„Das ist ein ein­ma­li­ges Mo­dell“

Geld von der „Dr. Jörg Krieg-Stif­tung“für Ca­ri­tas­ver­band und Kreis­se­nio­ren­rat

Pforzheimer Kurier - - PFORZHEIM - Von un­se­rer Mit­ar­bei­te­rin Su­san­ne Roth

Dass die Ca­ri­tas die Not ih­rer Fa­mi­lie nach dem Zwei­ten Welt­krieg ge­lin­dert hat, das hat Do­ro­thea Krieg nicht ver­ges­sen. Im ver­gan­ge­nen Jahr grün­de­te sie des­halb in Er­in­ne­rung an ih­ren Mann Jörg R. Krieg – von 1947 bis 1952 eh­ren­amt­li­cher Stadt­rat in Pforz­heim – die „Dr. Jörg Krieg Stif­tung“, treu­hän­de­risch ver­wal­tet bei der Ca­ri­tas Pforz­heim. „Das ist ein ein­ma­li­ges Mo­dell“, wie Frank-Jo­han­nes Lem­ke fin­det, Ca­ri­tas­di­rek­tor und Stif­tungs­rat.

Die­se ist auch in ers­ter Li­nie Nutz­nie­ße­rin der Aus­schüt­tun­gen, wie es der Wunsch der Fa­mi­lie Krieg war und ist. Be­reits im ver­gan­ge­nen Jahr wur­den 20 000 Eu­ro aus­ge­schüt­tet.

Auf­grund der ne­ga­ti­ven Zins­ent­wick­lung fließt in die­sem Jahr et­was we­ni­ger: Ges­tern wur­den in den Räu­men der Ca­ri­tas 9 000 Eu­ro sym­bo­lisch über­ge­ben an den Heil­päd­ago­gi­schen Fach­dienst des Ca­ri­tas­ver­ban­des, an das Zen­trum für Fa­mi­li­en In­nen­stadt des Ca­ri­tas­ver­ban­des (je­weils 3 500 Eu­ro) und an den Kreis­se­nio­ren­rat (2 000 Eu­ro). 9 000 Eu­ro sind bes­ser als nichts und in je­dem Fall gut an­ge­legt, wie die Be­tei­lig­ten ver­si­chern. Durch die Mit­tel­kür­zun­gen sei­tens der Stadt um zehn Pro­zent ha­be man be­reits Ein­schrän­kun­gen vor­ge­nom­men beim Fa­mi­li­en­zen­trum In­nen­stadt, wie Frank-Jo­han­nes Lem­ke er­zählt. „Doch mit dem Geld kön­nen wir das jetzt wie­der et­was auf­fan­gen.“Vor al­lem die Haus­auf­ga­ben­hil­fe soll pro­fi­tie­ren.

Der Kreis­se­nio­ren­rat Enz­kreis/ Stadt Pforz­heim wird, wie Die­ter Mül­ler aus dem Vor­stand mit­teilt, die Spen­de un­ter an­de­rem in die Schu­lung der zehn eh­ren­amt­li­chen Mit­ar­bei­ter ste­cken, die wie­der­um Se­nio­ren da­bei hel­fen, in den ei­ge­nen vier Wän­den blei­ben zu kön­nen.

Der Heil­päd­ago­gi­sche Fach­dienst kann mit dem Geld die Be­mü­hun­gen ih­rer Mit­ar­bei­ter, be­hin­der­te Kin­der im Re­gel­kin­der­gar­ten zu be­treu­en, wei­ter ver­stär­ken, wie Christine Bi­sch­off sagt. „Dann kann man mehr tun, als dass die Kin­der ein­fach nur da­bei sind.“

Haus­auf­ga­ben­hil­fe soll pro­fi­tie­ren

Fo­to: ro

DRIN­GEND BENÖTIGTES GELD: Über die Aus­schüt­tung freu­en sich Ur­su­la Mül­ler, Die­ter Mül­ler, Christine Bi­sch­off, Raf­fa­el Bis­car­di, Pa­na­gio­ta Mor­ko­ti­ni, Bet­ti­na Ocker und Frank-Jo­han­nes Lem­ke (von links).

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