Vom Schus­ter zum Pfar­rer

Kol­ping­fa­mi­li­en fei­ern Ge­denk­tag

Pforzheimer Kurier - - PFORZHEIM -

co. Welt­weit ver­sam­meln sich in die­sen Ta­gen wie­der Kol­ping­fa­mi­li­en, um an den Mann zu den­ken, der Grün­der das Kol­ping­wer­kes war. Den An­stoß da­zu gab der Leh­rer Jo­hann Gre­gor Breu­er. Das in­ter­na­tio­na­le Kol­ping­werk ist in­zwi­schen welt­um­span­nend mit Mit­glie­dern in über 60 Län­dern. Adolph Kol­ping, am 8. De­zem­ber 1813 in Ker­pen bei Köln ge­bo­ren, war zu­nächst Schus­ter, ehe er über ein Stu­di­um sich als Pries­ter zum Weg­be­rei­ter der ka­tho­li­schen So­zi­al­be­we­gung ent­wi­ckel­te. Er starb am 4. De­zem­ber 1865 in Köln. Da­her ist um die­se Zeit auch bei den Kol­ping­fa­mi­li­en der Ge­denk­tag an­ge­sie­delt.

Die Pforz­hei­mer Kol­ping­fa­mi­lie traf sich da­zu zu­nächst zu ei­nem Got­tes­dienst mit De­kan Bern­hard Ih­le in der Herz-Je­su-Kir­che. Zwi­schen zwei Got­tes­diens­ten be­grüß­te Ih­le da­nach die Kol­ping­fa­mi­lie im ad­vent­lich ge­schmück­ten Saal des Kol­ping­hau­ses. Er wies auf das gro­ße und mu­ti­ge so­zia­le En­ga­ge­ment von Adolph Kol­ping in der da­mals schwie­ri­gen wirt­schaft­li­chen La­ge hin und zog ei­ne Par­al­le­le zu den Her­aus­for­de­run­gen un­se­rer Zeit. Das Kol­ping­haus bie­te die meis­ten Sprach­kur­se in der Stadt an und wa­ge so auch neue We­ge, dank­te er der Lei­te­rin Young-Ae-Fo­dor. Der Vor­sit­zen­de Bern­hard Brod­beck griff in sei­ner Re­de die An­fangs­jah­re der Ent­wick­lung auf. „Breu­er ver­sam­mel­te jun­ge Hand­werks­ge­sel­len um sich, die sich zu Ge­s­angs­pro­ben ein­lie­ßen und de­nen er durch Fort­bil­dung und ge­sel­li­ges Bei­sam­men­sein Wär­me und Ge­bor­gen­heit ver­mit­teln konn­te.“Am 8. No­vem­ber 1846 kam es in El­ber­feld zur Grün­dung des ers­ten Ge­sel­len­ver­eins mit 40 jun­gen Män­nern. Als Ka­plan be­kam Kol­ping die­se An­fän­ge mit, war dann Prä­ses der Kol­ping­fa­mi­lie, die es in El­ber­feld Mit­te heu­te noch gibt. Sein Ziel war es, jun­ge Men­schen re­li­gi­ös, po­li­tisch und fach­lich zu bil­den. Auch im kom­men­den Jahr tref­fen sich die Mit­glie­der der Kol­ping­fa­mi­lie re­gel­mä­ßig zu un­ter­schied­li­chen Be­geg­nun­gen im Kol­ping­haus. Den Ab­schluss des Kol­ping­ge­denk­ta­ges bil­det stets das Kol­pin­glied, das den Weg Kol­pings vom Schus­ter­lehr­ling zum so­zi­al en­ga­gier­ten Pfar­rer nach­zeich­net.

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