„In die fal­sche Rich­tung“

FDP/FW: OB ist mit der Fi­nanz­po­li­tik über­for­dert

Pforzheimer Kurier - - PFORZHEIMER HAUSHALT - H. Rül­ke

fre. „Der OB hat Recht, wenn er sagt, der Haus­halt sei aus den Fu­gen“, sag­te Hans-Ul­rich Rül­ke (FDP/FW). „Sei­ne Stra­te­gie: Steu­er­er­hö­hun­gen, Schuld­zu­wei­sun­gen an die Vor­gän­ger, an die Lan­des­po­li­tik so­wie Kür­zun­gen bei Bil­dung, So­zia­lem, Sport und Kul­tur.“Kür­zun­gen bei „ei­ge­nen Pres­ti­ge­pro­jek­ten wie In­nen­stadt Ost“ge­be es nicht. „Wo wir mit dem OB über­ein­stim­men: Wir brau­chen neue Ge­wer­be­flä­chen und neue Wohn­ge­bie­te.“Pforz­heim müs­se at­trak­ti­ver wer­den: „Für die Wirt­schaft mit ei­nem kon­kur­renz­fä­hi­gen Ge­wer­be­steu­er- satz und auch als Wohn­ort.“

Mit den 16,9 Mil­lio­nen vom Land sei ei­ne Er­hö­hung der Ge­wer­be­steu­er nun ent­behr­lich, so Rül­ke. Die Miss­er­fol­ge der Wirt­schafts­po­li­tik von Ha­ger lie­ßen sich an sei­nen ei­ge­nen Sta­tis­ti­ken ab­le­sen. Haf­ner und Ba­der sei­en nur zwei Na­men, „die für die Er­folg­lo­sig­keit die­ser Po­li­tik ste­hen“. „Über­all wird ge­spart, nur nicht bei der Selbst­ver­mark­tung des OB.“Für 2016 sei­en 709 000 Eu­ro für Öf­fent­lich­keits­ar­beit ein­ge­plant, für 2017 957 000. „Hin­zu kom­men über­zo­ge­ne Be­ra­ter-, Pla­nungs- und Gut­ach­ter­kos­ten. Der Gip­fel ist aber ei­ne ge­plan­te Pa­la­ver­ver­an­stal­tung na­mens Haus­halts­struk­tur­kom­mis­si­on“, so Rül­ke. Der OB sei mit der Fi­nanz­po­li­tik über­for­dert. „Wir brau­chen ein qua­li­fi­zier­tes Kos­ten­ma­nage­ment im Rat­haus und ei­ne at­trak­ti­ve Steu­er­po­li­tik.“Dann sei auch kei­ne „307 Punk­te um­fas­sen­de Gift­lis­te“nö­tig. „Ins­be­son­de­re sind wir ge­gen Kür­zun­gen bei den Fa­mi­li­en­zen­tren und beim Stadt­ju­gend­ring.“Der Haus­halt ge­he in die fal­sche Rich­tung. „Des­halb leh­nen wir ihn höchst­wahr­schein­lich ab.“

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