Si­cher­heit un­term Weih­nachts­baum

Hei­ke Sil­ber von der Ver­brau­cher­zen­tra­le er­klärt, wor­auf bei Spiel­zeug zu ach­ten ist

Pforzheimer Kurier - - PFORZHEIM - Von un­se­rer Mit­ar­bei­te­rin Ulla Donn von Yrsch

Ex­tra aus Stutt­gart war sie an­ge­reist: In der Stadt­bi­blio­thek woll­te Hei­ke Sil­ber von der Ver­brau­cher­zen­tra­le El­tern in­for­mie­ren, auf was beim Spiel­zeug­kauf ge­ach­tet wer­den muss. „Spiel­zeug – So wird aus Kin­der­träu­men kein Alp­traum“ist ein The­ma, das ge­ra­de jetzt, in der Vor­weih­nachts­zeit, ei­gent­lich auf gro­ßes In­ter­es­se sto­ßen müss­te, doch nicht ein ein­zi­ger Be­su­cher woll­te die kos­ten­lo­se Ver­an­stal­tung be­su­chen.

Da­bei soll­te auch in Deutsch­land auf­ge­passt wer­den. Letz­te Weih­nach­ten ha­be bei­spiels­wei­se ein deut­scher Kaf­fee­händ­ler sei­ne Spiel­fi­gur „Mi­ni­on Ke­vin“zu­rück­ru­fen müs­sen, weil ei­ne Ver­brau­cher­sen­dung im Fern­se­hen fest­ge­stellt hat­te, dass dar­in ei­ne ho­he Kon­zen­tra­ti­on von Naph­ta­lin ent­hal­ten war. „Die­ser Zu­satz­stoff kann schwe­re Haut­und Atem­wegsrei­zun­gen ver­ur­sa­chen“, er­klärt Sil­ber.

Wie ist das mög­lich, wo doch al­le Spiel­sa­chen mit dem „CE“-Gü­te­sie­gel aus­ge­zeich­net sind? Durch die­ses Sie­gel wer­de ver­si­chert, dass das Spiel­zeug si­cher ist. „Doch die­se Si­cher­heits­prü­fung fin­det durch den Her­stel­ler selbst statt und wird nur bei Be­darf, wenn schon et­was pas­siert ist, von Be­hör­den nach­ge­prüft“, sagt Sil­ber. Bes­ser sind Sie­gel wie „GS“oder vom TÜV Rhein­land. Sie wer­den von un­ab­hän­gi­gen In­sti­tu­ten ver­ge­ben, die der Un­ter­neh­mer be­auf­tra­gen muss. „Ein Un­ter­neh­mer, der für die­ses Gü­te­sie­gel Geld aus­gibt, der passt schon auf, dass sein Pro­dukt in Ord­nung ist“, ver­si­chert Sil­ber. Zu­dem muss die­se Prü­fung in re­gel­mä­ßi­gen Ab­stän­den wie­der­holt wer­den, um den Si­cher­heits­stan­dart zu ga­ran­tie­ren. Grund­sätz­lich kön­ne aber der Käu­fer oft schon selbst er­ken­nen, ob das Pro­dukt in Ord­nung ist. „Wenn et­was stark che­misch riecht, kann da­von aus­ge­gan­gen wer­den, dass schäd­li­che Weich­ma­cher drin sind.“Dann sol­le sich der Kun­de in Pforz­heim um­ge­hend an den Ve­te­ri­när­dienst (Hein­rich-Wit­zen­man­nStra­ße 13, Te­le­fon: (0 72 31) 39 23 94) oder bei me­cha­ni­schen Män­geln an die Markt­über­wa­chung in Tü­bin­gen (Te­le­fon: (0 70 17) 75 70) wen­den. Bei Rück­ruf­ak­tio­nen ge­be es ent­spre­chen­de Pla­ka­te in den Ge­schäf­ten. Wer wis­sen möch­te, vor was ge­ra­de ge­warnt wird, dem sei die Sei­te des Mi­nis­te­ri­ums für länd­li­chen Raum und Ver­brau­cher­schutz in Ba­den-Würt­tem­berg emp­foh­len.

Fo­to: Wa­cker

IN DER STADT­BI­BLIO­THEK war Hei­ke Sil­ber von der Ver­brau­cher­zen­tra­le zu Gast, um dar­über zu re­den, wor­auf man im Spiel­zeug­la­den ge­nau­er schau­en soll­te.

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.