Fe­ri­en­flie­ger vor Start

Neue Air­line aus TUIf­ly und Air Ber­lin kommt vor­an

Pforzheimer Kurier - - WIRTSCHAFT -

Ber­lin (AFP). Die ge­plan­te Ver­schmel­zung des Fe­ri­en­flie­gers TUIf­ly und der Tou­ris­tik­spar­te von Air Ber­lin kommt vor­an. Der Auf­sichts­rat des Air Ber­lin-Groß­ak­tio­närs Eti­had gab ges­tern grü­nes Licht für die Plä­ne, wie das Un­ter­neh­men mit­teil­te. Zugleich kauft Eti­had Air Ber­lin die An­tei­le an der ös­ter­rei­chi­schen Toch­ter Ni­ki ab, die eben­falls in der neu­en Air­line auf­ge­hen soll. Das spült 300 Mil­lio­nen Eu­ro in die Kas­se der an­ge­schla­ge­nen deut­schen Flug­ge­sell­schaft.

Die TUIf­ly-Mut­ter TUI, der Air Ber­lin-Groß­ak­tio­när Eti­had aus den Ver­ei­nig­ten Ara­bi­schen Emi­ra­ten und Air Ber­lin selbst hat­ten An­fang Ok­to­ber Plä­ne für die Grün­dung des neu­en Fe­ri­en­flie­gers be­kannt­ge­ge­ben. Die Ge­sell­schaft soll ih­ren Sitz in Wi­en ha­ben und mit rund 60 Ma­schi­nen Flü­ge zu wich­ti­gen eu­ro­päi­schen Tou­ris­mus­zie­len an­bie­ten. Al­ler­dings ste­hen noch be­hörd­li­che Ge­neh­mi­gun­gen für das Vor­ha­ben aus. Eti­had wer­de die Ni­kiAn­tei­le von Air Ber­lin di­rekt nach dem Kauf in die neue Flug­ge­sell­schaft ein­brin­gen, teil­te das Un­ter­neh­men mit. An der Neu­grün­dung wer­de Eti­had am En­de 25 Pro­zent hal­ten. 24,8 Pro­zent wer­den dem­nach bei der TUI AG lie­gen und die üb­ri­gen 50,2 Pro­zent bei der Ni­ki-Pri­vat­stif­tung.

Star­ten soll die Flug­li­nie den An­ga­ben zu­fol­ge im April nächs­ten Jah­res von „zahl­rei­chen Flug­hä­fen“in Deutsch­land, Ös­ter­reich und der Schweiz aus. Zu den wich­tigs­ten Zie­len sol­len die Ba­lea­ren, die Ka­na­ren, das spa­ni­sche Fest­land und Grie­chen­land ge­hö­ren.

Hin­ter­grund der Neu­grün­dung ist die Dau­er­kri­se von Air Ber­lin. Die zweit­größ­te deut­sche Flug­ge­sell­schaft schreibt – mit Aus­nah­me ei­nes klei­nen Ge­winns im Jahr 2012 – seit 2008 nur ro­te Zah­len. Nun soll ein gro­ßer Um­bau die Lö­sung brin­gen. Air Ber­lin will sei­ne Flot­te da­bei auf 75 Ma­schi­nen hal­bie­ren und 1 200 Stel­len strei­chen. Air Ber­lin will so sein Ge­schäfts­mo­dell ver­ein­fa­chen.

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