„Kein Auf­schnü­ren des Ein­spar­pa­kets“

CDU-Frak­ti­on will in Ki­tas und Schu­len in­ves­tie­ren und Schul­den abbau­en

Pforzheimer Kurier - - PFORZHEIMER HAUSHALT - F. Gold­mann

fre. „Die Stadt Pforz­heim be­kommt mehr Geld vom Land“, be­gann Stadt­rat Flo­ren­tin Gold­mann (CDU) sei­ne Haus­halts­re­de. An der Fi­nanz­la­ge der Stadt än­de­re das nichts. Das Spar­pro­gramm zu be­schlie­ßen, sei nie­man­dem im Ge­mein­de­rat leicht ge­fal­len. „Für die CDU war vor al­lem die Zu­stim­mung zur Er­hö­hung der Ge­wer­be- und Grund­steu­er so­wie von Ge­büh­ren nur mög­lich, da im Ge­gen­zug sub­stan­zi­el­le Ein­spa­run­gen vor­ge­nom­men wur­den“, so Gold­mann. „Ein Auf­schnü­ren des Ein­spar­pa­kets wird es mit uns nicht ge­ben.“

Schließ­lich sprach Gold­mann über die zen­tra­len For­de­run­gen der CDU für die Haus­halts­be­ra­tun­gen. „Die zu­sätz­li­chen Lan­des­mit­tel sind für ei­nen schnel­le­ren Aus­bau der Ki­tas, für Er­hal­tungs­maß­nah­men an Schu­len, sons­ti­gen städ­ti­schen Ge­bäu­den und Stra­ßen und zur Re­du­zie­rung der Neu­ver­schul­dung zu ver­wen­den.“Al­le üb­ri­gen Mit­tel müss­ten zum Schul­den­ab­bau ver­wen­det wer­den, be­ton­te Gold­mann. „Wenn wir un­se­re Un­ab­hän­gig­keit be­wah­ren wol­len, müs­sen wir die Fi­nan­zen un­se­rer Stadt auf ei­ne so­li­de Ba­sis stel­len. Das heißt, kei­ne neu­en Schul­den ma­chen und die al­ten ab­tra­gen. Das ist ei­ne Her­ku­les­auf­ga­be und sie wird weh­tun.“

Ei­ne Haus­halts­struk­tur­kom­mis­si­on sol­le bis zum nächs­ten Dop­pel­haus­halt We­ge zum aus­ge­gli­che­nen Haus­halt auf­zei­gen. Be­reits heu­te kön­ne man je­doch Schrit­te in die rich­ti­ge Rich­tung un­ter­neh­men. „Ei­ner da­von ist, Pforz­heim sau­be­rer und si­che­rer zu ma­chen.“Das The­ma Flücht­lin­ge sei noch im­mer drän­gend. Grund­sätz­lich hal­te die Frak­ti- on an der de­zen­tra­len Un­ter­brin­gung fest. In­te­gra­ti­on blei­be be­herr­schen­des The­ma. „Die zu­sätz­li­chen Lan­des­mit­tel soll­ten nicht nach dem Gieß­kan­nen­prin­zip wei­ter­ge­lei­tet, son­dern ge­zielt an Er­folg ver­spre­chen­de Pro­jek­te ver­ge­ben wer­den.“Die In­te­gra­ti­ons­leis­tung der Sport­ver­ei­ne er­ken­ne man aus­drück­lich an, wes­halb es auch mehr Geld von der Stadt gibt. Die Stadt­ent­wick­lung Ost sol­le „so bald wie mög­lich er­fol­gen.“Neue Ge­wer­be­ge­bie­te und Wohn­bau­ge­bie­te sol­len er­schlos­sen wer­den. Zum Bä­der­kon­zept ste­he die CDU-Frak­ti­on. „Wir fa­vo­ri­sie­ren ei­nen Kom­bi-Stand­ort“, so Gold­mann. Des Wei­te­ren will die Frak­ti­on, dass das CCP im städ­ti­schen Be­sitz bleibt.

„Wenn die im Som­mer die­sen Jah­res be­schlos­se­nen Kür­zun­gen zu­rück­ge­nom­men wer­den oder es gar zu Aus­ga­ben­er­wei­te­rung bei der ab mor­gen be­gin­nen­den Haus­halts­le­sung kommt, wird die CDU-Frak­ti­on ei­ner Er­hö­hung bei Ge­wer­be- und Grund­steu­er nicht zu­stim­men“, sag­te Gold­mann. „Kommt es al­ler­dings nur al­lei­ne zu ei­ner Mehr­heit bei den ge­plan­ten Steu­er­er­hö­hun­gen, kann die CDU-Frak­ti­on die­sem Haus­halt dann auch nicht zu­stim­men.“

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