Fit­ness­bän­der in der Kri­tik

Pforzheimer Kurier - - WIRTSCHAFT -

Ber­lin (dpa). Deut­sche Da­ten­schüt­zer ha­ben Her­stel­lern so­ge­nann­ter We­ara­bles wie Fit­ness­bän­der und Com­pu­terUh­ren mit Ge­sund­heits­funk­tio­nen ein schlech­tes Zeug­nis aus­ge­stellt. Kei­nes der 16 ge­prüf­ten Ge­rä­te ha­be voll­stän­dig die da­ten­schutz­recht­li­chen An­for­de­run­gen er­füllt, er­klär­ten sie ges­tern. Die Ge­rä­te zäh­len zum Bei­spiel zu­rück­ge­leg­te Schrit­te, ver­brauch­te Ka­lo­ri­en und re­gis­trie­ren zum Teil auch die Herz­fre­quenz. Un­ter an­de­rem kri­ti­sier­ten die Da­ten­schüt­zer, dass In­for­ma­tio­nen zum Teil ex­tern durch Drit­te ver­ar­bei­tet wür­den und ein Nut­zer kei­ne Kon­trol­le dar­über ha­be, „wer die Da­ten von ihm sonst noch hat“und wie lan­ge sie ge­spei­chert wür­den. Zu­dem blie­ben die Her­stel­ler ei­nen Nach­weis da­für schul­dig, dass Da­ten zur Nut­zung der Ge­rä­te und Apps nur an­ony­mi­siert für Wer­be­zwe­cke ver­wen­det wür­den, er­klär­te der bayerische Lan­des­da­ten­schutz­be­auf­trag­te Tho­mas Kra­nig. Au­ßer­dem ber­ge der Wei­ter­ver­kauf ge­brauch­ter Ge­rä­te ein „enor­mes Ri­si­ko“.

Die Na­men der Ge­rä­te und Fir­men wur­den nicht ge­nannt. Es hieß le­dig­lich, die Ge­rä­te deck­ten rund 70 Pro­zent des Mark­tes in Deutsch­land ab.

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