DNA-Aus­wer­tung

Pforzheimer Kurier - - SÜDWESTECHO -

Der Ein­satz von DNA-Un­ter­su­chun­gen ist in Pa­ra­graf 81 der Straf­pro­zess­ord­nung ge­re­gelt. DNA ist die eng­li­sche Ab­kür­zung der Des­oxy­ri­bo­nu­clein­säu­re, die die mensch­li­che Erb­sub­stanz trägt. Durch ei­ne DNAUn­ter­su­chung kann die Iden­ti­tät ei­nes Men­schen na­he­zu zwei­fels­frei ge­klärt wer­den. Der DNA-Be­weis gilt als das er­folg­reichs­te kri­mi­na­lis­ti­sche In­stru­ment bei der Iden­ti­fi­zie­rung von Tä­tern und der Zu­ord­nung von Tat­spu­ren.

Un­ter­des­sen er­mög­licht die deut­sche Ge­set­zes­la­ge der­zeit nur ei­ne Teil­nut­zung des DNA-Be­wei­ses. Der ba­den-würt­tem­ber­gi­sche Jus­tiz­mi­nis­ter Gui­do Wolf (CDU) plant des­halb für die nächs­te Jus­tiz­mi­nis­ter­kon­fe­renz ei­nen Vor­stoß, um den DNA-Be­weis schlag­kräf­ti­ger zu ma­chen als er heu­te ist. Mit der ent­spre­chen­den Ge­set­zes­än­de­rung auf Bun­des­ebe­ne sol­le es mög­lich wer­den, auch Merk­ma­le wie Haut-, Au­genoder Haar­far­be an­hand der DNASpu­ren zu er­mit­teln, die et­wa an Tat­or­ten si­cher­ge­stellt wer­den. Bis­her ist dies nicht er­laubt. In an­de­ren Staa­ten, bei­spiels­wei­se den Nie­der­lan­den, ist es hin­ge­gen ge­stat­tet, In­for­ma­tio­nen zu sol­chen Merk­ma­len aus der DNA zu ge­win­nen und für die Fahn­dung zu nut­zen. Auch Lan­des­in­nen­mi­nis­ter Tho­mas Strobl (CDU) zeig­te sich auf­ge­schlos­sen. WV

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