Ent­spannt in die zwei­te Halb­zeit

Maz­da 3

Pforzheimer Kurier - - MOTOR UND VERKEHR -

Maz­da schwimmt in tech­ni­schen Fra­gen gern ge­gen den Strom, ent­wi­ckelt lie­ber un­kon­ven­tio­nel­le ei­ge­ne Lö­sun­gen. Doch der po­li­ti­sche Trend, mit­tel­fris­tig nur noch elek­tri­sche An­trie­be zu er­lau­ben, scheint nicht mehr auf­zu­hal­ten zu sein. So­gar der Her­stel­ler aus Hi­ro­shi­ma ar­bei­tet des­halb in­zwi­schen an Elek­tro- und Hy­bridfahr­zeu­gen; in drei, vier Jah­ren sol­len sie zu kau­fen sein, sagt Deutsch­land­chef Bern­hard Ka­plan.

Der­weil wird na­tür­lich die her­kömm­lich mo­to­ri­sier­te Mo­dell­pa­let­te frisch ge­hal­ten. Drei Jah­re nach sei­ner Pre­mie­re be­kommt nun der kom­pak­te Maz­da 3 ei­ne Über­ar­bei­tung, von dem in Deutsch­land jähr­lich mehr als 10 000 Ex­em­pla­re ver­kauft wer­den. An der ge­lun­ge­nen Sil­hou­et­te än­dert sich nichts, äu­ßer­lich er­kennt der Spe­zia­list das Face­lift an ge­än­der­ten Stoß­fän­gern und Leuch­ten. In­nen gibt es bes­se­re Sit­ze, das neue Lenk­rad ist erst­mals be­heiz­bar.

Be­deut­sa­mer sind die – meist op­tio­na­len – tech­ni­schen Ver­bes­se­run­gen, ad­ap­ti­ve LED-Schein­wer­fer zum Bei­spiel. Die neue Front­ka­me­ra liest nun Ver­kehrs­zei­chen und zeigt sie im (jetzt vier­far­bi­gen) He­ad-up-Dis­play. Zu­dem er­kennt sie Fuß­gän­ger, da­mit bei Be­darf die Not­brems­au­to­ma­tik greift.

Se­ri­en­mä­ßig bie­tet der Maz­da 3 ver­bes­ser­te Fahr­ei­gen­schaf­ten dank des so­ge­nann­ten G-Vec­to­ring-Sys­tems (GVC). Es sta­bi­li­siert die Stra­ßen­la­ge durch mi­ni­ma­le Ein­grif­fe in die Mo­tor­steue­rung, nimmt so­zu­sa­gen ganz kurz Gas weg, so­bald der Fah­rer das Lenk­rad be­wegt. Da­durch ver­la­gert sich ein Teil des Fahr­zeug­ge­wichts auf die Vor­der­rä­der und er­höht de­ren Sei­ten­füh­rungs­kräf­te – der Wa­gen kommt schnel­ler um die Kur­ve, oh­ne dass sich der Auf­bau stär­ker neigt. Das Sys­tem nützt aber auch bei lang­sa­mer Fahrt, weil es vie­le klei­ne Lenk­kor­rek­tu­ren über­flüs­sig macht, wie sie je­der Fah­rer in je­dem Au­to pau­sen­los aus­zu­füh­ren hat. Ob­wohl der Mensch das in der Regel un­be­wusst und au­to­ma­tisch tut, trägt es auf Dau­er zur Er­mü­dung bei. Maz­da ver­spricht da­her: Mit GVC an Bord kom­me man ent­spann­ter ans Ziel.

Dem sel­ben Ziel dient die Über­ar­bei­tung der bei­den Die­sel­mo­to­ren: Vi­bra­tio­nen und Ge­räusch­ent­wick­lung wur­den re­du­ziert, das An­sprech­ver­hal­ten ver­bes­sert. Auch vor­her wa­ren die durch­zugs­star­ken Selbst­zün­der bei­lei­be kei­ne schlech­ten Mo­to­ren, trotz­dem ent­schie­den sich bis­her 80 Pro­zent der Käu­fer für ei­nen der drei Ben­zi­ner mit 100, 120 oder 165 PS. We­nig ge­fragt ist da­bei das Ba­sis­mo­dell, das es nur mit Gr­und­aus­stat­tung gibt und das mit 17 990 Eu­ro zu Bu­che schlägt. Am bes­ten läuft die mitt­le­re Leis­tungs­stu­fe (ab 21 090 Eu­ro), die in drei Aus­stat­tungs­va­ri­an­ten so­wie wahl­wei­se mit Au­to­ma­tik zu ha­ben ist. sob

Fo­to: Werk

AUFGEFRISCHT: Die Über­ar­bei­tung be­schert dem Maz­da 3 ein neu­es Ge­sicht und tech­ni­sche Ver­bes­se­run­gen.

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