Eh­ren­amts­tag oh­ne Sport­kreis

Pforzheimer Kurier - - PFORZHEIM -

dia. Wenn am Mon­tag Pforz­heim und Enz­kreis ih­re Eh­ren­amt­li­chen wür­di­gen, wird der Sport­kreis nicht da­bei sein. Et­li­che Ver­eins­re­prä­sen­tan­ten wer­den wohl dem Bei­spiel fol­gen und dem Tag des Eh­ren­amts eben­falls fern­blei­ben. Man füh­le sich von der Stadt nicht wert­ge­schätzt und be­kom­me zu we­nig Geld, so die Be­grün­dung des Sport­krei­ses, die Ein­la­dung in die Tur­nund Fest­hal­le Lan­ge­nalb aus­zu­schla­gen.

Nach­dem die städ­ti­sche För­de­rung für den Sport­kreis noch im Früh­som­mer mit 110 000 ver­an­schlagt war, soll sie im Zu­ge der Haus­halts­kon­so­li­die­rung um 50 000 Eu­ro ge­kürzt wer­den. Um­ge­rech­net pro Kopf und Jahr sei­en das nicht

„Jetzt reicht’s“

ein­mal zwei Eu­ro, sagt Jörg Au­gen­stein. In ver­gleich­ba­ren Städ­ten wie Reut­lin­gen und Ulm sei die För­de­rung sie­ben­bis acht­mal so hoch. Als Vor­stands­mit­glied ei­ner­seits und Stadt­rat an­de­rer­seits sitzt Au­gen­stein zwi­schen den Stüh­len. Da­her ha­be er sich aus der Ent­schei­dung her­aus­ge­hal­ten. Er kön­ne den Schritt ver­ste­hen, be­dau­re ihn aber auch. Zwar ha­be die Stadt viel in An­la­gen in­ver­s­tiert. „Aber der Sport an sich wird ex­trem nied­rig be­zu­schusst.“

Von an­de­rer Sei­te – der FDP/FW-Frak­ti­on im Ge­mein­de­rat – be­kommt der Sport­kreis Rü­cken­wind. Man ha­be gro­ßes Ver­ständ­nis für den Boy­kott. Die Sport­för­de­rung sei in Pforz­heim schon seit Jah­ren sehr stief­müt­ter­lich be­han­delt wor­den. Die nun ge­plan­te Kür­zung emp­fin­de man als Schan­de. Die Frak­ti­on kün­dig­te ges­tern an, ge­gen jed­we­de Kür­zung zu stim­men. Sei­tens des Sport­krei­ses heißt es, der Sport sei am Tag des Eh­ren­amts un­ter­re­prä­sen­tiert, ge­mes­sen an der ho­hen Mit­glie­der­zahl. Vie­le Ver­ei­ne hät­ten ge­sagt: „Jetzt reicht es.“

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