Ver­lo­ge­ne Spen­den­ak­ti­on?

Va­ter soll Krank­heit der Toch­ter über­trie­ben ha­ben

Pforzheimer Kurier - - BLICK IN DIE WELT -

Ma­drid (dpa). Ei­ne Spen­den­kam­pa­gne für ein kran­kes Mäd­chen er­hitzt in Spa­ni­en die Ge­mü­ter – denn der Va­ter soll die Kran­ken­ge­schich­te der Toch­ter zum Teil er­fun­den ha­ben. Die elf­jäh­ri­ge Na­dia soll nach sei­nen Wor­ten an ei­ner le­bens­be­droh­li­chen Stoff­wech­sel­krank­heit lei­den und mit ei­ner Be­hand­lung in den USA ge­ret­tet wer­den kön­nen.

Im Rah­men ei­ner Kam­pa­gne hat­ten auch Pro­mi­nen­te zu Geld­spen­den auf­ge­ru­fen. In­ner­halb we­ni­ger Ta­ge wur­den 150 000 Eu­ro ge­sam­melt. Die Zei­tung El País be­rich­te­te jetzt aber, dass der Va­ter sich die an­geb­lich nö­ti­ge Be­hand­lung in Hous­ton nur aus­ge­dacht ha­be. Dar­auf­hin lei­te­te ein Rich­ter ges­tern Er­mitt­lun­gen ein. Die­se sol­len klä­ren, ob das Kind tat­säch­lich an der Krank­heit lei­det und was mit dem ge­spen­de­ten Geld ge­sche­hen ist. Laut El País soll die Fa­mi­lie Schul­den ge­habt ha­ben, die sie mit der Kran­ken­ge­schich­te zu lö­sen ge­hofft ha­ben soll. Auf An­wei­sung des Rich­ters wur­den die Kon­ten des Man­nes zu­nächst ein­ge­fro­ren. Die­ser er­klär­te, er wer­de das Geld um­ge­hend zu­rück­ge­ben. Ei­nem TV-Sen­der sag­te er: „Der größ­te Teil der Ge­schich­te ist wahr, auch wenn Tei­le über­trie­ben wur­den – ein­fach aus Angst, mei­ne Toch­ter zu ver­lie­ren.“

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