„Kei­ne Ein­grif­fe in Ju­gend­ar­beit“

Hu­chen­fel­der Rat wehrt sich ge­gen Kür­zun­gen

Pforzheimer Kurier - - PFORZHEIM - Von un­se­rem Mit­ar­bei­ter Sieg­fried Hör­ner

Er­leich­te­rung für al­le Hu­chen­fel­der und Ho­hen­war­ter, die ab nächs­tem Jahr „auf kur­zem We­ge“ih­re Gar­ten­ab­fäl­le wie Ra­sen- und Baum­schnitt los­wer­den wol­len: Auf dem Hu­chen­fel­der Bau­hof am Orts­ein­gang rechts von Ho­hen­wart her wer­den als „ers­ter Schritt“Con­tai­ner auf­ge­stellt, in de­nen zu den Öff­nungs­zei­ten des Bau­hofs ab dem Früh­jahr 2017 auch „Gar­ten­ab­fäl­le“ent­sorgt wer­den kön­nen. Da­mit bleibt den Ei­gen­tü­mern der um­ständ­li­che Weg durch halb Pforz­heim und hin­auf zur De­po­nie auf dem „Hoh­berg“künf­tig er­spart.

Oder auch das vom eh­ren­amt­li­chen Biet-Häck­sel­platz­wart nur mit pas­sa­blen Aus­re­den ge­dul­de­te Ab­la­den auf der rund um die Uhr an­fahr­ba­ren Enz­kreis-De­po­nie im Neu­hau­se­ner Orts­teil Ham­berg.

Eher am Ran­de des Be­ra­tungs­punkts „Neu­fas­sung der Ab­fall­wirt­schafts-Sat­zung“wur­de dies in der jüngs­ten öf­fent­li­chen Sit­zung des Hu­chen­fel­der Ort­schafts­rats be­kannt. Vom Rat­haus Pforz­heim hat­ten Olaf Back­haus (Tech­ni­sche Di­ens­te), so­wie Alex­an­der Pfeif­fer, Ab­fall­wirt­schaft, zu­vor die wich­tigs­ten Än­de­run­gen der wohl ab 1. No­vem­ber 2017 – und zu­nächst für Zuo­der Um­zü­ge in­ner­halb der Stadt (Neu­und Um­mel­dun­gen, spä­ter dann al­le Haus­hal­te) – gel­ten­den Ab­fall­sat­zung für Ge­samt-Pforz­heim er­läu­tert. So die be­ru­hi­gen­de Aus­sa­ge, dass das an der „Hö­he der per Kos­ten­rech­nung er­mit­tel­ten Müll­ge­büh­ren nichts än­dern wer­de“. Die Neu­fas­sung der Sat­zung, und dass künf­tig der Ver­mie­ter für die Müll­ge­büh­ren­schul­den sei­ne Mie­ter haf­te, ha­be mit der Haus­halts­la­ge Pforz­heim nichts zu tun, er­fuhr das Gre­mi­um. Die städ­ti­sche Ab­sicht, die Bio-Ton­ne als Pflicht ein­zu­füh­ren, kön­ne durch Nach­weis der Kom­pos­tie­rung hin­term Haus zu­läs­sig um­gan­gen wer­den.

Für den Hu­chen­fel­der Ort­schafts­rat steht in Sa­chen Ein­spa­run­gen bei Ju­gend­treffs fest: „In die his­to­risch ge­wach­se­ne, auf ho­hem Ni­veau be­trie­be­ne Ju­gend­ar­beit in un­se­rem Stadt­teil, auf­ge­baut auch mit en­ga­gier­ten El­tern, darf nicht ein­ge­grif­fen wer­den.“Bei den ein­ge­mein­de­ten Stadt­tei­len ge­be es ein „Un­gleich­ge­wicht“, Bü­chen­bronn und der wach­sen­de Stadt­teil Hu­chen­feld be­trie­ben Ju­gend­treffs, Eu­tin­gen und Ho­hen­wart stün­den erst am An­fang. Orts­vor­ste­her Gun­ter Rai­b­le hat­te da­für al­le Stim­men im Gre­mi­um.

Bei Plä­nen, den so­gar von Er­wach­se­nen ge­nutz­ten Ju­gend­raum statt fünf künf­tig nur drei Ta­ge zu öff­nen, „wer­de die Schmerz­gren­ze über­schrit­ten“FWV-Ort­schafts­rat Bernd Heintz sag­te: „Bei uns in Hu­chen­feld klappt die Ju­gend­ar­beit, auch dank des eh­ren­amt­li­chen En­ga­ge­ment un­se­rer Ver­ei­ne.“SPD-Ort­schafts­rat Udo Mür­le warn­te: „Wenn jetzt so ra­di­kal ge­kürzt wird, kann die Ju­gend­ar­beit doch nicht in­ner­halb von zwei Wo­chen wie­der hoch­ge­fah­ren wer­den.“In ei­ner der nächs­ten Sit­zun­gen will man Stadt­ju­gend­rin­gGe­schäfts­füh­rer Hart­mut Wa­gner und Axel Baum­busch ein­la­den.

„Un­gleich­ge­wicht bei Stadt­tei­len“

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