Plötz­lich von der Rol­le

Kiel bricht ge­gen Plock ein und gibt Punkt ab

Pforzheimer Kurier - - SPORT -

Ham­burg (dpa). Hand­ball-Re­kord­meis­ter THW Kiel hat in die­ser Sai­son zwei Ge­sich­ter. Das ei­ne ist den Be­ob­ach­tern seit Jah­ren be­kannt: Welt­klas­se. Das an­de­re ist un­ge­wohnt und ver­stö­rend: ver­un­si­chert, un­or­ga­ni­siert, feh­ler­haft. Zu se­hen wa­ren die zwei Ant­lit­ze am Sams­tag so­gar in ei­nem Spiel. Ge­gen Wis­la Plock kam der THW in der Cham­pi­ons-Le­ague-Vor­run­de nicht über ein 24:24 (15:9) hin­aus.

Die ers­te Halb­zeit war ein­drucks­voll und do­mi­nant, im zwei­ten Durch­gang zer­fiel die Mann­schaft. Da­bei hat­ten die Schles­wig-Hol­stei­ner mit sie­ben To­ren ge­führt. Dann je­doch bra­chen sie un­ver­mit­telt ein, le­dig­lich neun To­re ge­lan­gen nach der Pau­se.

Die Kie­ler woll­ten ur­sprüng­lich mit ei­nem Sieg den drit­ten Platz in Grup­pe A hin­ter den Fa­vo­ri­ten FC Bar­ce­lo­na (16 Punk­te) und Pa­ris Saint-Ger­main (14) er­obern. Durch den Punkt­ver­lust ist der in wei­te Fer­ne ge­rückt. Kiel (9) ist hin­ter der punkt­glei­chen SG Flens­burg-Han­de­witt Vier­ter, aber es war­ten noch Bro­cken. Be­ru­hi­gend: Die ers­ten Sechs in der Ach­ter-Grup­pe kom­men wei­ter. „Wir ha­ben zu lang­sam ge­spielt, vie­le ein­fa­che Feh­ler ge­macht und bei den Päs­sen viel ver­kehrt ge­macht“, er­klär­te Trai­ner Al­f­red Gis­la­son.

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