Fi­nal dann doch Fo­da?

Das Trai­ner-Cas­ting läuft

Pforzheimer Kurier - - FERNSEHEN - Lu­kas Kwas­ni­ok

Karls­ru­he (da). Lu­kas Kwas­ni­ok (Fo­to: GES) wird, das steht fest, zu zwei Ein­sät­zen in der Zwei­ten Bun­des­li­ga kom­men. Das, was ihm als Fuß­bal­ler bei Ar­mi­nia Bie­le­feld im Vor­le­ben nicht ge­lang, hat der Mug­gen­stur­mer nun als Trai­ner er­reicht. Zu dem, was ihn er­war­tet, konn­te er ges­tern „noch nicht viel sa­gen“, gab der 35 Jah­re al­te, ge­bür­ti­ge Ober­schle­si­er zu. Nach der Be­ur­lau­bung von To­mas Oral wird er heu­te um elf Uhr das Trai­ning der Pro­fis lei­ten und die­se dann auch auf ihr Spiel am Frei­tag in Dres­den vor­be­rei­ten. Im KSC-Nach­wuchs ist Kwas­ni­ok seit sei­nem Wech­sel vom TSV Rei­chen­bach in der drit­ten Sai­son tä­tig. Ver­ant­wort­lich ist er für die A-Ju­nio­ren, die in der Bun­des­li­ga Dritt­letz­ter sind. Die Fuß­ball­leh­rer-Li­zenz be­sitzt der Mug­gen­stur­mer nicht. Laut Re­gu­la­ri­en darf er 15 Werk­ta­ge aus­hel­fen. Das reicht für Dres­den – und für das Heim­spiel ge­gen Braun­schweig (17. De­zem­ber).

In der Zwi­schen­zeit muss Oli­ver Kreu­zer die Su­che nach ei­nem neu­en Chef­trai­ner vor­an­trei­ben. Ei­ne Rück­kehr Mar­kus Kauc­zins­kis ist un­rea­lis­tisch. Und auch des­sen As­sis­tent Ar­gi­ri­os Gi­an­ni­kis, in In­gol­stadt frei­ge­stellt und in­zwi­schen mit der not­wen­di­gen Li­zenz für den Pro­fi­fuß­ball aus­ge­stat­tet, dürf­te kei­ne beim KSC als sa­lon­fä­hig gel­ten­de Lö­sung sein. Zu Kreu­zers Kan­di­da­ten dürf­ten viel­mehr Fran­co Fo­da (Sturm Graz) und Joe Zinn­bau­er (FC St. Gal­len) zäh­len. Bei­de ha­ben Aus­stiegs­klau­seln in den Ver­trä­gen mit ih­ren ak­tu­el­len Clubs. Ei­ne mu­ti­ge­re in­ter­ne, da­her auch kos­ten­güns­ti­ge Va­ri­an­te, wä­re die mit Marc-Patrick Meis­ter. Er trai­niert die B-Ju­nio­ren im Wild­park, hat den Fuß­ball­leh­rer­schein und im frü­he­ren KSC-Pro­fi Chris­ti­an Eich­ner ei­nen pro­mi­nen­ten As­sis­ten­ten.

Woran er war, wuss­te der in Frank­furt bei sei­ner Fa­mi­lie wei­len­de Oral ges­tern durch ei­nen An­ruf Kreu­zers. Er war drau­ßen. Sport­lich er­folg­los, sti­lis­tisch um­strit­ten, mit zu viel selbst er­öff­ne­ten Bau­stel­len – die De­mis­si­on von Te­am­ma­na­ger Burk­hard Reich war nur ei­ne da­von. Chan­cen, den beim FSV Frank­furt ram­po­nier­ten Ruf zu wi­der­le­gen, hat­te Oral. Nur rasch kei­ne Ar­gu­men­te mehr: „Mir tut das leid“, sag­te Kreu­zer und er­klär­te: „In der der­zei­ti­gen Ge­men­ge­la­ge war ein un­be­las­te­tes Ar­bei­ten für ihn in ei­nem gu­ten Um­feld nicht mehr mög­lich.“

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