen. Das hat das nie­der­säch­si­sche Fi­nanz­ge­richt in Han­no­ver ent­schie­den.

Das Ge­richt hält die Hö­he und die Be­rech­nung der Kin­der­frei­be­trä­ge durch die Bun­des­re­gie­rung für ver­fas­sungs­wid­rig. „Das Ver­fah­ren wird aus­ge­setzt und dem Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt zur Ent­schei­dung vor­ge­legt“, sag­te Rich­te­rin

Kin­der­frei­be­trag auf dem Prüf­stand

Geor­gia Gas­card. Das Ge­richt mach­te sich da­mit die Auf­fas­sung der Steu­er­be­ra­te­rin Rei­na Be­cker (54) zu ei­gen, die die Kla­ge ein­ge­reicht hat­te. Be­cker äu­ßer­te sich nach der Sit­zung er­leich­tert. „Das ist in der Tat ein Mei­len­stein“, sag­te die Klä­ge­rin. „Wir ha­ben schon früh ge­spürt, dass das Ge­richt in die­ser Fra­ge nicht mau­ert.“Die ver­wit­we­te Mut­ter von zwei Töch­tern hat­te ge­gen ei­nen aus ih­rer Sicht zu nied­ri­gen Kin­der­frei­be­trag im Jahr 2014 ge­klagt. Ihr sei­en da­durch meh­re­re hun­dert Eu­ro an Steu­er­ver­güns­ti­gun­gen ent­gan­gen. Das Fi­nanz­ge­richt stimm­te ihr zu: Die Bun­des­re­gie­rung sei ih­ren ei­ge­nen An­kün­di­gun­gen nicht nach­ge­kom­men und ha­be den Kin­der­frei­be­trag 2014 zu nied­rig an­ge­setzt, hieß es. Dar­über hin­aus stell­te das Ge­richt gleich die ge­sam­te Be­rech­nung des Kin­der­frei­be­trags in Fra­ge.

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