KTV-Tur­ner trot­zen Wi­der­stän­den

Strau­ben­hard­ter fei­ern fünf­ten deut­schen Ti­tel

Pforzheimer Kurier - - SPORT - Von un­se­rem Re­dak­ti­ons­mit­glied Flo­ri­an Kon­rad

Lud­wigs­burg. An den Re­ak­tio­nen in der Ecke der KTV Strau­ben­hardt ließ sich die Be­deu­tung des Er­reich­ten ab­le­sen. Die Enz­kreis-Equi­pe hat­te sich in Lud­wigs­burg so­eben durch ei­nen 40:33-Sieg im Fi­na­le der Deut­schen Turn­li­ga (DTL) ge­gen Dau­er­ri­va­le TG Saar zwar be­reits den fünf­ten deut­schen Ti­tel ge­si­chert, doch der Jubel fiel nicht zu­letzt we­gen der wid­ri­gen Be­gleit­um­stän­de be­son­ders üp­pig aus. Denn die vier KTV-As­se Mar­cel Nguy­en, Andre­as Bret­schnei­der, Bri­an Gla­dow und Ivan Ritt­schik ab­sol­vie­ren als Sport­sol­da­ten seit ei­ni­gen Wo­chen ei­nen Bun­des­wehr-Lehr­gang in Han­no­ver. Feh­len­de Trai­nings­pra­xis war nur Nguy­en, der an vier Ge­rä­ten 13 Punk­te sam­mel­te, nicht an­zu­mer­ken. „Es war sehr mit­rei­ßend“, fass­te Strau­ben­hardts Star den gut drei­stün­di­gen Ver­gleich zu­sam­men. Das im Ver­gleich zum Vor­jahr (49:20) weit­aus knap­pe­re Re­sul­tat in der Wie­der­auf­la­ge des Du­ells mit den Saar­län­dern führ­te der zwei­fa­che Sil­ber­ge­win­ner von Lon­don 2012 in ers­ter Li­nie auf den Um­stand zu­rück, „dass al­le nicht top­fit sind“.

Nguy­ens zu­dem ge­sund­heit­lich an­ge­schla­ge­ne Ka­me­ra­den Gla­dow (Bo­den) und Ritt­schik (Pferd) leis­te­ten sich Pat­zer, die zum zwi­schen­zeit­li­chen 9:15-Rück­stand nach den ers­ten bei­den Ge­rä­ten führ­ten. Die Auf­hol­jagd lei­te­te der ei­gens für das Fi­na­le ver­pflich­te­te Ar­me­ni­er Va­hagn Dav­ty­an mit sei­ner kraft­vol­len Rin­ge-Kür ein, zur Pau­se hieß es 20:20.

Als Schlüs­sel zur erst­mals er­folg­rei­chen Ti­tel­ver­tei­di­gung er­wie­sen sich dann die Vor­trä­ge am Sprung­tisch. An­statt nur wie zu­vor be­rech­net den Scha­den zu be­gren­zen, zog die KTV vor den letz­ten zwei Ge­rä­ten auf 25:21 da­von. Vor al­lem das Du­ell zwi­schen Strau­ben­hardts Ma­ri­an Dra­gu­les­cu und Saars Aus­nah­me­kön­ner Oleg Ver­ni­aiev bot ab­so­lu­te Welt­klas­se. „Ein Punkt ge­gen Ver­ni­aiev ist ge­fühlt wie fünf Punk­te“, mein­te Strau­ben­hardts Sport­li­cher Lei­ter Dirk Wal­ter­spa­cher zu Dra­gu­les­cus mit der Höchst­no­te (15,60 Punk­te) des Abends be­lohn­ter Glanz­leis­tung.

Am Bar­ren, an dem sich Lu­kas Dau­ser ge­gen Olym­pia­sie­ger Ver­ni­aiev durch­setz­te, bau­ten die Strau­ben­hard­ter ih­ren Vor­sprung auf 15 Punk­te aus, mach­ten es am Reck aber noch­mals et­was span­nend. So­wohl Gla­dow als auch der zwei­mal un­frei­wil­lig ab­stür­zen­de Bret­schnei­der ga­ben vier Punk­te ab, ehe Ritt­schik al­les klar mach­te. Wäh­rend Dau­sers ab­schlie­ßen­der Übung hat­ten sich des­sen Team­kol­le­gen be­reits die Meis­ter-Shirts mit dem fünf­ten Stern über­ge­streift – be­ju­belt von über 400 mit­ge­reis­ten Fans.

Den drit­ten Platz si­cher­te sich der MTV Stutt­gart dank ei­nes 37:33-Sie­ges im par­al­lel zum Ti­tel­kampf aus­ge­tra­ge­nen Du­ell mit dem star­ken Auf­stei­ger Sie­ger­län­der KV.

GEFEIERTER STAR: Mar­cel Nguy­en führ­te die KTV Strau­ben­hardt mit sta­bi­len Leis­tun­gen er­neut zur deut­schen Meis­ter­schaft. Fo­tos (2): GES

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