TGS er­teilt Zwei­brü­cken Lek­ti­on

Dritt­li­gist trotzt dem Aus­fall ei­nes Quar­tetts

Pforzheimer Kurier - - SPORT - Von un­se­rem Mit­ar­bei­ter Die­ter Glau­ner

Pforz­heim. Für die Hand­bal­ler der TGS Pforz­heim gab es et­li­che Grün­de, die letzt­lich sou­ve­rän ge­lös­te Haus­auf­ga­be ge­gen Dritt­li­ga-Ab­stiegs­kämp­fer SV Zwei­brü­cken nicht auf die leich­te Schul­ter zu neh­men. Ers­tens galt es, die Last-Se­cond-Nie­der­la­ge von Sch­wet­zin­gen in Ver­ges­sen­heit zu brin­gen. Zwei­tens juck­te die 20:28-Heim­nie­der­la­ge aus der Vor­sai­son ge­gen die­sen Geg­ner vor al­lem die Ar­ri­vier­ten im Team noch. Und drit­tens muss­ten die Pforz­hei­mer die Be­geg­nung mit dem Ta­bel­len­vor­letz­ten aus der West­pfalz oh­ne die er­krank­ten be­zie­hungs­wei­se ver­letz­ten Da­ni­el Sdu­n­ek, Mar­tin Ki­enz­le, Michal Wy­so­kin­ski und Ha­gen Kör­ner be­strei­ten – al­so gleich vier Spie­ler, die zur Stamm­sie­ben zäh­len.

Vor al­lem der letz­te Grund ver­pflich­te­te die Wart­ber­ger, hoch kon­zen­triert in die Par­tie zu ge­hen, die sie dann deut­lich mit 35:19 (17:10) für sich ent­schei­den soll­ten. Ge­gen den mas­sier­ten In­nen­block, in dem Nils Bo­schen und Da­vor Sruk die Lü­cken naht­los schlos­sen, mach­ten die jun­gen Zwei­brü­cker An­grei­fer vom An­pfiff weg kei­nen Stich und weil Ev­ge­ni Pra­so­l­ov wie­der Kil­ler­instinkt be­wies und Mar­co Ki­kil­lus auf der rech­ten Au­ßen­bahn flitz­te und traf, stan­den die Wei­chen bei ei­ner 7:1-Füh­rung be­reits nach zwölf Mi­nu­ten auf Sieg. Weil zu­dem Fi­lip Pr­sa dem He­im­pu­bli­kum end­lich ein­mal sei­ne Durch­set­zungs­und Wurf­qua­li­tä­ten of­fe­rier­te, lie­ßen sich die Wart­ber­ger auch von der Ro­ten Kar­te ge­gen Fe­li­pe So­te­ras-Merz in Mi­nu­te 25 nicht aus dem Rhyth­mus brin­gen. War­um die bei­den Schieds­rich­ter den Ex-Her­ren­ber­ger nach ei­ner Ran­ge­lei am Kreis auf die Tri­bü­ne schick­ten, bleibt de­ren Ge­heim­nis.

Mit den ers­ten bei­den Tref­fern des zwei­ten Ab­schnitts lei­te­te Pr­sa den 9:1-Lauf bis zum 26:12 in der 40. Mi­nu­te ein. Da droh­te dem über­for­der­ten Geg­ner, der mit 20,5 Jah­ren den jüngs­ten Ka­der der Li­ga stellt, ei­ne ech­te Klat­sche. Trai­ner And­rej Kli­mo­vets wech­sel­te dann mit Fa­bi­an Dyk­ta und Flo­ri­an Rost zwei Re­kon­va­les­zen­ten ein und in der Schluss­pha­se durf­ten auch noch Kee­per Jörg Lud­wig, der mit der Per­spek­tiv­mann­schaft in der Lan­des­li­ga um den Auf­stieg kämpft, und Nach­wuchs­hoff­nung Finn Ma­loleps­zy, der mit der A-Ju­gend den Lan­des­ti­tel will, erst­mals Dritt­li­ga-Luft schnup­pern.

TGS-Hand­ball­vor­stand Wolf­gang Taa­fel bi­lan­zier­te zu­frie­den: „Bei so vie­len Aus­fäl­len hat­te ich ein weit­aus en­ge­res Spiel er­war­tet, doch die Mann­schaft ist zu­sam­men­ge­rückt.“

TGS Pforz­heim: Bin­der, Lud­wig – F. Rost 2, J. Rost 2, Taa­fel 3, Ki­kil­lus 9/2, So­te­ras-Merz 1, Sruk 1, Kli­mo­vets, Pr­sa 7, Dyk­ta 1, Pra­so­l­ov 7, Ma­loleps­zy, Bo­schen 2.

FLITZ­TE UND TRAF auf der rech­ten Au­ßen­bahn: Mar­co Ki­kil­lus lässt hier Tom Grie­ser hin­ter sich und peilt ei­nes sei­ner neun To­re an. Fo­to: J. Mül­ler

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