HSG ver­langt dem Top­team al­les ab

Fa­vo­rit Al­lens­bach schüt­telt die Pforz­hei­me­rin­nen erst kurz vor Schluss ab

Pforzheimer Kurier - - SPORT - Von un­se­rem Mit­ar­bei­ter Bernd Schwein­ber­ger

Pforz­heim. Ei­gent­lich wa­ren die Rol­len klar ver­teilt vor dem Dritt­li­ga­spiel der HSG Pforz­heim ge­gen die Hand­bal­le­rin­nen des SV Al­lens­bach. Die Gäs­te wa­ren als Ta­bel­len­füh­rer mit 14:4 Punk­ten zum Schluss­licht in die Fritz-Er­lerHal­le ge­reist, ver­mut­lich in Er­war­tung ei­nes Kan­ter­sie­ges. Doch die Frau­en vom Bo­den­see hat­ten nicht mit der Ge­gen­wehr der Pforz­hei­me­rin­nen ge­rech­net, die von Be­ginn an zeig­ten, dass sie nicht ge­willt wa­ren, sich ei­ne Klat­sche ein­zu­han­deln.

Am En­de konn­te die Pforz­hei­mer Mann­schaft von Trai­ner Ma­thi­as Schick­le hoch er­ho­be­nen Haup­tes das Par­kett ver­las­sen, erst im Schluss­spurt setz­te sich der haus­ho­he Fa­vo­rit mit 27:25 durch, nach­dem er zur Pau­se noch mit 14:16 in Rück­stand ge­le­gen hat­te. Von Be­ginn an mach­te die HSG Dampf und ehe sich der Spit­zen­rei­ter ver­sah, lag er mit 0:2 im Hin­ter­tref­fen. Als Britt Abrecht nach 19 Mi­nu­ten das 10:5 er­ziel­te, wa­ren die rund 100 Pforz­hei­mer Fans aus dem Häu­schen und wit­ter­ten ei­ne Sen­sa­ti­on.

Nach dem Wech­sel mach­ten die Gäs­te mehr Druck und schaff­ten beim 18:18 (Spiel­zeit 39:34) erst­mals den Gleich­stand. Die HSG hielt wei­ter da­ge­gen. Als aber Ani­ka Hen­schel ei­nen Sie­ben­me­ter zum mög­li­chen 22:20 ver­gab, war dies ein Rück­schlag. Al­lens­bach ging in der 50. Mi­nu­te mit 23:22 zum ers­ten Mal über­haupt in die­ser Be­geg­nung in Füh­rung und bau­te den Vor­sprung kurz dar­auf auf 24:22 aus. Doch die Gast­ge­be­rin­nen ka­men noch ein­mal zu­rück, schaff­ten durch Hen­schel das 24:24. Die Gäs­te kon­ter­ten zum 25:24, dann schei­ter­ten Pforz­heims Abrecht und zwei­mal Jan­na Münst an der star­ken Tor­hü­te­rin St­ef­fi Ne­u­mann. Statt ei­nes mög­li­chen Re­mis blieb doch nur noch ei­ne un­glück­li­che Nie­der­la­ge.

Trai­ner Schick­le war zu­frie­den mit sei­nem Team: „Wir ha­ben al­les ge­ge­ben, man hat zu kei­ner Zeit ei­nen Un­ter­schied ge­se­hen“, sag­te er nach der über­ra­schend of­fe­nen Par­tie. Die Fehl­wür­fe zum Schluss sei­en letzt­lich aus­schlag­ge­bend ge­we­sen, mein­te Schick­le, be­ton­te aber: „Wich­tig ist, dass die Mann­schaft noch lebt.“

HSG Pforz­heim: Bub, Rapp – Steegmül­ler 3, Klit­tich, Rupf 2, Kurstak 4, Hen­schel 5/3, Abrecht 1, Münst 2, Scheu­er­lein, Vys­lou­zil­o­va 2, Dieck­mann 3, Schück­le 3.

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