Ner­ven­kit­zel und be­zau­bern­de Akro­ba­tik

„Nacht der Emo­tio­nen“be­geis­tert die Zu­schau­er

Pforzheimer Kurier - - PFORZHEIM - Von un­se­rem Mit­ar­bei­ter Jür­gen Pe­che

Die Leich­tig­keit des Seins, Ner­ven­kit­zel, Ro­man­tik – vie­ler­lei Ge­füh­le weck­te die „Spar­kas­se-SWP-Nacht der Emo­tio­nen“am Don­ners­tag­abend in der Ber­tha-Benz-Hal­le. Die Mi­schung be­stand aus Va­rie­té und Sport, in ei­ner glän­zen­den Cho­reo­gra­fie zu ei­nem Ge­samt­kunst­werk ver­bun­den.

Die vom KTV Strau­ben­hardt und der Eventagen­tur Stu­dio 9 in Bir­ken­feld or­ga­ni­sier­te Show war ge­spickt mit Spit­zen­ath­le­ten wie Mar­cel Nguy­en und Andre­as Brett­schnei­der und Welt­klas­se­stars aus der Ma­ne­ge, wie et­wa die Cat­wall Acro­bats, die schon im re­nom­mier­ten Cir­que du So­leil auf­tra­ten und mit ih­rer Num­mer „The Wall“den glän­zen­den Schluss­punkt setz­ten.

„Ro­beat“ist am­tie­ren­der Beat­bo­xer und ver­schlug den Zu­hö­rern die Spra­che bei sei­ner Mund­a­kro­ba­tik, mit der er als „Run­ning Gag“durch den Abend führ­te, be­gin­nend als star­ten­des Au­to mit grol­len­dem Mo­tor, um als kom­plet­te Rhythm-Sec­tion fast or­ches­tra­len Sound zu ent­fa­chen. Als Ani­ma­teur brach­te „Ro­beat“die Hal­le im­mer wie­der zum Mit­klat­schen. Re­gel­recht ins Pro­gramm ka­ta­pul­tiert wur­den die Zu­schau­er nach dem Po­wer­dance von „Tripp­le Ener­gy“schon beim ers­ten Auf­tritt der Cat­wall Acro­bats mit „Fly“, die nach dra­ma­ti­scher Stil­le wah­re To­des­sprün­ge mit zwei­ein­halb­fa­chem Sal­to rück­wärts von der Wip­pe voll­brach­ten. Pfif­fe der An­er­ken­nung lock­ten auch die drei Da­men vom Team Aa­len her­vor, die kraft­voll wie an­mu­tig mensch­li­che Py­ra­mi­den bau­ten, um dann, ganz in weiß, zu Opern­ari­en ei­ne Tanz­show mit Rei­fen und Bän­dern aufs Par­kett zu zau­bern. Hier zeig­te sich die ge­lun­ge­ne Licht­in­sze­nie­rung in der Hal­le.

Das Duo Ze­bra war ei­nes die­ser eher sanf­ten, be­zau­bern­den Num­mern, die mit dem Seil Fi­gu­ren in die Luft mal­ten. Noch me­di­ta­ti­ver ging es dann bei Ale­na Er­scho­va und ih­rer Welt­klas­se-Kon­tor­si­on zu. Die­ses schlan­gen­glei­che Win­den um ima­gi­nä­re Kör­pe­r­ach­sen mit ei­ner schwe­re­lo­sen Äs­t­he­tik schlug die Zu­schau­er in den Bann. Die Dra­ma­tur­gie setz­te ei­nen Kon­tra­punkt mit der Reck­show der KTV-Strau­ben­hardt. Dann, ganz ernst, KTV-Tur­ner Andre­as Brett­schnei­der, der ei­ne rich­ti­ge Reck­übung hin­leg­te, wäh­rend Mar­cel Nguy­en zwar bom­bas­tisch ar­ran­giert ein­mar­schier­te, dann aber in ei­nem nicht mal ein­mi­nü­ti­gen Showauf­tritt am Bar­ren sein Kön­nen nur auf­blit­zen ließ. Hu­go No­el de­mons­trier­te mit sei­nem Rie­sen­rei­fen, wie Mensch und Ob­jekt ge­ra­de­zu ver­schmel­zen und ei­ne Ein­heit bil­den. Im Kon­trast stampf­ten dann „Star Bars“samt Darth Va­der in ei­ner Star Wars-Par­odie in die Hal­le, leg­te der bein­ge­lähm­te Stix mit sei­nen Krü­cken ei­ne fas­zi­nie­ren­de Break­dance-Show hin, um Platz zu ma­chen für At­lan­tis und „Wa­ter­world“– ei­nen Tanz vol­ler Kör­per­be­herr­schung und Fan­ta­sie.

Beat­bo­xer wird zum „Run­ning Gag“

Fo­to: pec

EI­NEN PO­WER­DANCE zeig­te die Grup­pe „Tripp­le Ener­gy“bei der Nacht der Emo­tio­nen in der Ber­tha-Benz-Hal­le.

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