CDU stellt die Wei­chen

Der Bun­des­par­tei­tag be­ginnt heu­te in Es­sen

Pforzheimer Kurier - - ERSTE SEITE -

Es­sen/Karls­ru­he (dpa/BNN). Die CDU will mit ei­ner kla­ren Ab­sa­ge an hö­he­re Steu­ern und ei­nem schär­fe­ren Asyl­kurs in den Bun­des­tags­wahl­kampf 2017 zie­hen. Auf Drän­gen des Wirt­schafts­flü­gels än­der­te der CDU-Vor­stand ges­tern den Leit­an­trag für den Par­tei­tag in Es­sen, in dem es nach In­for­ma­tio­nen aus Es­sen nun hei­ßen soll: „Wir wol­len auch in der nächs­ten Le­gis­la­tur­pe­ri­ode kei­ne neu­en Schul­den ma­chen. Wir schlie­ßen Steu­er­er­hö­hun­gen grund­sätz­lich aus, ins­be­son­de­re auch ei­ne Ver­schär­fung der Erb­schafts­steu­er und ei­ne Ein­füh­rung der Ver­mö­gens­steu­er.“Auch zur Asyl­po­li­tik wur­den nach ei­nem Vor­stoß von Par­tei­vi­ze Tho­mas Strobl Pas­sa­gen des An­trags noch ge­än­dert.

Bei dem heu­te be­gin­nen­den Par­tei­tag will sich Kanz­le­rin An­ge­la Mer­kel nach in­zwi­schen fast 17 Jah­ren an der CDUSpit­ze er­neut als Vor­sit­zen­de be­stä­ti­gen las­sen. Auf ei­ne Klar­stel­lung in der Steu­er­po­li­tik hat­te die Mit­tel­stands- und Wirt­schafts­ver­ei­ni­gung der Uni­on (MIT) ge­drängt. Sie woll­te die For­mu­lie­run­gen der Par­tei­spit­ze zu ei­ner Ab­sa­ge an Steu­er­er­hö­hun­gen auch nach 2017 deut­li­cher fas­sen. Der Leit­an­trag hat­te zu­nächst vor­ge­se­hen, dass die „Steu­er­quo­te“nicht er­höht wer­den sol­le. Al­ler­dings ver­mu­te­ten Par­tei­mit­glie­der bei dem Be­griff „Steu­er­quo­te“, dass dies Spiel­raum lässt, den Spit­zen­steu­er­satz zu er­hö­hen. Aus der Par­tei­spit­ze hieß es aber auch, es kön­ne dar­um ge­hen, dass der Spit­zen­steu­er­satz erst bei ei­nem hö­he­ren Ein­kom­men als bis­her grei­fe. MITChef Cars­ten Lin­ne­mann sag­te der FAZ: „Bei den schon heu­te ab­seh­ba­ren Steu­er­mehr­ein­nah­men in den kom­men­den Jah­ren und der ak­tu­el­len Nied­rig­zins­pha­se muss der Staat in der La­ge sein, mit den vor­han­de­nen Ein­nah­men aus­zu­kom­men.“In ei­nem BNN-In­ter­view ver­langt CDU-Prä­si­di­ums­mit­glied Jens Spahn von den De­le­gier­ten, das Pro­fil der Par­tei zu schär­fen. Die Par­tei müs­se vor der Bun­des­tags­wahl kla­re Kan­te zei­gen. Steu­ern für die hart ar­bei­ten­den Men­schen in die­sem Land soll­ten ge­senkt wer­den. Kom­men­tar,

BNN-In­ter­view mit Jens Spahn

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