Drang nach Karls­ru­he

Pforzheimer Kurier - - KARLSRUHE -

Um das Pro­blem ein­zu­ord­nen, ist der Ver­weis auf Po­si­ti­ves not­wen­dig: Karls­ru­he boomt, die Ar­beits­lo­sig­keit ist nied­rig, der Zu­zug da­mit hoch. Kommt hin­zu, dass die Mi­gra­ti­ons­be­we­gun­gen nach Deutsch­land vor al­lem auf die Boom­re­gio­nen ge­zielt sind, al­so auch nach Karls­ru­he. Da­mit ent­steht auf die­ser „In­sel der Se­li­gen“aber ein rie­si­ges Pro­blem: Die Woh­nungs­not. Der un­ge­brems­te Drang nach Karls­ru­he sorgt da­für, dass der Platz nicht mehr reicht. Dies be­kom­men am schmerz­haf­tes­ten je­ne zu spü­ren, die fi­nan­zi­ell nicht so ge­seg­net sind. Je­ne ha­ben na­he­zu kei­ne Chan­cen mehr am frei­en Woh­nungs­markt. Aber selbst wer an­stän­dig oder rich­tig gut ver­dient, tut sich schwer, in Karls­ru­he et­was Ge­eig­ne­tes zu fin­den.

Die Prei­se et­wa für Bau­grund­stü­cke stei­gen ex­or­bi­tant, in be­son­ders gu­ten La­gen über­sprin­gen sie in Karls­ru­he lo­cker 1 000 Eu­ro pro Qua­drat­me­ter. Zur Ei­n­ord­nung: Es gibt Ge­gen­den in Deutsch­land, da be­kommt man den Qua­drat­me­ter für zehn Eu­ro förm­lich nach­ge­schmis­sen. Wenn ein Bau­trä­ger in Karls­ru­he et­was bau­en will, sind die Woh­nun­gen oder Häu­ser im Grun­de be­reits ver­kauft, be­vor der ers­te Bag­ger rollt. Der letz­te Schup­pen geht weg für sehr gu­tes Geld, ein­hei­mi­sche

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