CDU schlägt schär­fe­re Tö­ne an

Bun­des­par­tei­tag be­ginnt in Es­sen / Un­ter­stüt­zung für Stro­bls Kon­zept

Pforzheimer Kurier - - POLITIK -

Ber­lin/Es­sen (dpa). Die CDU will auf ih­rem Bun­des­par­tei­tag mit schär­fe­ren Tö­nen in der Flücht­lings­po­li­tik kla­res Pro­fil zei­gen. Fi­nanz­mi­nis­ter Wolf­gang Schäu­b­le un­ter­stütz­te in der „Bild am Sonn­tag“For­de­run­gen nach ei­ner här­te­ren Ab­schie­be­pra­xis und sag­te, Deutsch­land ha­be enor­me Hilfs­be­reit­schaft ge­zeigt. „Aber wenn wir die­se Hilfs­be­reit­schaft er­hal­ten wol­len, müs­sen die­je­ni­gen wie­der ge­hen, die kein Recht ha­ben zu blei­ben. Das müs­sen wir bes­ser um­set­zen.“

Die CDU will sich mor­gen und am Mitt­woch in Es­sen auf das Bun­des­tags­wahl­jahr 2017 ein­stim­men. Kanz­le­rin An­ge­la Mer­kel will sich mor­gen zum neun­ten Mal zur CDU-Che­fin wäh­len las­sen. Zu­letzt hat­te sie 2014 in Köln 96,7 Pro­zent er­hal­ten. Auf dem Par­tei­tag dürf­te auch über das Kon­zept des ba­den-würt­tem­ber­gi­schen In­nen­mi­nis­ters Tho­mas Strobl dis­ku­tiert wer­den, wo­nach die Ab­schie­be­haft aus­ge­wei­tet und So­zi­al­leis­tun­gen für ab­ge­lehn­te Asyl­be­wer­ber ge­kürzt wer­den sol­len. Da­für leg­te er ein Po­si­ti­ons­pa­pier vor, das even­tu­ell ab­ge­schwächt in den Leit­an­trag auf­ge­nom­men wird. Mög­lich ist auch, dass Strobl sei­ne The­sen als ei­ge­nen Initia­tiv­ein­trag ein­bringt.

CSU-Ge­ne­ral­se­kre­tär Andre­as Scheu­er for­der­te die Schwes­ter­par­tei in den Fun­ke-Zei­tun­gen auf, Stro­bls Kon­zept zu be­schlie­ßen. Für Stro­bls Kon­zept gibt es brei­te Un­ter­stüt­zung. CDU-Ge­ne­ral­se­kre­tär Pe­ter Tau­ber sag­te der „Welt“: „Wir wol­len wei­ter­hin ein Land sein, in dem ver­folg­te Men­schen Zuflucht fin­den. Aber eben nur, wer wirk­lich ver­folgt ist.“

Die stell­ver­tre­ten­de CDU-Vor­sit­zen­de Ju­lia Klöck­ner sag­te, vor der Bun­des­tags­wahl 2017 wer­de die Klar­heit der Po­si­tio­nen mehr ge­fragt sein als in frü­he­ren Wahl­kämp­fen. Da­her müs­se die Hal­tung der CDU zu zen­tra­len Fra­gen wie der In­te­gra­ti­on für die Bür­ger deut­lich er­kenn­bar sein. „Es wird nicht funk­tio­nie­ren, wenn wir es al­len recht ma­chen wol­len.“

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