Die bes­ten Strän­de auf ei­nen Klick

Strand­tes­ter er­obern das Web

Pforzheimer Kurier - - REISE -

Nie mehr ent­täusch­te Ge­sich­ter, weil der Strand den Vor­stel­lun­gen nicht ent­spricht. Die deutsch­spra­chi­ge Web­site Beach-In­spec­tor.com hilft Ur­lau­bern, ih­ren Traum­strand zu fin­den.

Strand und Son­ne – mehr brau­chen vie­le Deut­sche nicht zu ih­rem Ur­laubs­glück. Der FUR-Rei­se­ana­ly­se 2016 zu­fol­ge buch­ten im ver­gan­ge­nen Jahr 46 Pro­zent der Be­frag­ten ei­nen Strandbzw. Ba­de­ur­laub. An­ge­sichts die­ser in­ten­si­ven Lie­be zu Sand und Meer ver­wun­dert es, dass es nicht schon lan­ge in­ter­na­tio­na­le On­li­ne-Strand­füh­rer gibt, so wie Ho­tel­por­ta­le. Auf na­tio­na­ler Ebe­ne exis­tie­ren schließ­lich je­de Men­ge Rat­ge­ber – on- wie off­line. Der be­rühm­tes­te Strand­meis­ter ist der Um­welt­ex­per­te Ste­phen P. Lea­ther­man, der als Dr. Beach (drbeach.org/on­li­ne) seit 1991 jähr­lich die schöns­ten Strän­de der USA kürt. Aber eben nur die.

Kai Micha­el Schä­fer er­ging es da­her wie vie­len an­de­ren auch: Er such­te ei­nen Strand für sei­nen Ur­laub und surf­te da­zu aus­gie­big im Netz her­um, um fest­zu­stel­len, dass es kei­ne pas­sen­de Platt­form für sei­ne Be­dürf­nis­se gab. So ent­stand die Idee für das An­ge­bot Beach-In­spec­tor.com, das Schä­fer zu­sam­men mit zwei Part­nern ent­wi­ckel­te und für das es kein kon­kre­tes Vor­bild gab. Klar war von An­fang an, dass der Por­tal­na­me nicht nur in Deutsch, son­dern auch in an­de­ren Spra­chen ver­ständ­lich sein muss­te. Eng­li­sche und spa­ni­sche Aus­ga­ben sind be­reits on­li­ne, al­ler­dings ha­pert es noch mit den Tex­ten, da steht man am An­fang. „Wir möch­ten die re­le­van­tes­te Web­site zum The­ma Strand bzw. Strand­ur­laub in­ter­na­tio­nal eta­blie­ren“, be­schreibt der Un­ter­neh­mer sei­ne Zie­le.

Nach ei­nem Jahr on­li­ne kann Be­achIn­spec­tor.com rund 1 200 Strän­de – die Zahl wächst stän­dig – welt­weit vor­wei­sen. Ein Blick auf die Rei­se­zie­le ver­rät das Ge­schäfts­mo­dell des Por­tals. Fin­den kön­nen User tou­ris­tisch wich­ti­ge Zie­le wie Mallor­ca, die Ka­na­ren und die spa­ni­sche Fest­land­küs­te so­wie die Nord- und Ost­see. Zu die­sen Re­gio­nen wer­den auch im­mer so­fort pas­sen­de Ho­tels und Fe­ri­en­woh­nun­gen in der Nä­he an­ge­bo­ten.

An­de­re Zie­le wie bei­spiels­wei­se Is­ra­el oder Pa­na­ma, die nicht so hoch bei Rei­sen­den im Kurs ste­hen, be­zah­len hin­ge­gen da­für, in die Lis­te von Beach-In­spec­tor auf­ge­nom­men zu wer­den. „Re­gio­nen kön­nen uns mit der pro­fes­sio­nel­len Er­fas­sung ih­rer Strän­de be­auf­tra­gen. Des­we­gen sind auch ei­ni­ge Strand­des­ti­na­tio­nen bei uns zu fin­den, die wir so nicht zu ei­nem so frü­hen Zei­t­raum er­ho­ben hät­ten“, er­klärt Schä­fer.

Das Be­son­de­re an die­sem On­li­neStrand­füh­rer ist je­doch, dass er den Auf­wand be­treibt, ei­ge­ne In­spek­to­ren an­hand von 120 Kri­te­ri­en die Strän­de vor Ort be­ur­tei­len zu las­sen. Da­bei wer­den nicht nur Grö­ße, Län­ge oder In­fra­struk­tur be­ach­tet, son­dern auch so­ge­nann­te Li­fe­style-In­fos wie Flirt­fak­tor, Lo­cker­heit, Na­tio­na­li­tä­ten­ver­tei­lung und Kin­der­freund­lich­keit des Strand­pu­bli­kums spie­len ei­ne Rol­le. Er­gänzt wer­den die Be­ach­in­fos durch die Kom­men­ta­re der User, die je­weils ih­ren Lieb­lings­strand an­hand von Fra­gen be­wer­ten kön­nen, so­wie Fo­tos und Vi­de­os.

In­zwi­schen kann Beach-In­spec­tor ers­te Er­fol­ge ver­zeich­nen. Nach ei­ge­nen An­ga­ben ha­ben al­lein im Au­gust 2016 rund 400 000 User die Si­te für Ur­laubs­pla­nung ge­nutzt. Mallor­ca war da­bei ein­deu­tig der Fa­vo­rit. Die fa­mi­li­en­freund­li­che Pla­ya de Mu­ro bei Al­cu­dia wur­de am häu­figs­ten ab­ge­ru­fen, ge­folgt von Es Trenc in der Ge­mein­de von Cam­pos.

Wet­ter­be­dingt rü­cken im Herbst und Win­ter die ent­fern­te­ren Son­nen­zie­le in den Blick­punkt. In Du­bai wird der Strand von The Is­land, der Teil des künst­lich auf­ge­schüt­te­ten Ar­chi­pels „The World“ist, der­zeit auf Beach-In­spec­tor flei­ßig an­ge­klickt. Er ist nur im Rah­men ei­nes Ta­ges­aus­flugs zu er­le­ben. „Am Strand be­fin­den sich zahl­rei­che Lie­gen und Son­nen­schir­me, die sich wun­der­bar zum Re­la­xen eig­nen“, heißt es in der Be­wer­tung, al­ler­dings auch: „Hier gibt es kei­nen Wind und auch kei­ne Wel­len – als Was­ser­sport­ler bist du fehl am Platz.“

Tin­ga Hor­ny (srt)

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