Kör­per­kon­takt ist nicht er­laubt

Touch-Rug­by Tur­nier in der Ber­tha-Benz-Hal­le / Prä­zi­si­on und Schnel­lig­keit ge­fragt

Pforzheimer Kurier - - PFORZHEIM - Von un­se­rem Mit­ar­bei­ter Phil­ipp Rohn

In ei­nem span­nen­den Fi­nal­spiel be­sieg­te das Team der Karl-Fried­rich­Schu­le Eu­tin­gen die Geg­ner vom Schul­zen­trum Karls­bad beim ers­ten TouchRug­by Tur­nier in der Ber­tha-Benz-Hal­le. Da­für er­hiel­ten die Schü­ler ei­nen Wan­der­po­kal, ge­stif­tet vom Au­to­haus Wal­ter. Zu­vor hat­ten sie Sie­ge ge­gen die Teams vom Reuch­lin und Hil­da Gym­na­si­um Pforz­heim und der eu­ro­päi­schen Schu­le Karls­ru­he er­run­gen.

Im Ge­gen­satz zum ge­wöhn­li­chen Rug­by ist beim Touch-Rug­by kein Kör­per­kon­takt er­laubt. Wird ein Spie­ler auf sei­nem Weg ins geg­ne­ri­sche Mal­feld be­rührt, muss er den Ball so­fort ab­le­gen. Sei­ne Mit­spie­ler kön­nen ihn dann auf­neh­men und ver­su­chen das Spiel wei­ter nach vor­ne zu trei­ben.

Har­ter Kör­per­kon­takt hin­ge­gen wird mit ei­ner Stra­fe ge­ahn­det und hat den Ball­ver­lust zur Fol­ge. Ge­passt wer­den darf nur seit­lich oder nach hin­ten. Schnel­le Re­ak­tio­nen sind da­her nö­tig, um sich an der Ver­tei­di­gung der Geg­ner vor­bei zu ar­bei­ten.

Die Teams sind ge­mischt. In zwei­mal fünf Mi­nu­ten wird ei­ne Be­geg­nung von zwei Fün­fer­teams ab­ge­han­delt.

„Rug­by ist der zweit­häu­figst ge­spiel­te Ball­sport auf der Welt“, er­klär­te Han­si Sachs vom TV Pforz­heim Rug­by. Noch vor Fuß­ball (vier­ter Platz) und ein­zig über­trof­fen von Ho­ckey sei der Sport mit dem ei­er­för­mi­gen Ball vor al­lem in Afri­ka und In­di­en äu­ßerst be­liebt. Mit ame­ri­ka­ni­schem Foot­ball ha­be das Spiel aber nur ganz ent­fernt et­was zu tun. In Deutsch­land füh­re Rug­by noch ein Ni­schen­da­sein, ge­win­ne aber be­son­ders in den ver­gan­ge­nen Jah­ren ste­tig an Po­pu­la­ri­tät.

„Man braucht Flink­heit, Prä­zi­si­on beim Pas­sen und gu­tes Ti­ming“, mein­te Ju­gend­lei­ter Phi­lip Pai­ne, der für die Or­ga­ni­sa­ti­on des Tur­niers ver­ant­wort­lich war. Sein äl­tes­ter Sohn ist mit dem Pforz­hei­mer Team am­tie­ren­der deut­scher Rug­by-Meis­ter.

Die Schü­ler ha­ben das Spiel hin­ge­gen im Sport­un­ter­richt aus­pro­biert und ver­such­ten ge­mein­sam mit ih­ren Leh­rern Stra­te­gi­en für den Tur­nier­sieg zu ent­wi­ckeln und streng­ten sich mäch­tig an.

Ge­win­nen konn­te am En­de zwar nur ei­ne Mann­schaft, doch in Streit ar­te ein Rug­by-Spiel des­halb trotz­dem nie­mals aus, glaubt Sachs: „Rug­by ist viel zi­vi­li­sier­ter als Fuß­ball, es gibt kei­ne Hoo­li­gans und am En­de sind al­le im­mer noch Freun­de.“

Fe­lix Wal­ter vom gleich­na­mi­gen Au­to­haus hat nicht nur den Sie­ger­po­kal, son­dern auch die bun­ten Spie­ler­tri­kots in sechs ver­schie­de­nen Far­ben ge­spon­sert. Die Re­geln von Touch-Rug­by sei­en ihm zu­nächst nicht ge­läu­fig ge­we­sen, er­zählt er, der Te­am­geist und die sicht­ba­re Freu­de der Spie­ler sei je­doch an­ste­ckend.

„Man sieht, dass sie Spaß an der Sa­che ha­ben, bei je­dem Touch­down wird ge­ju­belt als sei­en sie ge­ra­de Welt­meis­ter ge­wor­den“, freu­te sich ein Ver­eins­mit­glied vom TV.

In ei­ner fei­er­li­chen Sie­ger­eh­rung wur­de den jun­gen Sport­lern schließ­lich der ver­dien­te Preis über­reicht.

SPAN­NEN­DE SPIE­LE gab es ges­tern in der Ber­tha-Benz-Hal­le zu se­hen. Beim TouchRug­by müs­sen die Spie­ler schnell re­agie­ren und ge­nau pas­sen. Fo­to: Wa­cker

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